Masterarbeit, 2009
58 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
1.2 Definitionsabgrenzung
2 Rahmenbedingungen latenter Steuern
2.1 Grundlagen
2.2 Anwendungsbereich
2.3 Historische und rechtliche Rahmenbedingungen
2.4 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
3 Theoretische Grundlagen latenter Steuern
3.1 Entstehung latenter Steuern
3.1.1 Entstehung aktiver latenter Steuern
3.1.2 Entstehung passiver latenter Steuern
3.2 Konzepte der Abgrenzung latenter Steuern
3.2.1 Grundlagen
3.2.2 Timing-Konzept
3.2.3 Temporary-Konzept
3.3 Erfolgsdifferenzen
3.3.1 Grundlagen
3.3.2 Permanente Differenzen
3.3.3 Quasi-permanente Differenzen
3.3.4 Temporäre Differenzen
3.4 Ansatzmethoden latenter Steuern in der Bilanz
3.4.1 Grundlagen
3.4.2 Liability-Methode
3.4.3 Deferral-Methode
4 Latente Steuern nach IFRS
4.1 Allgemeines
4.2 Bilanzierung nach IFRS
4.2.1 Grundlagen
4.2.2 Bilanzierung aktiver latenter Steuern
4.2.3 Bilanzierung passiver latenter Steuern
4.2.4 Latente Steuern auf Verlustvorträge
4.3 Bewertung nach IFRS
4.3.1 Grundlagen
4.3.2 Relevanter Steuersatz
4.3.3 Werthaltigkeit
4.3.4 Abzinsung
4.4 Ausweis latenter Steuern im Jahresabschluss nach IFRS
4.4.1 Ausweis in der Bilanz
4.4.2 Ausweis in der GuV
4.4.3 Ausweis im Anhang
4.5 Aktuelle Entwicklungen
4.6 Kritische Würdigung
5 Latente Steuern nach HGB
5.1 Allgemeines
5.2 Bilanzierung nach HGB
5.2.1 Bilanzierungssituation vor dem BilMoG
5.2.2 Bilanzierungssituation nach dem BilMoG
5.2.2.1 Grundlagen
5.2.2.2 Bilanzierung aktiver latenter Steuern
5.2.2.3 Bilanzierung passiver latenter Steuern
5.2.2.4 Latente Steuern auf Verlustvorträge
5.3 Bewertung nach HGB
5.3.1 Bewertungssituation vor dem BilMoG
5.3.2 Bewertungssituation nach dem BilMoG
5.3.2.1 Grundlagen
5.3.2.2 Relevanter Steuersatz
5.3.2.3 Werthaltigkeit
5.3.2.4 Abzinsung
5.3.2.5 Ausschüttungssperre
5.4 Ausweis latenter Steuern im Jahresabschluss nach HGB
5.4.1 Ausweis latenter Steuern vor dem BilMoG
5.4.2 Ausweis latenter Steuern nach dem BilMoG
5.4.2.1 Grundlagen
5.4.2.2 Ausweis in der Bilanz
5.4.2.3 Ausweis in der GuV
5.4.2.4 Ausweis im Anhang
5.5 Vergleich mit den IFRS und Kritische Würdigung
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit analysiert kritisch den Ansatz und die Bewertung latenter Steuern im deutschen Handelsrecht (HGB) unter besonderer Berücksichtigung der Reformen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) im Vergleich zu den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).
3.1.1 Entstehung aktiver latenter Steuern
Aktive latente Steuern entstehen grundsätzlich, sobald die Ertragsteuerbelastung gem. Steuerbilanz höher ausfällt als die Belastung mit Steuern, die sich aus dem Handelsbilanzergebnis ergibt.
Beispiele, aus denen sich die Bildung von aktiven latenten Steuern ergeben kann, sind u. a.:
- Nichtaktivierung eines Disagios nach § 250 Abs. 3 HGB in der Handelsbilanz, Aktivierung in der Steuerbilanz,
- Nichtaktivierung des derivativen Firmenwertes nach § 255 Abs. 4 HGB in der Handelsbilanz, Aktivierung in der Steuerbilanz.
Zu erkennen ist, dass aktive latente Steuern entweder dadurch entstehen, dass Aufwendungen in der Handelsbilanz früher ausgewiesen werden als in der Steuerbilanz oder dass Erträge in der Handelsbilanz später als in der Steuerbilanz ausgewiesen werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Bilanzierung latenter Steuern infolge der Internationalisierung und der Reformen durch das BilMoG ein.
2 Rahmenbedingungen latenter Steuern: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen, die die Anwendung latenter Steuern nach HGB und IFRS bestimmen.
3 Theoretische Grundlagen latenter Steuern: Hier werden die theoretischen Konzepte wie das Timing- und Temporary-Konzept sowie verschiedene Erfolgsdifferenzen und Ansatzmethoden detailliert beschrieben.
4 Latente Steuern nach IFRS: Dieses Kapitel analysiert die Bilanzierung, Bewertung und den Ausweis von latenten Steuern unter Anwendung der IFRS sowie deren kritische Würdigung.
5 Latente Steuern nach HGB: Dieses Kapitel untersucht die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern nach HGB, wobei ein Fokus auf dem Wandel durch das BilMoG liegt.
6 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der latenten Steuern.
Latente Steuern, HGB, IFRS, BilMoG, Temporary-Konzept, Timing-Konzept, Liability-Methode, Deferral-Methode, aktive latente Steuern, passive latente Steuern, Erfolgsdifferenzen, Bilanzierung, Bewertung, Steuersatz, Verlustvorträge
Die Arbeit untersucht die Bilanzierung und Bewertung von latenten Steuern im deutschen Handelsrecht (HGB) im Vergleich zu den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).
Im Zentrum stehen die Auswirkungen des BilMoG auf die deutsche Rechnungslegung, der methodische Vergleich zwischen HGB und IFRS sowie die theoretischen Ansätze zur Abgrenzung latenter Steuern.
Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei Ansatz und Bewertung latenter Steuern herauszuarbeiten und die Auswirkungen der Bilanzrechtsreform in Deutschland kritisch zu würdigen.
Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse der Rechnungslegungssysteme (HGB und IFRS) unter Einbeziehung aktueller Gesetzesänderungen und theoretischer Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Regelungen nach IFRS und eine Untersuchung der HGB-Regelungen vor und nach dem BilMoG.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Latente Steuern, BilMoG, IFRS, HGB, Temporary-Konzept und Liability-Methode charakterisieren.
Das Timing-Konzept orientiert sich primär an der Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgswirkung), während das Temporary-Konzept bilanzorientiert ist und auch erfolgsneutrale Differenzen berücksichtigt.
Das BilMoG hat durch den Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit zu einer stärkeren Annäherung des HGB an die IFRS geführt und die Bedeutung latenter Steuern in der deutschen Rechnungslegung maßgeblich erhöht.
Die Ausschüttungssperre dient dem Schutz der Gläubiger und der Aufrechterhaltung des Vorsichtsprinzips, indem sie die Ausschüttung von Gewinnen begrenzt, die aus der Aktivierung latenter Steuern resultieren.
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