Diplomarbeit, 2006
132 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Einsatz des E-Learning in der universitären Lehre
2.1 Begriff des E-Learning
2.2 Formen und Methoden
2.3 Bedeutung, Nutzen und Probleme des E-Learning
3. Auktionstheorie
3.1 Auktionen als Lösungsverfahren zur Verhandlung bei beidseitig-fixiertem Gebotsverhalten
3.2 Begriff der Auktion
3.3 Auktionen vs. Lizitationen
3.4 Teilnehmer einer Auktion und ihre möglichen Rollen
3.5 Statische und dynamische Bayes-Spiele
3.6 Auktionsmodelle
3.6.1 Privatwert-Modell
3.6.2 Gemeinwert-Modell
3.6.3 Milgrom-Weber-Modell
4. Klassische Auktionsverfahren
4.1 Teilnehmer, zugehörige Rollen und der Auktionsgegenstand in klassischen Auktionsverfahren
4.2 First-Price Auktionen
4.2.1 Holländische Auktion
4.2.1.1 Charakteristische Merkmale der Auktionsart
4.2.1.1.1 Verhandlungsgegenstand und -variablen
4.2.1.1.2 Verhandlungsprotokoll und Ablauf
4.2.1.2 Stärken und Schwächen der Holländischen Auktion
4.2.1.3 Realisierbarkeit der Holländischen Auktion über elektronische Netze
4.2.1.4 Lernpotenziale und deren Umsetzung
4.2.2 Einschreibung (First-Price Sealed-Bid)
4.2.2.1 Charakteristische Merkmale der Auktionsart
4.2.2.1.1 Verhandlungsgegenstand und -variablen
4.2.2.1.2 Verhandlungsprotokoll und Ablauf
4.2.2.2 Stärken und Schwächen der Einschreibung
4.2.2.3 Realisierbarkeit der Einschreibung über elektronische Netze
4.2.2.4 Lernpotenziale und deren Umsetzung
4.3 Second-Price Auktionen
4.3.1 Englische Auktion
4.3.1.1 Charakteristische Merkmale der Auktionsart
4.3.1.1.1 Verhandlungsgegenstand und -variablen
4.3.1.1.2 Verhandlungsprotokoll und Ablauf
4.3.1.2 Stärken und Schwächen der Englischen Auktion
4.3.1.3 Realisierbarkeit der Englischen Auktion über elektronische Netze
4.3.1.4 Lernpotenziale und deren Umsetzung
4.3.2 Vickrey-Auktionen (Second-Price Sealed-Bid)
4.3.2.1 Charakteristische Merkmale der Auktionsart
4.3.2.1.1 Verhandlungsgegenstand und -variablen
4.3.2.1.2 Verhandlungsprotokoll und Ablauf
4.3.2.2 Stärken und Schwächen der Vickrey-Auktion
4.3.2.3 Realisierbarkeit der Vickrey-Auktion über elektronische Netze
4.3.2.4 Lernpotenziale und deren Umsetzung
4.4 Auftreten des „Winner’s Curse“ im Bereich der klassischen Auktionsverfahren
4.4.1 Ursachen und Konsequenzen
4.4.2 Lernpotenziale und deren Umsetzung
5. Weitere Auktionsverfahren
5.1 Simultane und sequentielle Mehreinheitenauktionen
5.1.1 Charakteristische Merkmale der Auktionsart
5.1.1.1 Verhandlungsgegenstand und -variablen
5.1.1.2 Verhandlungsprotokoll und Ablauf
5.1.2 Stärken und Schwächen der Mehreinheitenauktion
5.1.3 Realisierbarkeit der Mehreinheitenauktion über elektronische Netze
5.1.4 Lernpotenziale und deren Umsetzung
5.2 Offene und verdeckte Doppelauktionen
5.2.1 Charakteristische Merkmale der Auktionsart
5.2.1.1 Teilnehmer und Rollen
5.2.1.2 Verhandlungsgegenstand und –variablen
5.2.1.3 Verhandlungsprotokoll und Ablauf
5.2.2 Stärken und Schwächen der Doppelauktion
5.2.3 Realisierbarkeit der Doppelauktion über elektronische Netze
5.2.4 Lernpotenziale und deren Umsetzung
6. Zusammenfassung und Vergleich der behandelten Auktionsverfahren
7. Simulation von Auktionen
7.1 Simulation der Versteigerungsmechanismen
7.2 Maschinelle Gegenspieler als Teilnehmer einer Auktion
7.3 Restriktionen des zugrunde gelegten Simulationsmodells und zugehörige Lösungsansätze
8. Fachkonzeptentwurf der Simulationsumgebung
8.1 Prototypische Entwicklung und ihre ergebnisorientierte Darstellung
8.2 Anforderungsanalyse und –definition
8.2.1 Unterstützte Funktionen und ihr Beitrag für den Nutzer
8.2.2 Voraussetzungen der Verfahrensumgebung
8.2.3 Anforderung an die Systemumgebung und eingesetzte Basismaschinen
8.2.4 Eingesetzte Entwicklungsumgebung
8.3 Darstellung des objektorientierten Fachkonzeptentwurfs
9. Softwaretechnische Ebene der Entwicklung der Simulationsumgebung
9.1 Eingesetzte Entwicklungsplattform
9.2 Architektur der Simulationssoftware
9.2.1 Komponenten, Klassen und Packages
9.2.1.1 Grafische Darstellung und Präsentation
9.2.1.2 Anwendungslogik
9.2.1.3 Logikschicht im Bereich des computerisierten Anwenders
9.2.2 Definierte Schnittstellen
9.2.3 Speicherstrukturen und Datenhaltung zur Sicherung der Persistenz
9.3 Realisierung und Implementierung der spezifizierten Komponenten und ihre Integration zum Gesamtsystem
9.4 Dokumentation
9.4.1 Informationen und Hilfestellung zum Gebrauch der Simulationsumgebung
9.4.2 Integration der zu vermittelnden Auktionstheorie
10. Abschließende Praxistests und Evaluation der Nutzerakzeptanz
11. Zusammenfassung, Resümee und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist der Entwurf einer Simulationssoftware, die theoretische Erkenntnisse der Auktionstheorie für den Nutzer praktisch erfahrbar macht, um Lehrinhalte interaktiv und multimedial zu vermitteln. Dabei soll die Software in ein E-Learning-Management-System integriert werden und eine Interaktion zwischen Anwendern sowie Softwareagenten ermöglichen.
3.2 Begriff der Auktion
Auktionen stellen seit jeher ein probates Mittel dar, um Leistungen zu veräußern. Sie werden vor allem dann für einen Versteigerer interessant, wenn er die Zahlungsbereitschaft der potentiellen Käufer für den Auktionsgegenstand nicht kennt [Ber+06, S. 227]. Der Begriff „Auktion“ leitet sich vom lateinischen Verb „augere“ ab, was zu deutsch vermehren oder vergrößern bedeutet und somit den Fokus auf den pro Gebotsschritt steigenden Preis richtet.
Ein Auktionsverfahren im eigentlichen Sinne ist nach allgemeiner Ansicht „a market institution with an explicit set of rules determining resource allocation and prices on the basis of bids from the market participants“ [McMc87, S. 701]. Es begründet daher einen Mechanismus zur Auswahl des Verhandlungspartners und Ermittlung des Kaufpreises auf Basis der abgegebenen Gebote aller Kaufinteressenten. Verschiedenste Auktionsverfahren besitzen jeweils einen eigenen Mechanismus, um Gewinner und Preis festzulegen. Im Vergleich zu regulären Verhandlungen bilden die klassischen Auktionsarten einen Spezialfall, da bei klassischen Auktionen in ihrer simpelsten Ausprägung nur eine einzige Verhandlungsvariable, der Preis, betrachtet wird und sich der Einigungsprozess im Vergleich zu einer regulären Verhandlung dadurch einfacher gestalten lässt [Schw03, S. 38].
Abbildung 4 verdeutlicht die Aufgabe der Ressourcenallokation und Preisbestimmung und den Auktionsmechanismus als zugehöriges Lösungsverfahren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Auktionsverfahren im E-Commerce ein und motiviert die Entwicklung einer Simulationssoftware zur Vermittlung theoretischer Grundlagen in der Lehre.
2. Einsatz des E-Learning in der universitären Lehre: Dieses Kapitel definiert den Begriff E-Learning, stellt gängige Formen und Methoden vor und beleuchtet den Nutzen sowie technische Anforderungen an Lernumgebungen.
3. Auktionstheorie: Die theoretischen Grundlagen von Verhandlungen und Auktionen werden hier dargelegt, einschließlich verschiedener Auktionsmodelle wie dem Privatwert- und dem Gemeinwert-Modell.
4. Klassische Auktionsverfahren: Hier werden die vier klassischen Auktionstypen (Englische Auktion, Holländische Auktion, Einschreibung, Vickrey-Auktion) detailliert gegenübergestellt und ihre Eigenschaften analysiert.
5. Weitere Auktionsverfahren: Dieses Kapitel erweitert die Betrachtung um Mehreinheitenauktionen sowie offene und verdeckte Doppelauktionen.
6. Zusammenfassung und Vergleich der behandelten Auktionsverfahren: Eine vergleichende Übersicht fasst die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der untersuchten Auktionsarten in einer übersichtlichen Tabelle zusammen.
7. Simulation von Auktionen: Es wird der Entwurf eines Modellsystems beschrieben, das reale Auktionsmechanismen in eine computergestützte Simulationsumgebung überführt.
8. Fachkonzeptentwurf der Simulationsumgebung: Dieses Kapitel behandelt das Vorgehensmodell für die Softwareentwicklung, die Anforderungsanalyse und den objektorientierten Fachkonzeptentwurf.
9. Softwaretechnische Ebene der Entwicklung der Simulationsumgebung: Der technische Teil beschreibt die Implementierung der Architektur, die Client-Server-Kommunikation und die Einbindung von XML-basierten Modulen.
10. Abschließende Praxistests und Evaluation der Nutzerakzeptanz: Die Qualitätssicherung und die Rückmeldungen von Pilotnutzern zur Usability der Software werden hier evaluiert.
11. Zusammenfassung, Resümee und Ausblick: Diese abschließende Betrachtung bewertet den Beitrag der Arbeit zur Lehre und skizziert künftige Erweiterungsmöglichkeiten der Simulationssoftware.
E-Learning, Auktionstheorie, Simulationssoftware, Auktion, Lizitation, B2B, B2C, Softwareagenten, Preisfindung, Ressourcenallokation, Bayes-Spiele, Winner’s Curse, Java, UML, Schnittstellen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Implementierung einer Simulationssoftware, die komplexe theoretische Konzepte der Auktionstheorie für Studierende praxisnah und interaktiv erlebbar machen soll.
Die Arbeit verknüpft E-Learning-Konzepte mit moderner Auktionstheorie und Software-Engineering, um eine Lehrplattform für den E-Commerce-Bereich zu schaffen.
Das Hauptziel ist es, die Lücke zwischen abstrakter theoretischer Vermittlung von Auktionsarten und deren praktischer Anwendung in einer universitären Lernumgebung durch eine Simulationsumgebung zu schließen.
Es wurde eine prototypische Softwareentwicklung unter Verwendung von UML zur Modellierung und dem Einsatz von Java-basierten Technologien zur Umsetzung gewählt.
Der Hauptteil analysiert verschiedene klassische und erweiterte Auktionsverfahren, deren theoretische Hintergründe sowie die softwaretechnische Umsetzung in einer lauffähigen Simulationsplattform.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Auktionstheorie, E-Learning, Simulation, Softwareagenten, B2B-Märkte und objektorientierte Softwareentwicklung definiert.
Softwareagenten werden eingesetzt, um in Auktionen mit geringer menschlicher Beteiligung ein realitätsnahes Bietverhalten zu simulieren, wobei sie auf mathematischen Funktionen und Fuzzy Logic basieren.
Es ist ein wichtiges Phänomen der Auktionstheorie, das aufzeigt, wie Bieter durch fehlerhafte Wertschätzungen in Auktionen zu viel zahlen können; die Simulation soll helfen, dieses Risiko durch praktische Erfahrung besser einzuschätzen.
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