Diplomarbeit, 2008
70 Seiten, Note: 2,7
1 EINLEITUNG
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Problemstellung
1.3 Gang der Untersuchung
2 DIE UNMDG
2.1 Definition
2.2 Entstehung der UNMDG
2.3 Soll-Ist-Vergleich
3 WIRKUNGSZUSAMMENHÄNGE ZUM ERREICHEN DER UNMDG
3.1 Methodische Einschränkungen
3.2 Direkte Einflüsse auf das Erreichen der UNMDG
3.2.1 EH
3.2.1.1 Motive und Ziele der EH in der Empirie
3.2.1.2 Arten und Fristen von EH
3.2.1.3 EH und die UNMDG
3.2.2 WW
3.2.3 Governance und Demokratie
3.2.4 Externe Umstände
3.3 Indirekte und interdependente Einflüsse auf das Erreichen der UNMDG
3.3.1 EH auf WW
3.3.1.1 Theorie des Big Push
3.3.1.2 EH mit abnehmenden Grenznutzen
3.3.2 EH und Governance
3.3.3 Governance und WW
3.3.4 Korruption
4 GRENZEN DER EH ZUM ERREICHEN DER UNMDG
4.1 Anreize
4.2 Fungibilität
4.3 Holländische Krankheit
5 MÖGLICHKEITEN ZUR STEIGERUNG DER WIRKSAMKEIT VON EH
5.1 Überblick
5.2 Konditionalität vs. Selektivität
5.2.1 Konditionalität
5.2.2 Selektivität
5.3 Bottom-Up vs. Top-Down
6 Alternativen und ergänzende Instrumente
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Entwicklungshilfe (EH) als Instrument zum Erreichen der Millenniumsziele der Vereinten Nationen (UNMDG). Dabei wird analysiert, inwiefern die EH tatsächlich zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Entwicklungsländern beiträgt und welche Faktoren ihre Wirksamkeit beeinflussen.
3.2.1.2 Arten und Fristen von EH
Aufgrund der Tatsache, dass EH aus unterschiedlichsten Motiven gewährt wird, ist es sinnvoll, die Hilfe nach Arten zu unterteilen. Ebenso ist es sinnvoll, kurzfristige und langfristige Effekte der EH zu unterscheiden. Dovern und Nunnenkamp (2006:14) fanden Beweise dafür, dass die EH kurzfristige Wachstumseffekte fördert. Da nicht jede EH eine Investition ist, ist auch nicht zu erwarten, dass sie ein höheres WW auslöst. So ist dies z.B. bei der Nothilfe nicht der Fall.
Als robusteste Hauptdeterminante für WW gilt Kapitalakkumulation. EH wird jedoch aus vielen Gründen gewährt, daher ist es nicht sinnvoll anzunehmen, dass die Kapitalakkumulation in Höhe der EH zunimmt. Somit ist die EH, die nicht wirtschaftsfördernd, sondern aus z.B. humanitären Gründen eingesetzt wird, gesondert einzubeziehen, da sie nicht zwangsläufig zu einer Erhöhung der Kapitalakkumulation beiträgt. Ebenfalls ist nicht zu erwarten, dass sich langfristig angelegte Investitionen, wie beispielsweise bildungsfördernde Maßnahmen bei Kindern, in der kurzen Frist auszahlen. Für Untersuchungen wird empfohlen EH zu separieren, um unterschiedliche Effekte zu bestimmen (Vgl. Clemens et al. 2004:2 und Sandholt Jensen, Paldam 2006:168).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der UNMDG, Definition der Problemstellung und Überblick über den Gang der Untersuchung.
2 DIE UNMDG: Definition und Entstehung der Millenniumsziele sowie ein Soll-Ist-Vergleich des Zielerreichungsgrades.
3 WIRKUNGSZUSAMMENHÄNGE ZUM ERREICHEN DER UNMDG: Analyse der direkten und indirekten Einflussfaktoren, einschließlich EH, Wirtschaftswachstum, Governance und externer Bedingungen.
4 GRENZEN DER EH ZUM ERREICHEN DER UNMDG: Untersuchung der Hürden bei der Vergabe von EH, wie Anreizprobleme, Fungibilität und der Effekt der Holländischen Krankheit.
5 MÖGLICHKEITEN ZUR STEIGERUNG DER WIRKSAMKEIT VON EH: Evaluation von Strategien zur Verbesserung der EH-Wirksamkeit, wie Selektivität im Vergleich zur Konditionalität sowie Bottom-Up-Ansätze.
6 Alternativen und ergänzende Instrumente: Vorstellung ergänzender Vergabeformen und innovativer Ansätze neben der klassischen Entwicklungshilfe.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der gewonnenen Erkenntnisse und ein kurzer Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der EH.
Entwicklungshilfe, UNMDG, Millenniumsziele, Wirtschaftswachstum, Governance, Korruption, Armutsbekämpfung, Konditionalität, Selektivität, Fungibilität, Holländische Krankheit, Institutionen, Entwicklungszusammenarbeit, Bildung, Infrastruktur.
Die Arbeit untersucht die Effektivität von Entwicklungshilfe im Hinblick auf das Erreichen der UNMDG und analysiert die komplexen Zusammenhänge zwischen Hilfszahlungen, Wirtschaftswachstum und Regierungsqualität.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Governance, der Art der EH-Vergabe, den Grenzen der Hilfe sowie dem Einfluss von Wirtschaftswachstum auf die Armutsreduktion.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, unter welchen Bedingungen Entwicklungshilfe am wirksamsten dazu beitragen kann, die Millenniumsziele zu erreichen.
Es wird eine Literatur- und Theorieanalyse durchgeführt, die empirische Studien und Konzepte der Entwicklungsökonomie kombiniert, um die Wirkungszusammenhänge zu diskutieren.
Der Hauptteil analysiert direkte und indirekte Einflüsse auf die UNMDG, diskutiert methodische Herausforderungen und bewertet Instrumente zur Steigerung der Wirksamkeit.
Kernbegriffe sind Entwicklungshilfe, Governance, UNMDG, Wirtschaftswachstum, Konditionalität und Selektivität.
Die Arbeit zeigt, dass aggregierte EH-Daten oft verzerrt sind. Eine Differenzierung nach humanitärer Nothilfe und langfristigen Investitionen ist notwendig, da ihre Wirkungsmechanismen auf das Wirtschaftswachstum fundamental verschieden sind.
Korruption gilt als gewichtigste Komponente schlechter Governance. Die Arbeit verdeutlicht, dass Hilfsgelder in hoch korrupten Umgebungen oft ihr Ziel verfehlen, was die Bedeutung der Selektivität unterstreicht.
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