Bachelorarbeit, 2023
66 Seiten, Note: 1,6
1 Einführung, Ziele und Fragestellungen
1.1 Hintergrund und Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Fragestellungen
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Methodisches Vorgehen
2.1 Theorie zur Literaturrecherche
2.2 Suchstrategie und Datenmanagement
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Psychische Erkrankungen im Pflegeberuf
3.1.1 Stressoren in der stationären Krankenpflege
3.1.2 Krankheitsbedingte Fehlzeitenanalyse
3.1.3 Klassifizierung der psychischen Erkrankungen
3.1.4 Auswirkung von psychischen Erkrankungen
3.1.5 Betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Relevanz
3.2 Theorie und Abgrenzung Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung
3.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.2.2 Aufbau
3.2.3 Zielsetzung
3.2.4 Vorteile
3.3 Das Grundmodell Salutogenese
3.3.1 Entstehung und salutogenetischer Ansatz
3.3.2 Salutogenese vs. Pathogenese
3.3.3 Generalisierte Widerstandsressourcen
3.3.4 Das Kohärenzgefühl
4. Erkenntnisse aus der Literaturrecherche
5. Ableitung eines Handlungsleitfaden „Förderung der psychischen Gesundheit von Mitarbeitenden der stationären Krankenpflege“
5.1 Grundlagen eines Handlungsleitfadens
5.2 Inhalte des Handlungsleitfadens
5.2.1 Erkennen von Belastungsfaktoren
5.2.2 Mitarbeiterorientierte Führung
5.2.3 Dienstplangestaltung
5.2.4 Supervision
5.2.5 Fortbildungen für Pflegekräfte
5.2.6 Führungskräfteschulungen
5.2.7 Weitere relevante Themen
6. Beantwortung der Fragestellungen und kritische Diskussion
6.1 Gesundheitsförderung bei psychischen Belastungen
6.2 Die Aufgabe des Pflegemanagements
6.3 Kritische Würdigung
7. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Handlungsleitfadens aus salutogenetischer Sicht, um durch konkrete Interventionen die psychische Gesundheit von Pflegekräften in der stationären Krankenpflege zu erhalten und zu fördern, wobei ein besonderer Fokus auf die Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten der Führungskraft gelegt wird.
3.1.1 Stressoren in der stationären Krankenpflege
Zu Beginn dieses Kapitels ist es erforderlich, die Begrifflichkeiten „Stress“ und „Stressor“ zu bestimmen. Diese werden im Lehrbuch Psychologie wie folgt definiert: „Streß [sic!] ist ein Muster spezifischer und unspezifischer Reaktionen eines Organismus auf Reizereignisse, die sein Gleichgewicht stören und seine Fähigkeit zur Bewältigung strapazieren oder überschreiten. Diese Reizereignisse umfassen eine ganze Bandbreite externer und interner Bedingungen, die allesamt als Stressoren bezeichnet werden. Ein Stressor ist ein Reizereignis, das vom Organismus eine Anpassung (adaptive Reaktion) verlangt.“ (Zimbardo & Gerring, 1999, S. 370).
Laut dieser Definition entsteht Stress dann, wenn ein Reiz auf einen Organismus trifft und dieser nicht oder nur bedingt in der Lage ist, mit diesem Reiz adäquat umzugehen. In der Literatur wird häufig das Transaktionale Stressmodell nach Lazerus verwendet, um dieses Phänomen zu beschreiben. Diese Theorie versteht Stress „[…] im Sinne eines Prozesses, der immer dann einsetzt, wenn eine Person mit Anforderungen konfrontiert ist, auf die der Organismus nicht spontan reagieren kann, die seine unmittelbar verfügbaren Ressourcen übersteigen.“ (Franke, 2017, S. 106).
Lazerus betont in diesem Zusammenhang die individuelle Bewertung des Stressors, das heißt, dass ein identischer Stressor von verschiedenen Personen unterschiedlich verarbeitet wird. Entscheidend in dem Prozess ist die kognitive Bewertung des Reizes. Zu Beginn erfolgt die primäre Bewertung des Reizes, dieser wird entweder als positiv oder stresshaft beurteilt. Ein stresshaft erlebter Reiz führt zu einer sekundären Bewertung, dabei wird überprüft, ob entsprechende Ressourcen vorhanden sind. Danach folgt die eigentliche Bewältigungsphase, welches im Transaktionalen Stressmodell als „Coping“ beschrieben wird und in instrumentelles und emotionales Coping unterschieden wird (Franke, 2017).
1 Einführung, Ziele und Fragestellungen: Die Arbeit führt in die Thematik des Pflegenotstands ein, definiert die Zielsetzung zur Entwicklung eines Handlungsleitfadens für die psychische Gesundheit und benennt die zugrunde liegenden Forschungsfragen.
2. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert den Ansatz der strukturierten Literaturrecherche, definiert Phasen der Recherche sowie die verwendete Suchstrategie und das Datenmanagement.
3. Theoretische Grundlagen: Es erfolgt eine Analyse von Stressoren und psychischen Erkrankungen im Pflegeberuf sowie eine theoretische Einbettung in das Betriebliche Gesundheitsmanagement und das salutogenetische Modell.
4. Erkenntnisse aus der Literaturrecherche: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Rechercheergebnisse zu psychischen Belastungen und Fehlzeiten in der Pflege, die als Grundlage für den Handlungsleitfaden dienen.
5. Ableitung eines Handlungsleitfaden „Förderung der psychischen Gesundheit von Mitarbeitenden der stationären Krankenpflege“: Darstellung des Handlungsleitfadens mit konkreten Handlungsfeldern wie Führung, Dienstplanung und Supervision zur Stärkung der psychischen Gesundheit.
6. Beantwortung der Fragestellungen und kritische Diskussion: Synthese der Ergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfragen sowie Reflexion der Grenzen und Möglichkeiten der entwickelten Maßnahmen.
7. Fazit und Ausblick: Abschließende Zusammenfassung der Arbeit und Empfehlung weiterer quantitativer oder qualitativer Forschung zur Wirksamkeit der entwickelten Instrumente.
Pflegemanagement, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Salutogenese, psychische Gesundheit, stationäre Krankenpflege, Stressoren, Führungskraft, Mitarbeiterorientierte Führung, Supervision, Dienstplangestaltung, Ressourcenstärkung, Kohärenzgefühl, Prävention, Arbeitsbelastung, Fehlzeiten.
Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Gesundheit von Mitarbeitenden in der stationären Krankenpflege und entwickelt einen Handlungsleitfaden für das Pflegemanagement, um diese nachhaltig zu fördern.
Die zentralen Themen sind Betriebliches Gesundheitsmanagement, die Identifikation von arbeitsbedingten Stressoren in der Pflege, das salutogenetische Modell sowie Maßnahmen zur gesundheitsförderlichen Mitarbeiterführung.
Das primäre Ziel ist die Ausarbeitung eines praxisorientierten Handlungsleitfadens, der Führungskräften salutogenetisch fundierte Werkzeuge zur Unterstützung psychisch belasteter Pflegekräfte an die Hand gibt.
Die Arbeit basiert auf einer strukturierten Literaturrecherche, um den theoretischen Rahmen abzustecken und auf dieser evidenzbasierten Grundlage den Handlungsleitfaden zu konstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse psychischer Erkrankungen und Stressoren, eine Erläuterung des BGM und der Salutogenese sowie die konkrete Ableitung von Interventionsmöglichkeiten in verschiedenen Handlungsfeldern der Pflege.
Pflegemanagement, Salutogenese, psychische Gesundheit, stationäre Pflege, Führung, BGM und Ressourcenstärkung sind die prägenden Begriffe des Werks.
Es dient dazu, nicht nur die krankmachenden Faktoren (Pathogenese) zu betrachten, sondern sich auf die Stärkung der Ressourcen und die Förderung des Kohärenzgefühls der Mitarbeiter zu konzentrieren, um diese widerstandsfähiger gegen Stressoren zu machen.
Die Führungskraft nimmt eine Schlüsselfunktion ein, indem sie durch wertschätzendes Verhalten, transparente Kommunikation, eine gesunde Dienstplangestaltung und die Förderung sozialer Unterstützung direkt das psychosoziale Arbeitsumfeld beeinflusst.
Er richtet sich primär an das Pflegemanagement und Führungskräfte in stationären Einrichtungen, enthält aber auch Empfehlungen für das Pflegepersonal zur Eigenvorsorge.
Die Autorin weist darauf hin, dass systemische Probleme wie der extreme Fachkräftemangel und die quantitative Arbeitsüberlastung durch einzelne betriebliche Maßnahmen nur bedingt gelöst werden können und hier auch politische Akteure in der Pflicht stehen.
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