Bachelorarbeit, 2009
56 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Die Bedeutung und Messung des Wirtschaftswachstums
3. Wachstumstheorien und die Berücksichtigung politischer Faktoren
4. Politische Regime und Wirtschaftswachstum
4.1. Demokratiebegriff
4.2. Theoretische Ansätze
4.2.1. Demokratie als Triebfeder für Wachstum
4.2.2. Demokratie als Wachstumshindernis
4.2.3. Nichtlineare bzw. konditionale Wachstumseffekte
4.2.4. Neutrale Wachstumseffekte
4.3. Forschungsstand
5. Demokratiemessung
5.1.1. Freedom House Index
5.1.1.1. Demokratiebegriff
5.1.1.2. Operationalisierung
5.1.1.3. Analyse der Konzeption
5.1.2. Vanhanens Index der Demokratisierung
5.1.2.1. Demokratiebegriff
5.1.2.2. Operationalisierung
5.1.2.3. Analyse der Konzeption
5.1.3. Polity IV Index nach Jaggers/Gurr
5.1.3.1. Demokratiebegriff
5.1.3.2. Operationalisierung
5.1.3.3. Analyse der Konzeption
5.1.4. Vergleichende Analyse der Demokratiemessungen
5.1.5. Vergleich der Messergebnisse
6. Untersuchungsdesign und Methode
7. Empirische Analyse
7.1. Empirische Ergebnisse
7.2. Sensitivitätsanalyse
7.3. Zusammenfassung der Ergebnisse
8. Fazit
9. Literatur
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen demokratischen Regimen und dem Wirtschaftswachstum in 48 Ländern Subsahara-Afrikas im Zeitraum von 1972 bis 2000, um zu klären, ob Demokratie das ökonomische Wachstum nachweislich begünstigt oder hemmt.
Demokratie als Triebfeder für Wachstum
Przeworski sieht insbesondere die höhere Allokationseffizienz in Demokratien als maßgebliche Triebkraft wirtschaftlichen Wachstums. Im Gegensatz zu demokratischen Machthabern haben autoritäre Herrscher „(…) no incentive to maximize total output, but only their own rents“ (2000: 144). Demnach führt die höhere Verantwortlichkeit der demokratischen Herrscher gegenüber dem Volk zu mehr Wachstum. North (1990) bezieht sich ebenfalls auf die Allokationseffizienz, demzufolge fehlende Eigentumsrechte zu geringeren Renditeerwartungen führen und somit der Anreiz für Investitionen sinkt. “For economic growth to occur the souvereign or government must not merely establish the relevant set of rights, but make a credible commitment to them” (North/Weingast 1989: 803). Ferner ist der Einfluss frei verfügbarer Informationen in Hinblick auf technologische Innovationen Gegenstand zahlreicher Studien (vgl. Romer 1990). Acemoglu (2003) zeigt darüber hinaus, dass Demokratien innovationsfreundlicher und folglich leistungsfähiger sind, da innerhalb autoritärer Regime, kein freier Wettbewerb herrscht und so die ökonomischen Renten einer jeweils privilegierten Gruppe geschützt werden können. Empirisch weitaus weniger untersucht ist der von John Steward Mill (1974) beschriebene psychologische Effekt von Freiheit. Freiheit fördert Kreativität, innovatives Denken und somit technologische Neuerungen. Langfristig erwachsen aus der höheren Allokationseffizienz in demokratischen Regimen auf diese Weise bessere Investitionsmöglichkeiten und somit ökonomisches Wachstum.
1. Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage zum Einfluss politischer Regime auf das Wirtschaftswachstum in Afrika.
2. Die Bedeutung und Messung des Wirtschaftswachstums: Definition der ökonomischen Entwicklung und Erläuterung der Verwendung des BIP pro Kopf als Wachstumsindikator.
3. Wachstumstheorien und die Berücksichtigung politischer Faktoren: Überblick über klassische und neoklassische Theorien und die Notwendigkeit, politische Variablen zu berücksichtigen.
4. Politische Regime und Wirtschaftswachstum: Diskussion theoretischer Ansätze über positive, negative und neutrale Effekte von Demokratie auf das Wachstum.
5. Demokratiemessung: Analyse und Vergleich der Demokratieindizes von Freedom House, Vanhanen und Polity IV hinsichtlich Validität und Reliabilität.
6. Untersuchungsdesign und Methode: Beschreibung der quantitativen Vorgehensweise und des Regressionsmodells für die Analyse.
7. Empirische Analyse: Durchführung der empirischen Untersuchung sowie Vorstellung der Ergebnisse und Sensitivitätsanalysen.
8. Fazit: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur Wachstumsförderung durch Demokratie.
9. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Demokratie, Wirtschaftswachstum, Subsahara-Afrika, Good Governance, Politische Regime, Humankapital, Freedom House Index, Vanhanen Index, Polity IV, Ökonomische Performance, Institutionenökonomik, Entwicklungsländer, Paneldatenanalyse, Konvergenz, Rechtsstaatlichkeit.
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich, welchen Einfluss die Regierungsform – ob demokratisch oder autokratisch – auf das Wirtschaftswachstum in den Staaten Subsahara-Afrikas hat.
Die Themen umfassen Wachstumstheorien, die Messung von Demokratiequalität sowie die empirische Analyse von BIP-Wachstumsraten unter Einbezug politischer und ökonomischer Kontrollvariablen.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob demokratische Regime das Wirtschaftswachstum in Subsahara-Afrika tatsächlich nachweisbar begünstigen oder eher hemmen.
Es wird ein quantitativer Ansatz gewählt, der auf wiederholten Querschnittsanalysen und einer Paneldatenanalyse mit fixen Effekten basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Wachstum und Demokratie, eine kritische Evaluierung verschiedener Demokratiemessinstrumente und eine anschließende empirische Auswertung der Daten.
Wichtige Begriffe sind Demokratie, Wirtschaftswachstum, Subsahara-Afrika, Institutionen, ökonomische Performance und verschiedene Demokratieindizes wie Freedom House oder Polity IV.
Der Freedom House Index misst nicht nur formale Demokratieparameter, sondern legt einen starken Fokus auf die tatsächlich gewährten bürgerlichen Freiheitsrechte.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Demokratie allein nicht zwingend Wachstum erzeugt, es sei denn, neben politischen Rechten werden auch Eigentumsrechte und wirtschaftliche Freiheit effektiv geschützt.
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