Bachelorarbeit, 2008
100 Seiten, Note: 1,0
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
2. Einleitung
3. Einführung in die Thematik dieser Arbeit
3.1 Was versteht man unter Private Equity
3.2 Gang der Untersuchung
3.3 Chancen und Risiken von Private Equity Beteiligungen
3.3.1 Chancen im Bereich Finanzierung
3.3.2 Chancen im Bereich Know-how
3.3.3 Risiken
4. Bewertung einer Beteiligung durch Private Equity anhand eines Modells
4.1 Grundlagen des Modells
4.2 Bewertung von vier verschiedenen Aspekten
4.2.1 Kennzahlen der Ertragslage
4.2.2 Kennzahlen der Finanzierungslage
4.2.3 Kennzahlen der Investitions- und Ausschüttungspolitik
4.2.4 Kennzahlen zur Entwicklung des Unternehmens unter sozialen Gesichtspunkten
4.2.5 Weitere mögliche Bewertungskriterien
4.3 Funktionsweise des Modells
5. Exemplarische Anwendung des Modells
5.1 Anwendung des Modells auf die Beteiligung der Carlyle Group an der BERU AG
5.2 Einbeziehung der bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten in das Urteil des Modells
5.3 Exemplarische Beurteilung der Bilanzpolitik der BERU AG vor und nach der Beteiligung durch die Carlyle Group
6. Kritische Würdigung
6.1 Kritische Würdigung des Bewertungsmodells
6.2 Kritische Würdigung der Einbeziehung der bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten
7. Schlussbemerkung
Die Arbeit entwickelt ein Scoring-Modell, um die Auswirkungen von Private-Equity-Beteiligungen auf Unternehmen zu bewerten und zu untersuchen, ob die Kapitalgeber den Unternehmenswert nachhaltig steigern oder lediglich kurzfristige Gewinnmaximierung betreiben.
3.1 Was versteht man unter Private Equity
Private Equity bedeutet übersetzt soviel wie „privates Eigenkapital“. Als Oberbegriff umfasst Private Equity den gesamten Markt für privates Beteiligungskapital. Das Kapital stammt meist von privatwirtschaftlichen institutionellen Investoren, wie z.B. Pensionskassen, Versicherungen oder Banken, allerdings können auch vermögende Privatpersonen Kapital zur Verfügung stellen. Diese Kapitalgeber stellen die zu investierenden Mittel Fondsgesellschaften zur Verfügung, die damit Firmenanteile von ausgewählten Unternehmen, von denen sie überdurchschnittliche Gewinnchancen erwarten, kaufen.
Das heute wichtigste Private Equity Segment stellen die sog. „Buyout-Transaktionen“ dar, weshalb an dieser Stelle kurz darauf eingegangen werden soll. Private Equity wird in diesem Bereich hauptsächlich zur Übernahme und Restrukturierung von Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen eingesetzt. Für einen Buyout erscheinen v.a. bereits etablierte Unternehmen interessant, da hier das Risiko der Investition im Vergleich zu Investitionen in Unternehmen, die sich noch in der Gründungsphase befinden, gering ist. Einen wichtigen Teilbereich des Buyout-Segments stellt der sog. „Leveraged Buyout“ dar, bei dem die Übernahme zu großen Teilen mit Fremdkapital finanziert wird.
2. Einleitung: Vorstellung der öffentlichen Debatte über Private-Equity-Gesellschaften und Definition der zentralen Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf Unternehmen.
3. Einführung in die Thematik dieser Arbeit: Grundlagen zu Private Equity und Buyout-Transaktionen sowie Erläuterung der allgemeinen Chancen und Risiken.
4. Bewertung einer Beteiligung durch Private Equity anhand eines Modells: Detaillierte Darstellung des entwickelten Scoring-Modells und der relevanten Kennzahlen aus vier betriebswirtschaftlichen Bereichen.
5. Exemplarische Anwendung des Modells: Anwendung der abstrakten Methode auf das konkrete Beispiel der Carlyle-Beteiligung an der BERU AG unter Berücksichtigung bilanzpolitischer Faktoren.
6. Kritische Würdigung: Reflexion über die Aussagekraft und Grenzen des Modells, insbesondere hinsichtlich der subjektiven Gewichtung und der Datenverfügbarkeit.
7. Schlussbemerkung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer empirischer Untersuchungen.
Private Equity, Buyout-Transaktionen, Scoring-Modell, Unternehmensbewertung, Bilanzanalyse, BERU AG, Carlyle Group, Ertragslage, Finanzierungslage, Leverage-Effekt, Investitionspolitik, Kennzahlen, Unternehmensethik, Unternehmensentwicklung, nachhaltiges Betriebsergebnis.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Private-Equity-Investoren auf Unternehmen und stellt ein Modell vor, um zu beurteilen, ob diese Auswirkungen positiv („Segensbringer“) oder negativ („Heuschrecken“) zu werten sind.
Die zentralen Felder sind die Finanzierung, die Ertragslage, die Investitionsstrategie sowie die soziale Verantwortung von Unternehmen unter Private-Equity-Einfluss.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Instrumentariums, mit dem festgestellt werden kann, ob eine Beteiligung strategisch auf die Zukunft ausgerichtet ist oder lediglich dem Entzug von Liquidität dient.
Es wird ein quantitatives Scoring-Modell angewandt, das den Zeitvergleich von Finanzkennzahlen vor und nach der Beteiligung nutzt und durch eine bilanzpolitische Analyse ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Entwicklung des Bewertungsmodells und dessen Anwendung auf das Fallbeispiel der BERU AG.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Private Equity, Buyout, Scoring-Modell, Kennzahlen, Bilanzpolitik und die Fallstudie BERU AG.
Dies erfolgt durch die Berechnung der Rentabilität aus der nachhaltigen Geschäftstätigkeit, die das Betriebsergebnis ins Verhältnis zum Gesamtkapital setzt.
Die Analyse der Bilanzpolitik ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Kennzahlenvergleiche über mehrere Jahre hinweg vergleichbar sind und nicht durch rein bilanzielle Änderungen verzerrt werden.
Diese Kennzahl soll als Indikator für die Finanz- und Ertragskraft sowie die Liquidität des Unternehmens dienen und zeigen, wie effektiv das Umlaufvermögen bewirtschaftet wird.
Die Analyse der BERU AG zeigt für den untersuchten Zeitraum eine leicht verbesserte Gesamtnote, was der pauschalen „Heuschrecken“-Kritik in diesem konkreten Einzelfall widerspricht.
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