Diplomarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Bilanzierung von Ertragsteuern nach IFRS und US-GAAP
2.1 Ziel der Steuerabgrenzung
2.2 Ansatz
2.2.1 Regelung nach IAS 12
2.2.2 Regelung nach FAS 109
2.3 Bewertung
2.3.1 Regelung nach IAS 12
2.3.2 Regelung nach FAS 109
2.4 Ausweis und Anhang
2.4.1 Regelung nach IAS 12
2.4.2 Regelung nach FAS 109
3. Konvergenzprojekt zwischen IAS 12 und FAS 109
3.1 Entstehung und Zwecksetzung des Projekts
3.2 Geplante Änderungen nach ED/2009/2
4. Bilanzierung von Betriebsprüfungsrisiken
4.1 Die steuerliche Betriebsprüfung im Überblick
4.1.1 Deutschland
4.1.2 USA
4.2 Reporting nach IAS 12 i.V.m. IAS 37
4.2.1 Verhältnis von IAS 12 zu IAS 37
4.2.2 Ansatz
4.2.3 Bewertung
4.2.4 Ausweis und Anhang
4.3 Reporting nach IAS 12 i.d.F. ED/2009/2
4.3.1 Ansatz
4.3.2 Bewertung
4.3.3 Ausweis und Anhang
4.4 Reporting nach FIN 48
4.4.1 Hintergrund und Anwendungsbereich
4.4.2 Ansatz
4.4.3 Bewertung
4.4.4 Ausweis und Anhang
4.5 Vergleich von FIN 48 und IAS 12 i.d.F. ED/2009/2
5. Kritische Analyse der Bilanzierung von Betriebsprüfungsrisiken
5.1 Verhältnis zu anderen Projekten
5.2 Würdigung des Konzepts
5.3 Einfluss auf Betriebsprüfungshandlungen
5.4 Anforderungen an das Risikomanagementsystem
5.5 Auswirkungen auf die Konzernsteuerquote
6. Thesenförmige Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Konzepte zur Bilanzierung von Betriebsprüfungsrisiken nach IFRS und US-GAAP, um zu verstehen, warum die Standardsetter abweichende Ansätze verfolgen und inwieweit geplante Neuregelungen des IASB eine geeignete Bilanzierungsmethode darstellen.
4.1.1 Deutschland
„Die Betriebsprüfung (Außenprüfung) ist ein wichtiges Instrument der Finanzverwaltung zur Sicherstellung der Gleichmäßigkeit der Besteuerung und zur Durchsetzung des Besteuerungsanspruchs des Staates.“ Sie ist eine Sonderform des Besteuerungsverfahren und in den §§ 193 ff. AO geregelt. Vielfach müssen nach Abschluss der Betriebsprüfung erhebliche Steuernachzahlungen an das Finanzamt entrichtet werden. So waren im Jahr 2008 Steuernachzahlungen von durchschnittlich 350 400 € je Unternehmen zu leisten. Das eigentliche Ziel soll jedoch nicht die Erhöhung von Steuereinnahmen, sondern eine generalpräventive Wirkung sein, die zu einer Selbstregulierung der Steuerpflichtigen führt.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Betriebsprüfungsrisiken für Unternehmen ein und skizziert das Ziel, die unterschiedlichen Bilanzierungskonzepte nach IFRS und US-GAAP zu vergleichen.
2. Bilanzierung von Ertragsteuern nach IFRS und US-GAAP: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Steuerabgrenzung, den Ansatz, die Bewertung sowie die Ausweisvorschriften nach IAS 12 und FAS 109.
3. Konvergenzprojekt zwischen IAS 12 und FAS 109: Hier werden die Hintergründe und Ziele der Harmonisierung beider Standards sowie die spezifischen Änderungen durch den Standardentwurf ED/2009/2 behandelt.
4. Bilanzierung von Betriebsprüfungsrisiken: Das Kapitel bietet einen Überblick über Betriebsprüfungen in Deutschland und den USA und analysiert detailliert die verschiedenen Reporting-Ansätze nach IAS 12 i.V.m. IAS 37, ED/2009/2 sowie FIN 48.
5. Kritische Analyse der Bilanzierung von Betriebsprüfungsrisiken: Es erfolgt eine kritische Würdigung der Konzepte, ihres Einflusses auf Prüfungshandlungen, der Anforderungen an Risikomanagementsysteme und der Auswirkungen auf die Konzernsteuerquote.
6. Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit kompakt und thesenartig zusammen.
Betriebsprüfungsrisiken, IAS 12, FAS 109, FIN 48, ED/2009/2, latente Steuern, Ertragsteuern, Rückstellungen, Konzernsteuerquote, Risikomanagement, IAS 37, Steuerbilanz, IFRS, US-GAAP, Steuerabgrenzung.
Die Arbeit untersucht die Bilanzierung von Betriebsprüfungsrisiken und wie diese unter den Rechnungslegungsstandards IFRS und US-GAAP abgebildet werden.
Zentrale Themen sind die Behandlung latenter Steuern, das Konvergenzprojekt zwischen IAS 12 und FAS 109, die spezifischen Anforderungen an die Bilanzierung von Steuerrisiken sowie deren Einfluss auf die Konzernsteuerquote.
Ziel ist es, die Konzepte zur Bilanzierung nach IFRS und US-GAAP zu analysieren und zu bewerten, warum sich Standardsetter für unterschiedliche Ansätze entschieden haben.
Es erfolgt eine systematische Analyse und kritische Würdigung bestehender Bilanzierungsstandards sowie aktueller Standardentwürfe unter Einbeziehung steuerrechtlicher und betriebswirtschaftlicher Fachliteratur.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Reporting-Vorschriften für Betriebsprüfungsrisiken, insbesondere nach IAS 12, IAS 37 und der US-Interpretation FIN 48, sowie deren kritischer Analyse hinsichtlich Risikomanagement und Konzernsteuerbelastung.
Schlüsselbegriffe sind Betriebsprüfungsrisiken, latente Steuern, IAS 12, FIN 48, Ertragsteuern, Konvergenzprojekt, Rückstellungen und Konzernsteuerquote.
Während FIN 48 ein zweistufiges Vorgehen mit einer "more likely than not"-Ansatzschwelle vorschreibt, sieht der Standardentwurf ED/2009/2 für IAS 12 ein einstufiges Konzept unter Nutzung von Erwartungswerten vor.
Die Arbeit zeigt, dass Unternehmen gezwungen werden, Risiken detaillierter zu dokumentieren, was ein effektives, prozessorientiertes Steuerrisikomanagement erforderlich macht, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden.
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