Masterarbeit, 2009
95 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Fußball und das Geschlechterverständnis
3 Die Entwicklung des deutschen Frauenfußballs
3.1 Die ersten Ballkontakte
3.2 Der Frauenfußball in Deutschland bis Anfang der 50er Jahre
3.3 Der Frauenfußball bis zur Aufhebung des Verbots 1970
3.4 Zur Einführung der Frauenbundesliga
3.5 Die Gründung der Frauennationalmannschaft
3.6 Die WM 1991 in China
3.7 Die WM 2007 in den USA
4 Die öffentliche Wahrnehmung des Frauenfußballs in Deutschland
4.1 Die Wahrnehmung der WM 1991 in China
4.2 Die Wahrnehmung der WM 2007 in den USA
4.3 WM-Triumph und Ligaalltag – ein Vergleich
5 Fazit und Ausblick auf die WM 2011 in Deutschland
Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung seiner öffentlichen Wahrnehmung in ausgewählten Printmedien. Der Fokus liegt dabei auf der empirischen Analyse der medialen Berichterstattung anlässlich der Weltmeisterschaften 1991 und 2007, um Veränderungen in der gesellschaftlichen Akzeptanz und medialen Darstellung aufzuzeigen.
3.1 Die ersten Ballkontakte
Frauenfußball hatte in seiner Historie nicht nur in Deutschland einen schweren Stand. Von Nichtbeachtung bis Verspottung, von jubelnden Menschenmassen bis Verboten und Sanktionen, spätestens ab den fünfziger Jahren war alles vertreten. Eine erste „Entwicklung“ begann jedoch schon deutlich vor dieser Zeit, auch wenn das Interesse an diesem Sport bei den Frauen hier noch lange nicht so stark ausgeprägt war, wie es in den folgenden Jahrzehnten der Fall sein sollte (Bulla, 2004, 4). Der eigentliche Fußballsport für Frauen, wenn man ihn damals schon so nennen konnte, hatte Deutschland in seiner Entwicklung relativ spät erreicht. Ein genaueres Datum für die allgemeine Entwicklung des Frauenfußballs ist schwer festzulegen, jedoch deuten Übermittlungen verschiedener Historiker auf erste Anhaltspunkte eines fußballähnlichen Frauenspiels in Frankreich hin (ebd., 4). „Im Frankreich des 12. Jahrhundert sollen wackere Bauersfrauen gegen einen mit Schleifchen besetzten Lederball getreten haben“ (Fechtig, 1995, 11).
Neben dem Sport der auch von Inuit-Frauen betrieben wurde, sollen auch im 18. Jahrhundert in Schottland Frauenfußball-ähnliche Spiele stattgefunden haben. Die verheirateten und die unverheirateten Frauen trafen sich jährlich auf den Hügeln über Iverness und nutzten zwei Bäume, sowie eine frisch gefüllte Tierblase als nötige Spielgeräte, um gegeneinander Fußball zu spielen.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den beschwerlichen Weg des Frauenfußballs in Deutschland, hebt den aktuellen Aufschwung hervor und formuliert die zentralen Fragestellungen der Untersuchung.
2 Fußball und das Geschlechterverständnis: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund zur Emanzipation und die historische gesellschaftliche sowie sportwissenschaftliche Benachteiligung von Frauen im Sport.
3 Die Entwicklung des deutschen Frauenfußballs: Es wird ein historischer Abriss der Entwicklung gegeben, von frühen Ansätzen über die Verbotszeit bis hin zur Gründung der Nationalmannschaft und der Einführung der Frauenbundesliga.
4 Die öffentliche Wahrnehmung des Frauenfußballs in Deutschland: Dieser Hauptteil analysiert empirisch, wie ausgewählte Medien die Weltmeisterschaften 1991 und 2007 darstellten und warum ein Diskrepanz zwischen Nationalmannschaft und Ligaalltag besteht.
5 Fazit und Ausblick auf die WM 2011 in Deutschland: Das Fazit resümiert die Fortschritte in der öffentlichen Wahrnehmung, benennt bestehende Probleme im Ligaalltag und blickt optimistisch auf das Potenzial der Heim-WM 2011.
Frauenfußball, DFB, Medienanalyse, Öffentliche Wahrnehmung, Weltmeisterschaft, Frauennationalmannschaft, Frauenbundesliga, Geschlechterrollen, Emanzipation, Sportberichterstattung, DFB-Verbot, Sportgeschichte, Titelverteidigung, Zuschauerinteresse, WM 2011
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland und untersucht, wie dieses Ereignis und die Sportart selbst in ausgewählten Printmedien im Zeitverlauf wahrgenommen und dargestellt wurden.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland, die Rolle der Geschlechter im Sport und die mediale Berichterstattung über bedeutende Turniere.
Ziel ist es, die Entwicklung der öffentlichen Wahrnehmung des Frauenfußballs anhand der Berichterstattung über die Weltmeisterschaften 1991 und 2007 kritisch gegenüberzustellen und zu vergleichen.
Der Autor wendet eine empirische Untersuchung ausgewählter Medien als Primärquellen an und geht dabei nach einer qualitativen, historisch-quellenorientierten Methode vor.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung (Kapitel 3) und die medienanalytische Untersuchung der öffentlichen Wahrnehmung (Kapitel 4), wobei der Vergleich zwischen verschiedenen Weltmeisterschaften und der Liga-Alltag beleuchtet werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Frauenfußball, DFB, öffentliche Wahrnehmung, Medienanalyse und die spezifische Historie von der Verbotszeit bis zum Weltmeistertitel.
Die WM 1991 war das erste offizielle Weltmeisterschaftsturnier für Frauen; ihre Berichterstattung dient als Vergleichsbasis, um die Fortschritte und Veränderungen bis zur WM 2007 aufzuzeigen.
Während die Nationalmannschaft durch internationale Erfolge eine hohe mediale Präsenz und Wertschätzung erfährt, fristet die Frauenbundesliga trotz sportlicher Qualität medial weiterhin ein Schattendasein.
Der DFB lehnte den Frauenfußball über Jahrzehnte hinweg ab und belegte ihn bis 1970 mit einem Verbot, was die Entwicklung erheblich verzögerte und erst durch den Druck gesellschaftlicher Veränderungen aufgebrochen wurde.
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