Bachelorarbeit, 2008
146 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Thematische Abgrenzung
1.2 Zielsetzung
2 Grundlagen
2.1 Börsen
2.2 Kassamarkt
2.3 Wertpapierhandel
2.4 Phasenmodell des Handelsprozesses
2.4.1 Informationsphase
2.4.2 Orderroutingphase
2.4.3 Preisfeststellungsphase- und Abschlussphase
2.4.4 Abwicklungsphase
2.5 Marktmodelle
2.6 Zusammenfassung
3 Elektronische Börsenhandelssysteme
3.1 Computerisierung des Wertpapierhandels
3.2 Evolution der elektronischen Handelssysteme
3.2.1 Computerunterstütze Parketthandelssysteme
3.2.2 Computerunterstützte Handelssysteme
3.2.3 Computerhandelssysteme
3.2.4 Computerbörsensysteme
3.2.5 Merkmale der Börsenhandelssysteme
3.2.6 Funktionale Eigenschaften der Börsenhandelssysteme
3.2.6.1 Marktzugang
3.2.6.2 Orderausführungsvariante
3.2.6.3 Preisfeststellungsverfahren und Kursmanipulationsschutz
3.2.6.4 Clearing, Settlement und Marktüberwachung
3.2.6.5 Sicherheit und Geschwindigkeit
3.2.6.6 Zuverlässigkeit
3.3 Zusammenfassung
4 Markttrends
4.1 Börsenkonsolidierung
4.1.1 Entwicklung des Börsenmarktes
4.1.2 Gründe für eine Börsenkonsolidierung
4.1.3 Auswirkungen der Börsenkonsolidierung
4.1.4 Anforderungen an IT-Systeme
4.2 Markets in Financial Instruments Directive (MiFID)
4.2.1 Grundlegendes
4.2.2 Anforderungen an IT-Systeme
4.2.2.1 Bereitstellung von Daten und Datenmanagement
4.3 Algorithmic Trading
4.3.1 Gründe für Algorithmic Trading
4.3.2 Risiken
4.3.3 Anforderung an IT-Systeme
5 Kriterien zur Beurteilung von Börsenhandelssystemen
5.1 Herausforderungen für Börsen ausgehend von aktuellen Markttrends
5.2 Anforderungen an Börsenhandelssysteme
5.3 Kriterien zur Beurteilung der europäischen Börsenhandelssysteme
5.3.1 Strategische Kriterien
5.3.1.1 Funktionalität
5.3.1.2 Flexibilität
5.3.1.3 Skalierbarkeit
5.3.1.4 Verbreitungsgrad
5.3.2 Technische Kriterien
5.3.2.1 Performance
5.3.2.2 Standardisierung
5.3.2.3 Verfügbarkeit
5.3.2.4 Erweiterbarkeit
5.4 Bewertungsbeispiel Börsenhandelssystem OMX
6 Bewertung der Börsenhandelssysteme
6.1 Methodische Grundlagen
6.2 Xetra – Deutsche Börse AG
6.2.1 Bewertung nach strategischen Kriterien
6.2.2 Funktionalität
6.2.3 Flexibilität
6.2.4 Skalierbarkeit
6.2.5 Verbreitungsgrad
6.2.6 Bewertung nach technischen Kriterien
6.2.7 Performance
6.2.8 Standardisierung
6.2.9 Verfügbarkeit
6.2.10 Erweiterbarkeit
6.3 TradElect – London Stock Exchange
6.3.1 Bewertung nach strategischen Kriterien
6.3.2 Funktionalität
6.3.3 Flexibilität
6.3.4 Skalierbarkeit
6.3.5 Verbreitungsgrad
6.3.6 Bewertung nach technischen Kriterien
6.3.7 Performance
6.3.8 Standardisierung
6.3.9 Verfügbarkeit
6.3.10 Erweiterbarkeit
6.4 NSC – Euronext
7 Schlussfolgerung aus der Bewertung
7.1 Zukunft
Die vorliegende Bachelor-Thesis hat zum Ziel, einen bewertenden Vergleich zwischen europäischen Börsenhandelssystemen im Kassamarkt durchzuführen, wobei aktuelle Markttrends in die Analyse einbezogen werden und eine Bewertung auf Basis technischer sowie strategischer Kriterien erfolgt.
3.2.3 Computerhandelssysteme
Auf der dritten Evolutionsstufe befinden sich die Computerhandelssysteme. Hierbei ist der Transaktionsprozess vollständig computerisiert, d. h. das Matching und die Preisbildung sind automatisiert. Daneben weist diese Form ein elektronisches Orderbuch, meist in Form einer Datenbank, auf, in dem nach Priorität die Orders logisch verwaltet werden. Eine Transaktion wird durch den Marktteilnehmer ausgelöst und die Orderausführung basiert auf Grundlage von Matching-Algorithmen. Die Automatisierung des Orderausführungsprozesses stellt hohe Ansprüche an das Design und die Implementierung von Applikationen. Die Entwicklung- und Realisierungszeit in dieser Stufe ist lang und verursacht hohe Kosten, kann auch zu Projektverzug führen, da sie alle Teilprozesse in einem geschlossenen System abbilden. Der gesamte Prozess entlang der Transaktionskette über Ordereingabe, Orderverwaltung, Zusammenführung von Orders gemäß Preisbildungsverfahren und Ausführungsregeln, die Bereitstellung von Informationen zur aktuellen Orderlage, die elektronische Bestätigung geschlossener Geschäfte sowie die Übergabe der Transaktionsdaten an Clearing- und Settlementsysteme ist übereinstimmend implementiert. Das Börsenhandelssystem der Deutschen Börse AG, Xetra, ist zum Beispiel ein solches Computerhandelssystem.
Die Marktteilnehmer erhalten ebenfalls elektronische Handelsbestätigungen (electronic trade confirmation). Auf dieser Ebene ist jedoch die Handels- und Marktsteuerung nicht implementiert, aber separate elektronische Systeme können über definierte Schnittstellen miteinander kooperieren, wie es die folgende Abbildung 14 zusätzlich verdeutlicht. Die Computerhandelssysteme sind im Allgemeinen auf bestimmte Marktsegmente und Zielgruppen, ihre Teilprozesse an den Erfordernissen der Produkte und Zielgruppen ausgerichtet.
1 Einführung: Die Einleitung thematisiert den steigenden Wettbewerb zwischen internationalen Börsenplätzen infolge des technologischen Fortschritts und erläutert die thematische Abgrenzung sowie die Zielsetzung der Thesis.
2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Börse, Kassamarkt und Wertpapierhandel operationalisiert und die Phasenmodelle des Handelsprozesses sowie Marktmodelle beschrieben.
3 Elektronische Börsenhandelssysteme: Das dritte Kapitel beschreibt die Entwicklung und die verschiedenen Evolutionsstufen von Börsenhandelssystemen sowie deren funktionale Eigenschaften.
4 Markttrends: Hier werden aktuelle Trends in Europa, insbesondere die Börsenkonsolidierung, die MiFID-Richtlinie und das Algorithmic Trading, erläutert.
5 Kriterien zur Beurteilung von Börsenhandelssystemen: Dieses Kapitel leitet Kriterien aus den Markttrends ab, um einen Katalog zur technischen und strategischen Beurteilung von Börsenhandelssystemen zu erstellen.
6 Bewertung der Börsenhandelssysteme: Im Hauptteil erfolgt ein bewertender Vergleich der Systeme Xetra und TradElect auf Basis der entwickelten Kriterien.
7 Schlussfolgerung aus der Bewertung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Systeme und einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Börsenhandels.
Börsenhandelssysteme, Kassamarkt, Elektronischer Handel, Xetra, TradElect, MiFID, Algorithmic Trading, Börsenkonsolidierung, Marktdaten, Orderrouting, Matching, Clearing, Settlement, Systemintegration, IT-Infrastruktur.
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem bewertenden Vergleich europäischer Börsenhandelssysteme im Kassamarkt unter Einbeziehung aktueller Markttrends.
Zentrale Themen sind die Entwicklung elektronischer Handelssysteme, die Auswirkungen von Markttrends wie Börsenkonsolidierung und Regulierung (MiFID) sowie die technische und strategische Bewertung dieser Systeme.
Das Ziel ist ein systematischer Vergleich und eine Bewertung der Leistungsfähigkeit europäischer Börsenhandelssysteme basierend auf einem eigens entwickelten Kriterienkatalog.
Es wird ein Bewertungsmodell angewandt, das Börsenhandelssysteme differenziert nach strategischen und technischen Kriterien (jeweils mit 50 % gewichtet) analysiert und bewertet.
Im Hauptteil werden die Handelssysteme Xetra (Deutsche Börse AG) und TradElect (London Stock Exchange) detailliert anhand der definierten Kriterien wie Funktionalität, Performance, Verfügbarkeit und Standardisierung bewertet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Börsenhandelssysteme, Kassamarkt, Algorithmic Trading, MiFID, Börsenkonsolidierung und IT-Infrastruktur charakterisieren.
Xetra wird besonders für seine Performance, den hohen Datendurchsatz und die minimale Latenzzeit gelobt, wobei die Integration von Instrumenten und Prozessen in einer technologisch fortgeschrittenen Architektur hervorsticht.
TradElect zeichnet sich durch eine konsequente Ausrichtung auf eine moderne Systemarchitektur (Multi-Tier) aus und ermöglicht die Integration unterschiedlicher Handelsdienstleistungen für diverse europäische Märkte auf einer zentralen Instanz.
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