Masterarbeit, 2021
96 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Methodisches Vorgehen
2. Ernährung aus nationaler Perspektive
2.1 Historische Entwicklung derzeitiger Ernährungssysteme in Deutschland
2.1.1 Bodenversiegelung und ihre Folgen
2.1.2 Verfügbarkeit landwirtschaftlich genutzter Flächen
2.1.3 Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft in Deutschland
2.1.4 Angebot und Nachfrage an Nahrungsmitteln in Deutschland
2.2 Existierende Ernährungssysteme in Deutschland
2.2.1 Intensivierung der Landwirtschaft
2.2.2 Intensivierung der Tierhaltung
2.2.3 Rural-Urban-Nexus
2.2.4 Innovative urbane Ernährungskonzepte
3. Ernährung und nachhaltige Entwicklung
3.1 Nachhaltige Ernährung
3.2 Die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung
3.2.1 Ernährung und Gesundheit in der Agenda 2030 (SDGs 1, 2, 3 und 6)
3.2.2 Nachhaltige Land-Stadt-Beziehungen in der Agenda 2030 (SDG 11)
3.2.3 Ernährung und Umweltschutz in der Agenda 2030 (SDGs 12 und 15)
4. Regionale Ernährungssysteme
4.1 Indoor-Farming und Rooftop-Farming
4.2 Zielvorstellungen regionaler und nachhaltiger Ernährungssysteme
4.3 Politische Rahmenbedingungen für die Etablierung regionaler und nachhaltiger Ernährungssysteme
5. Das IND zur Optimierung des Zusammenspiels der Nachhaltigkeitsdimensionen bei Ernährungsprojekten
5.1 Handlungsfelder und Indikatoren im IND
5.2 Anwendungsmöglichkeiten des IND
6. Rahmenbedingungen zur Förderung regionaler und nachhaltiger Ernährungssysteme
6.1 Voraussetzungen für eine effiziente und flächendeckende Einführung
6.2 Maßnahmen zur Schaffung eines bewussten und nachhaltigen Konsument:innenverhaltens
6.3 Potenzielle Risiken regionaler Ernährungssysteme
7. Pilotprojekte zukunftsfähige und regionale Ernährungskonzepte
7.1 Green-Farming: der Pilotsupermarkt in Wiesbaden-Erbenheim
7.1.1 Vorstellung des Projektes
7.1.2 Ergebnisse des Projektes
7.1.3 Aus dem Projekt resultierende Herausforderungen
7.2 Der Altmarktgarten in Oberhausen
7.2.1 Vorstellung des Projektes
7.2.2 Ergebnisse des Projektes
7.2.3 Aus dem Projekt resultierende Herausforderungen
8. Bewertung der Projekte auf Grundlage des IND
8.1 Definition von Handlungsfeldern des Pilotsupermarktes im IND
8.2 Entwicklung von Indikatoren
8.3 Definition von Handlungsfeldern des Altmarktgartens im IND
8.4 Entwicklung von Indikatoren
8.5 Liste von Empfehlungen
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Etablierung nachhaltiger und regionaler Ernährungssysteme die langfristige Ernährungssicherheit in Deutschland gewährleisten und zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Agenda 2030 beitragen kann, wobei insbesondere urbane Innovationskonzepte im Fokus stehen.
1. Einleitung
Eine wachsende Weltbevölkerung und sich verändernde Ernährungsgewohnheiten können langfristig die weltweite Ernährungssicherheit gefährden. Menschen konsumieren mehr tierische Produkte (insbesondere Fleisch und Milchprodukte), Zucker, Pflanzenöle und verarbeitete Lebensmittel. Dieser Ernährungstrend fordert einen großen Flächenbedarf. Gleichzeitig werden die landwirtschaftlichen Böden in Folge der intensiven Nutzung belastet und weisen zunehmende Degradationserscheinungen auf, welche deren Bodenfruchtbarkeit und die Produktivität sinken lassen. Ebenso sinkt der Anteil verfügbarer Flächen, weil der Trend zur Urbanisierung dazu führt, dass Siedlungen, Infrastruktur, Straßen oder Gewerbegebiete gebaut werden müssen. Ferner lassen sich Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und der Landwirtschaft beobachten. So sind auf der einen Seite die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen u. a. durch Überschwemmungen oder Hitzeperioden direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen. Auf der anderen Seite ist die Landwirtschaft selbst einer der Haupterzeuger klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2), Lachgas (N2O) und Methan (CH4). Vor diesem Hintergrund setzt sich diese Arbeit mit der Frage auseinander, ob die Etablierung nachhaltiger und regionaler Ernährungssysteme die Ernährungssicherheit in Deutschland langfristig gewährleisten und zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) beitragen kann.
Es gibt verschiedene Lösungsansätze, um diese Herausforderungen zu meistern. Dies schließt u. a. eine Optimierung des Rural-Urban-Nexus (RUN) sowie innovative urbane Ernährungskonzepte, wie Urban Farming oder die vertikale Landwirtschaft, ein. Als Beispiele für innovative urbane Ernährungskonzepte werden im Rahmen dieser Arbeit zwei Projekte vorgestellt und analysiert. Dies ist zum einen ein integriertes Dachgewächshaus, der sogenannte „Altmarktgarten“, in Oberhausen.
1. Einleitung: Vorstellung der Problematik durch wachsende Weltbevölkerung und Klimawandel sowie Definition der Forschungsfrage.
2. Ernährung aus nationaler Perspektive: Analyse der historischen Entwicklung von Ernährungssystemen sowie der Folgen moderner intensiver Landwirtschaft und Tierhaltung.
3. Ernährung und nachhaltige Entwicklung: Einordnung von Ernährungsthemen in den Kontext der Agenda 2030 und der 17 Sustainable Development Goals.
4. Regionale Ernährungssysteme: Vorstellung urbaner Farming-Konzepte (Indoor/Rooftop) und der allgemeinen Zielvorstellungen für regionale Ernährungssysteme.
5. Das IND zur Optimierung des Zusammenspiels der Nachhaltigkeitsdimensionen bei Ernährungsprojekten: Einführung und methodische Erklärung des "integrierenden Nachhaltigkeitsdreiecks" (IND).
6. Rahmenbedingungen zur Förderung regionaler und nachhaltiger Ernährungssysteme: Diskussion notwendiger politischer Rahmenbedingungen und der Förderung eines nachhaltigen Konsumverhaltens.
7. Pilotprojekte zukunftsfähige und regionale Ernährungskonzepte: Detaillierte Analyse des REWE-Pilotsupermarktes und des Altmarktgartens in Oberhausen.
8. Bewertung der Projekte auf Grundlage des IND: Anwendung des IND-Modells auf die beiden Pilotprojekte inklusive konkreter Empfehlungen.
9. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung regionaler Ernährungssysteme.
Ernährungssicherheit, Nachhaltigkeit, Agenda 2030, SDGs, Urban Farming, Indoor-Farming, Rooftop-Farming, Landwirtschaft, Agrarkultur, integrierendes Nachhaltigkeitsdreieck, IND, Ressourceneffizienz, Stadt-Land-Nexus, Ernährungswende, Ernährungssysteme.
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen globaler Ernährungssysteme im Kontext von Ressourcenknappheit, Klimawandel und Urbanisierung und untersucht, wie regionale und nachhaltige Ernährungssysteme in Deutschland dazu beitragen können, Ernährungssicherheit langfristig zu gewährleisten.
Die zentralen Themen sind Bodenversiegelung, die Auswirkungen industrieller Landwirtschaft und Tierhaltung, die Rolle von Städten in der Ernährungspolitik und die praktische Umsetzung urbaner Ernährungskonzepte.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob nachhaltige, regionale Ernährungssysteme die Ernährungssicherheit in Deutschland stärken und wie diese zur Erreichung der internationalen Sustainable Development Goals (SDGs) der Agenda 2030 beitragen können.
Die Arbeit nutzt das Instrument des "integrierenden Nachhaltigkeitsdreiecks" (IND), um die ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen von Ernährungsprojekten systematisch zu analysieren und Handlungsfelder sowie Indikatoren zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Ernährungssysteme, eine theoretische Einbettung in die Agenda 2030 sowie die detaillierte Untersuchung und Bewertung zweier zukunftsweisender Pilotprojekte: den "Altmarktgarten" in Oberhausen und den "Green-Farming"-Supermarkt der REWE Group in Wiesbaden.
Wichtige Begriffe sind Ernährungssicherheit, Urban Farming, Nachhaltigkeitsdreieck, Transformation des Ernährungssystems und regionale Wertschöpfungsketten.
Die Projekte werden als wichtige Innovationsimpulse gewertet, können aber derzeit aufgrund ihres begrenzten Flächenbedarfs und der Fokussierung auf Obst und Kräuter keine vollständige Ernährungssicherung für Grundnahrungsmittel wie Getreide bieten.
Das IND ermöglicht es, die Wechselwirkungen zwischen Ökologie, Ökonomie und Soziales abzubilden, anstatt diese isoliert zu betrachten, was zu einer ganzheitlicheren und strategischeren Planung von Ernährungsprojekten führt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

