Examensarbeit, 2009
74 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Fachwissenschaftliche Bemerkungen
2.1 Die historische Entwicklung des Rugbysports
2.2 Der Spielgedanke der Rugbysportart
2.2.1 Gruppenkämpfe
2.3 Der Begriff der Spielfähigkeit
2.4 Der Begriff der Sozialkompetenz
3. Unterrichtsbedingungen
3.1 Bemerkungen zur Lerngruppe
3.2 Situative Bedingungen
4. Didaktische Analyse der Unterrichtsreihe
4.1 Einordnung in den Lehrplan und Relevanz des Themas
4.2 Didaktische Überlegungen und Entscheidungen
4.3 Überblick über die Lernziele der Unterrichtsreihe
4.3.1 Groblernziele
4.3.2 Feinlernziele
5. Methodische Analyse der Unterrichtsreihe
6. Lernerfolgskriterien und Leistungsbewertung
7. Aufbau der Unterrichtsreihe
8. Darstellung der praktischen Umsetzung
8.1 Detaillierte Darstellung der ersten Stunde: Partner- und Gruppenpiele zur Vorbereitung auf den Körperkontakt und Förderung der Sozialkompetenz
8.1.1 Lernziele
8.1.2 Didaktische Bemerkungen
8.1.3 Methodische Bemerkungen
8.1.4 Tabellarisch dargestellter Unterrichtsverlauf
8.1.5 Tatsächlicher Verlauf der Stunde und Nachbetrachtung
8.2 Detaillierte Darstellung der zweiten Stunde: Einführung in die Technik des Ballhandlings in der Grobform und einer vereinfachten Form des Rugbyspiels
8.2.1 Lernziele
8.2.2 Didaktische Bemerkungen
8.2.3 Methodische Bemerkungen
8.2.4 Tabellarisch dargestellter Unterrichtsverlauf
8.2.5 Tatsächlicher Verlauf der Stunde und Nachbetrachtung
8.3 Darstellung der dritten Unterrichtseinheit: Einführung in das Rückpassen und Festigung des Ballhandlings
8.3.1 Lernziele
8.3.2 Kurze allgemeine Vorüberlegungen
8.3.3 Tabellarisch dargestellter Unterrichtsverlauf
8.3.4 Tatsächlicher Verlauf der Stunde und Nachbetrachtung
8.4 Darstellung der vierten Unterrichtseinheit: Einführung von Halten und Blocken des Ballträgers
8.4.1 Lernziele
8.4.2 Kurze allgemeine Vorüberlegungen
8.4.3 Tabellarisch dargestellter Unterrichtsverlauf
8.4.4 Tatsächlicher Verlauf der Stunde und Nachbetrachtung
8.5 Darstellung der fünften Unterrichtseinheit: Einführung des Gruppenkampfs anhand des „Pakets“ in der Grobform
8.5.1 Lernziele
8.5.2 Kurze allgemeine Vorüberlegungen
8.5.3 Tabellarisch dargestellter Unterrichtsverlauf
8.5.4 Tatsächlicher Verlauf der Stunde und Nachbetrachtung
8.6 Darstellung der sechsten Unterrichtseinheit: Übung und Festigung im Umgang mit dem Ball und der Paketbildung
8.6.1 Lernziele
8.6.2 Kurze allgemeine Vorüberlegungen
8.6.3 Tabellarisch dargestellter Unterrichtsverlauf
8.6.4 Tatsächlicher Verlauf der Stunde und Nachbetrachtung
9. Auswertung der Unterrichtsreihe
Die vorliegende pädagogische Hausarbeit verfolgt das Ziel, die weitgehend unbekannte Sportart Rugby durch eine systematische Unterrichtsreihe in einer neunten Gymnasialklasse einzuführen, um den sportlich-kulturellen Horizont der Schüler zu erweitern und gleichzeitig zentrale soziale sowie motorische Kompetenzen zu fördern.
2.1 Die historische Entwicklung des Rugbysports
Der Legende nach soll Rugby während eines Fußballspiels in der gleichnamigen Stadt entstanden sein. Als die Mannschaft des englischen Schülers William Webb Ellis 1823 ein Fußballspiel austrug, nahm er unter „Missachtung der Regeln“ plötzlich den Ball in die Hand und lief in Richtung gegnerisches Tor, um ihn dort abzulegen. Durch seine Mitspieler verfolgt, entwickelte sich daraus eine völlig neue Art des Ballspiels. Dieses Laufen mit dem Ball ist auch heute noch im modernen Wettkampfrugby das charakteristische Merkmal des Spiels. Anfangs wurde Rugby hauptsächlich an der Schule von Rugby, später an Privatschulen und Universitäten gespielt. Da die Sportart ihren Ursprung im Schulbetrieb hatte, war sie zunächst an keinerlei einheitliche Regeln gebunden. In der Privatschule Rugby gab der Schulleiter den Schülern freie Hand, wie sie ihre sportlichen Freizeitaktivitäten gestalteten, „jedoch mit der Auflage, Entscheidungen und Veränderungen auf dem Spielfeld demokratisch zu klären.“
Dies bewirkte, dass ständig über die Regeln des Spiels und mögliche Veränderungen in Versammlungen debattiert wurde. So wurde das modifizierte Fußballspiel immer wieder durch Schüler und Lehrer weiterentwickelt. Mit der Zeit erfreute sich das neu entstandene Spiel großer Beliebtheit und war ein fester Bestandteil vieler Schüler in ihrer Freizeitbeschäftigung. Besonders in der Privatschule Rugby, später auch in anderen englischen Schulinstitutionen, wurde diese Sportart gefördert, um die Jugendlichen von der Straße fernzuhalten. Die erzieherischen Vorteile des Sports wurden von vielen Pädagogen erkannt und sie nutzten das Rugbykonzept für die Förderung und Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit. Diese Sportart wurde in ihrer Entwicklung als ein Instrument der Erziehung durch Bewegung angesehen und genutzt. Dem englischen Schüler in Rugby mit seinem oft undisziplinierten und rauen Verhalten wollte man durch die Ausübung der Sportart Rugby Grenzen und Regeln aufzeigen.
1. Einleitung: Darstellung der persönlichen und pädagogischen Motivation, Rugby als neue Sportart in den Schulsport einzuführen, um den Horizont der Schüler zu erweitern.
2. Fachwissenschaftliche Bemerkungen: Erläuterung der historischen Entwicklung von Rugby sowie Klärung der Kernbegriffe Spielfähigkeit und Sozialkompetenz.
3. Unterrichtsbedingungen: Analyse der Lerngruppe und der räumlich-materiellen Voraussetzungen am Albert-Schweitzer-Gymnasium für die geplante Unterrichtsreihe.
4. Didaktische Analyse der Unterrichtsreihe: Herleitung der didaktischen Schwerpunkte und Begründung der Auswahl von Spielinhalten unter Berücksichtigung des Lehrplans.
5. Methodische Analyse der Unterrichtsreihe: Begründung der gewählten Lehr- und Lernwege, insbesondere der spielgemäßen Methode und der Berücksichtigung offener Unterrichtsformen.
6. Lernerfolgskriterien und Leistungsbewertung: Beschreibung der Kriterien zur Erfassung der speziellen Spielfähigkeit sowie der Gewichtung von Eindrücken zur Sozialkompetenz.
7. Aufbau der Unterrichtsreihe: Überblick über die sechs geplanten Unterrichtseinheiten mit ihren jeweiligen Stundenschwerpunkten.
8. Darstellung der praktischen Umsetzung: Detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der sechs einzelnen Unterrichtseinheiten.
9. Auswertung der Unterrichtsreihe: Zusammenfassende Reflexion der Lernziele, der Wirksamkeit der gewählten Methode und des erzieherischen Wertes des Rugbysports.
Rugby, Schulsport, Spielfähigkeit, Sozialkompetenz, Körperkontakt, Fair-Play, Gruppenkampf, Paket, Bewegungsspiel, Vermittlungskonzept, Sportdidaktik, Schulsport, Ballhandling, Unterrichtsplanung, Persönlichkeitsentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Umsetzung einer Unterrichtsreihe zur Einführung der Sportart Rugby in einer neunten Klasse eines Gymnasiums, wobei der Fokus auf der Förderung von Spielfähigkeit und Sozialkompetenz liegt.
Im Zentrum stehen die didaktische Begründung für den Einsatz von Rugby im Sportunterricht, die methodische Vermittlung technischer Grundlagen sowie der gezielte Aufbau sozialer Kompetenzen durch körperbetonte Spielformen.
Das Ziel ist es, zu zeigen, wie eine weltweit verbreitete, aber in Deutschland als Randsportart wahrgenommene Sportart erfolgreich in den Unterricht integriert werden kann, um sowohl sportliche Handlungsfähigkeiten als auch soziale Lernprozesse zu fördern.
Es wurde eine didaktisch-methodische Analyse vorgenommen, die auf dem "spielgemäßen Konzept" basiert und deduktive sowie induktive Lehrschritte zur Förderung der Spielfähigkeit kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Vorüberlegungen, eine didaktische Analyse, eine methodische Reflexion sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung von sechs aufeinanderfolgenden Unterrichtseinheiten.
Rugby, Schulsport, Spielfähigkeit, Sozialkompetenz, Fair-Play und methodische Vermittlungskonzepte sind die tragenden Begriffe der Arbeit.
Aufgrund fehlender weicher Bodenbeläge in der Schule und der notwendigen langen Übungsdauer, um Verletzungsrisiken zu minimieren, wurde das Tackling didaktisch aus der Planung entfernt.
Das Paket dient als zentrales Element zur Förderung der Kooperation und Raumgewinnung im Spiel; es wurde gewählt, da es sicherheitstechnisch für den Schulsport besser geeignet ist als andere Gruppenkampfvarianten.
Die Bewertung erfolgte primär über eine "Eindrucksnote", die die allgemeine Spielleistung, die Einhaltung von Fair-Play-Regeln und die Mitarbeit während der Unterrichtsstunden berücksichtigte.
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