Diplomarbeit, 2001
60 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Aufbau und Vorgehensweise
2. Controlling in der Personalwirtschaft
2.1. Grundlagen des Controlling
2.1.1. Operatives Controlling und strategisches Controlling
2.1.2. Quantitatives und Qualitatives Controlling
2.2. Controlling in der Personalwirtschaft
2.2.1. Personalwirtschaft
2.2.2. Entstehung und Begriff des PCO
2.2.3. Operatives und strategisches PCO
2.2.4. Personalcontrolling im Kontext personalwirtschaftlicher Problemkategorien
2.2.5. Funktionen eines Personalcontrolling
2.2.5.1. Informationsfunktion
2.2.5.2. Koordinations- und Integrationsfunktion
2.2.5.3. Früherkennungsfunktion
2.2.6. Ansätze des PCO
3. Personalcontrolling mit Kennzahlen
3.1. Kennzahlen und Kennzahlensysteme
3.1.1. Begriff und Klassifikationsmöglichkeiten von Kennzahlen
3.1.2. Funktionen von Kennzahlen
3.1.3. Grenzen von Kennzahlen
3.1.4. Kennzahlensysteme
3.2. Kennzahlen und Kennzahlensysteme in der Personalwirtschaft
3.3. Ausgewählte Kennzahlen für die Personalwirtschaft
3.3.1. Fluktuationsrate
3.3.2. Absentismusrate
3.3.3. Arbeitsproduktivität und Leistungsgrad
3.3.4. Arbeitslosenquote
3.3.5. Verknüpfung der Kennzahlen im System
3.4. Leistungsfähigkeit eines kennzahlengestützten PCO
3.4.1. Leistungsfähigkeit im operativen PCO
3.4.2. Leistungsfähigkeit im strategischen PCO
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Kennzahlen innerhalb des Personalcontrollings. Das primäre Ziel besteht darin zu klären, inwiefern Kennzahlen auch für das qualitative und strategische Personalcontrolling nutzbar gemacht werden können, um die Steuerung und Evaluierung personalwirtschaftlicher Maßnahmen zu unterstützen.
Aussagekraft der angeordneten Fluktuation
Für die Personalfreisetzung hat die angeordnete Fluktuationsquote Kontrollfunktion. Wird ein Soll für den Abbau von Personal festgelegt und dann mit dem Ist verglichen, gibt dies Auskunft über die Effizienz der Freisetzungsmaßnahmen.
Wenn keine Maßnahmen zum bewussten Personalabbau durchgeführt wurden, können auch Rückschlüsse auf die Effizienz der Personaleinsatzplanung (bei Mitarbeitern längerer Betriebszugehörigkeit) oder Personalbeschaffung (bei neuen Mitarbeitern) gezogen werden. Wenn die angeordnete Fluktuation sehr hoch ist, bedeutet das unter Umständen, dass häufig ungeeignete Mitarbeiter eingesetzt wurden, so dass sich das Unternehmen von ihnen trennen musste.
Fluktuationsquoten dienen als wertvolle Planungs- und Kontrollinformation für verschiedene personalwirtschaftliche Funktionsbereiche.
Die Quote ist zudem ein Frühwarnindikator für sinkende Arbeitszufriedenheit im Unternehmen. Allerdings besteht kein zwingender Zusammenhang. Das PCO muss erst analysieren, ob tatsächlich Rückschlüsse auf die Zufriedenheit gezogen werden können. Dabei müssen andere Informationen in Form von anderen Kennzahlen, über das interne Betriebsgeschehen oder über externe Determinanten herangezogen werden.
Die Fluktuationsquote bedarf einer umfangreichen Untergliederung. Bei der Betrachtung nur einer Quote, ohne Untergliederung nach Gründen, Qualifikationen, freiwilliger und angeordneter Fluktuation, kann das Informationspotential dieser Kennzahl nicht erschöpfet werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Wandel der Personalwirtschaft ein und definiert das Personalcontrolling (PCO) als notwendiges Instrument zur Steuerung. Die Problemstellung verdeutlicht, warum die Messung des Erfolgs personalwirtschaftlicher Prozesse über Kennzahlen eine Herausforderung darstellt.
2. Controlling in der Personalwirtschaft: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Controllings sowie das PCO im Speziellen erarbeitet. Es werden Funktionen wie Informationsbeschaffung, Koordination und Früherkennung beleuchtet und verschiedene methodische Ansätze des PCO vorgestellt.
3. Personalcontrolling mit Kennzahlen: Der Hauptteil diskutiert die Bedeutung von Kennzahlen und -systemen für das PCO. Es werden spezifische Kennzahlen wie Fluktuationsrate, Absentismusrate und Arbeitsproduktivität analysiert sowie deren Verknüpfung und Leistungsfähigkeit im operativen und strategischen Kontext bewertet.
4. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Kennzahlen zwar eine wichtige Unterstützung für das Personalcontrolling bieten, jedoch nicht den alleinigen Maßstab bilden dürfen und stets durch qualitative Analysen ergänzt werden müssen.
Personalcontrolling, Kennzahlen, Personalwirtschaft, Fluktuationsrate, Absentismusrate, Arbeitsproduktivität, Leistungsgrad, Personalplanung, Unternehmenssteuerung, Frühwarnindikator, Arbeitszufriedenheit, Effizienz, Strategisches Personalmanagement, Kennzahlensysteme, Personalbeschaffung
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz und der Leistungsfähigkeit von Kennzahlen im Personalcontrolling und untersucht, wie diese zur Steuerung und Evaluierung personalwirtschaftlicher Prozesse genutzt werden können.
Die zentralen Felder sind die Grundlagen des allgemeinen Controllings, die speziellen Anforderungen des PCO, die Klassifikation und Funktion von Kennzahlen sowie die praktische Anwendung spezifischer Personal-Kennzahlen.
Das Hauptziel ist zu untersuchen, inwieweit Kennzahlen auch jenseits rein monetärer Größen im qualitativen und strategischen Personalcontrolling anwendbar sind, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die den aktuellen Wissensstand des PCO und der betriebswirtschaftlichen Kennzahlenanalyse zusammenführt, systematisiert und kritisch hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit in der Praxis prüft.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Fundierung von Kennzahlen, die Detailbetrachtung ausgewählter personalwirtschaftlicher Kennzahlen (z.B. Fluktuation, Absentismus, Produktivität) und deren Integration in ein PCO-Gesamtsystem.
Die wichtigsten Begriffe sind Personalcontrolling (PCO), Kennzahlensysteme, Arbeitszufriedenheit, Frühwarnfunktion sowie operative und strategische Steuerung der Personalressourcen.
Diese Differenzierung ist entscheidend, da beide Fluktuationsarten unterschiedliche Ursachen und Konsequenzen haben; während freiwillige Fluktuation oft auf Arbeitsunzufriedenheit hindeutet, reflektiert angeordnete Fluktuation eher die Effizienz der Freisetzung oder die Qualität der vorausgegangenen Personalbeschaffung.
Der Arbeitsmarkt dient als externe Determinante; beispielsweise korrelieren Absentismus- und Fluktuationsraten in der Regel invers zur Arbeitslosenquote, was bei der isolierten Bewertung interner Kennzahlen unbedingt berücksichtigt werden muss, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.
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