Masterarbeit, 2023
82 Seiten
1.0 Einleitung
1.1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2.0 Der völkerrechtliche Status der Ukraine
3.0 Forschungsstand und theoretischer Rahmen
3.1. Aktueller Forschungsstand
3.2. Geschichtspolitik in Russland- Instrumentalisierung von Geschichte für politische Ansprüche
4.0 Einordnung und Darstellung der Quellen
4.1. Begründung zur Auswahl der Quellen
4.2. Article by Vladimir Putin ”On the Historical Unity of Russians and Ukrainians“
4.3. Address by the President of the Russian Federation 24.02.2022
4.4. Signing of treaties on accession of Donetsk and Lugansk people's republics and Zaporozhye and Kherson regions to Russia
5.0 Die russischen Narrative des Krieges
5.1. Russland, die Ukraine und Belarus als dreieinige Nation
5.2. Das ewige ukrainische Bestreben nach „Wiedervereinigung“ mit dem russländischen Volk
5.3. Die Ukraine als Geisel des westlichen Willens
5.4. Der Westen als Nachfolger einer „anti-moskowitischen- Rus“
6.0 Ergebnisse
7.0 Diskussion
8.0 Fazit und Ausblick
8.1. Zusammenfassung der Erkenntnisse
8.2. Ausblick
9.0 Quellen- und Literaturverzeichnis
9.1. Quellenverzeichnis
9.2. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, wie die Russländische Föderation Geschichte aktiv als Instrument nutzt, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu legitimieren und das politische System unter Vladimir Putin nach innen und außen zu festigen.
Die staatlich geführte russische Geschichtspolitik
Die staatlich geführte russische Geschichtspolitik hat eine nachhaltige Bedeutung auf den russischen Angriffskrieg. Sie dient dazu das politische System unter Putin nach innen und außen zu legitimieren. Aus der Instrumentalisierung der Geschichte können innen- und außenpolitische Ansprüche für die Gegenwart und Zukunft abgeleitet werden. Mit dieser engen Verknüpfung der russischen Innen- und Außenpolitik leistet die staatlich geführte Geschichtspolitik ihren Beitrag zu dem aktiven Selbsterhalt des politischen Systems unter Putin. Gegenstand der vorliegenden Untersuchung soll daher die Analyse dieser Mechanismen russischer Geschichtspolitik sein.
1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ein und umreißt die Rolle der staatlichen Geschichtspolitik als zentrales Legitimationsinstrument.
2.0 Der völkerrechtliche Status der Ukraine: Hier wird der völkerrechtliche Status der Ukraine als souveräner Staat beleuchtet, insbesondere im Kontext der mangelnden Akzeptanz durch die Russländische Föderation und historischer Hintergründe.
3.0 Forschungsstand und theoretischer Rahmen: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur russischen Geschichtspolitik und definiert den theoretischen Rahmen für die Analyse der Instrumentalisierung von Geschichte.
4.0 Einordnung und Darstellung der Quellen: Dieses Kapitel begründet die Auswahl der drei zentralen Quellen von Vladimir Putin und ordnet diese in ihren zeitlichen und politischen Kontext ein.
5.0 Die russischen Narrative des Krieges: Hier werden vier zentrale Narrative analysiert, die zur Rechtfertigung des Krieges und zur Konstruktion eines russischen Geschichtsbildes dienen.
6.0 Ergebnisse: Dieser Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, wie die Narrative zur Konstruktion einer kontinuierlichen russischen Geschichte und zur kriegerischen Legitimation beitragen.
7.0 Diskussion: Es findet eine reflektierte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen statt, wobei insbesondere die zunehmende Radikalisierung der Geschichtspolitik diskutiert wird.
8.0 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Nutzung von Geschichte als Herrschaftsdiskurs und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe bezüglich der russischen Geschichtspolitik.
9.0 Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Quellen und der wissenschaftlichen Literatur.
Russland, Ukraine, Angriffskrieg, Geschichtspolitik, Narration, Legitimation, Völkerrecht, Souveränität, Instrumentalisierung, Vladimir Putin, Geschichtsmythen, Identität, Souveränität, Propaganda
Die Arbeit analysiert, wie die Russländische Föderation gezielt historische Narrative einsetzt, um ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine zu legitimieren und das eigene politische System zu stabilisieren.
Im Zentrum stehen die russische Geschichtspolitik, Konzepte nationaler Identität, völkerrechtliche Fragestellungen zur Souveränität der Ukraine sowie die Analyse staatlicher Propagandareden.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Geschichte durch Vladimir Putin und sein Regime umgedeutet wird, um den gegenwärtigen imperialen Machtanspruch und den Angriffskrieg moralisch und historisch zu rechtfertigen.
Die Arbeit basiert auf einer quellenanalytischen Untersuchung, bei der gezielt Aufsätze und Reden von Vladimir Putin aus dem Zeitraum Juli 2021 bis September 2022 dekonstruiert und mit dem Stand der aktuellen Forschung verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen staatlicher Geschichtspolitik sowie die detaillierte Analyse spezifischer Kernnarrative wie der "Dreieinigkeit" von Russland, Ukraine und Belarus.
Geschichtspolitik, russischer Angriffskrieg, Legitimation, Souveränität der Ukraine, imperiale Narrative und ideologische Manipulation sind die prägenden Begriffe.
Der Begriff "russisch" bezieht sich auf die ethnische Identität, während "russländisch" die gesamtstaatliche, territoriale Dimension des multiethnischen Staates bezeichnet.
Die NATO wird von Vladimir Putin nicht nur als geopolitischer Akteur, sondern als zentraler Antagonist konstruiert, der durch Osterweiterung und vermeintliche Verräterei die Existenz und Kultur Russlands gezielt zerstören will.
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