Masterarbeit, 2023
155 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND
2.1. Gesundheit und Gesundheitsmanagement im betrieblichen Kontext
2.1.1. Begriffsdefinition Gesundheit
2.1.2. Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.1.3. Das Vorgehen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement
2.2. Stress und Stressbewältigung
2.2.1. Begriffsbestimmung Stress
2.2.2. Das transaktionale Stressmodell nach Lazarus
2.3. Psychosozialer Stress am Arbeitsplatz
2.3.1. Folgen von Arbeitsstress
2.3.2. Ausgewählte Arbeitsstressmodelle
2.3.2.1. Das Anforderungs-Kontroll-(Unterstützungs-)Modell
2.3.2.2. Das Modell beruflicher Gratifikationskrisen
2.4. Das Burnout-Syndrom
2.4.1. Begriffsdefinition Burnout
2.4.2. Ursachen von Burnout
2.4.2.1. Situative Faktoren
2.4.2.2. Personale Faktoren
2.4.3. Konsequenzen von Burnout
2.5. Stand der Forschung
2.5.1. Systematische Literaturrecherche
2.5.2. Selektionskriterien
2.5.3. Kritische Bewertung der Studienqualität
2.5.4. Selektionsprozess
2.5.5. Kategorisierung der Studien und Synthese der Forschungsergebnisse
2.5.5.1. Arbeitsbedingungen gemäß dem Anforderungs-Kontroll-(Unterstützungs-)Modell
2.5.5.2. Arbeitsbedingungen gemäß dem Modell beruflicher Gratifikationskrisen
2.5.6. Interpretation der Ergebnisse und zentrale Folgerungen
2.6. Zusammenfassung und festgestellte Forschungslücken
2.7. Forschungsfrage
2.8. Hypothesen
2.8.1. Psychosoziale Arbeitsbedingungen und Erschöpfung
2.8.2. Psychosoziale Arbeitsbedingungen und Zynismus
2.8.3. Psychosoziale Arbeitsbedingungen und berufliche Effizienz
3. METHODE
3.1. Untersuchungsdesign
3.2. Stichprobenkonstruktion
3.3. Fragebogenüberprüfung
3.4. Untersuchungsdurchführung
3.5. Erhebungsinstrumente
3.5.1. Kurzversion des Effort-Reward Imbalance Questionnaires (ERI-S)
3.5.2. Demand Control Support Questionnaire (DCSQ)
3.5.3. Maslach Burnout Inventory-General Survey (MBI-GS)
3.5.4. Soziodemografische und berufliche Merkmale
3.6. Datenaufbereitung
3.7. Datenanalyse
3.7.1. Prüfung interner Konsistenz und deskriptivstatistische Analysen
3.7.2. Inferenzstatistische Analysen
3.7.3. Signifikanzniveau und Effektgrößen
4. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
4.1. Rücklauf und Datenbereinigung
4.2. Zusammensetzung der Stichprobe
4.3. Deskriptivstatistische Befunde
4.3.1. Psychosoziale Arbeitsbedingungen und hochbelastende Arbeitssituationen
4.3.2. Burnout mit seinen drei Dimensionen Erschöpfung, Zynismus und berufliche Effizienz
4.3.3. Unterschiede in den Burnout-Werten entlang der soziodemografischen und beruflichen Merkmale
4.3.4. Korrelationen zwischen den Studienvariablen
4.4. Testung der Hypothesen
4.4.1. Psychosoziale Arbeitsbedingungen als Prädiktoren von Burnout
4.4.2. Interaktionshypothese des Anforderungs-Kontroll-(Unterstützungs-)Modells
4.4.3. Interaktionshypothese des Modells beruflicher Gratifikationskrisen
5. DISKUSSION
5.1. Stressbelastung und Burnout von Beschäftigten eines öffentlichen Betriebes in Österreich – deskriptive Befunde
5.1.1. Stressbelastung – das Hauptproblem beruflicher Gratifikationskrisen
5.1.2. Unauffälliger Befund zum Burnout-Erleben der Beschäftigten
5.2. Psychosoziale Arbeitsbedingungen als Prädiktoren von Burnout – Befunde der Hypothesentestung
5.2.1. Das Anforderungs-Kontroll-(Unterstützungs-)Modell zur Erklärung von Burnout
5.2.2. Das Modell beruflicher Gratifikationskrisen zur Erklärung von Burnout
5.2.3. Schlussbemerkung zur aufgeklärten Varianz
5.3. Ansätze zur Prävention von Burnout
5.4. Methodische Einschränkungen
5.5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Master Thesis untersucht den Zusammenhang zwischen psychosozialen Arbeitsbedingungen und dem Burnout-Syndrom bei Beschäftigten eines Großbetriebes im öffentlichen Sektor in Österreich, um potenzielle Risiko- und Schutzfaktoren zu identifizieren und gesundheitsförderliche Präventionsmaßnahmen abzuleiten.
2.4.1. Begriffsdefinition Burnout
Der Begriff Burnout weist auf eine grundlegende Diskrepanz zwischen der beschäftigten Person und ihrer Arbeit hin (Leiter & Maslach, 2003, 2014). Es handelt sich um ein psychologisches Syndrom, das als langfristige Folge anhaltender Stressbelastung am Arbeitsplatz auftritt (Juarez-Garcia et al., 2020; Maslach, 2003). Dies umfasst Situationen, in denen die beruflichen Anforderungen die Anpassungsfähigkeit der einzelnen Person übersteigen (Shirom et al., 2005). Die Belastungsfolgen kommen in drei Dimensionen zu tragen: (1) das Empfinden überwältigender Erschöpfung; (2) Gefühle von Zynismus in Bezug auf die eigene Arbeit und zunehmende mentale Distanz; und (3) Gefühle von beruflicher Ineffizienz und mangelnder Leistung. Diese Definition basiert auf dem in der Forschung dominierenden dreidimensionalen Modell von Burnout, das auf die Sozialpsychologin Maslach (1993, 1998, 2003) zurückgeht. Unter der Vielzahl theoretischer Konzeptionen von Burnout findet stets die Erschöpfungsdimension Berücksichtigung. Dieser Dimension wird daher der Charakter einer Kernkomponente von Burnout zugeschrieben (Maslach & Leiter, 2017; Schaufeli, 2017).
Eine hohe Ausprägung der Dimension Erschöpfung impliziert das Gefühl der emotionalen Überforderung und einer Überbeanspruchung der persönlichen körperlichen sowie emotionalen Ressourcen (Maslach, 1993; Maslach & Leiter, 2016a). Betroffene Personen erleben einen Energieverlust und fühlen sich entkräftigt, müde, ausgezerrt und abgenutzt (Maslach & Leiter, 2017).
1. EINLEITUNG: Führt in die Relevanz des Burnout-Syndroms im Kontext moderner Arbeitsbedingungen ein und begründet die methodische Wahl der Arbeitsstressmodelle.
2. THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND: Vermittelt Grundlagen zu betrieblichem Gesundheitsmanagement, Stressmodellen sowie zum Burnout-Syndrom und bildet das wissenschaftliche Fundament der Arbeit.
3. METHODE: Beschreibt das Untersuchungsdesign, die Stichprobenkonstruktion sowie die eingesetzten Erhebungsinstrumente der quantitativen Online-Befragung.
4. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Präsentiert die deskriptiven Auswertungen sowie die Resultate der Hypothesentestungen und statistischen Analysen.
5. DISKUSSION: Interpretiert die Ergebnisse der Arbeit, setzt diese in den theoretischen Kontext, beleuchtet Präventionsmöglichkeiten und reflektiert methodische Einschränkungen sowie einen Ausblick.
Burnout, Arbeitsstress, Psychosoziale Arbeitsbedingungen, Öffentlicher Dienst, Gesundheitsmanagement, Prävention, Erschöpfung, Zynismus, Berufliche Effizienz, Anforderungs-Kontroll-Modell, Gratifikationskrisen, Soziale Unterstützung, Verausgabung, Overcommitment, Arbeit
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen psychosozialen Arbeitsbedingungen und dem Burnout-Ausmaß bei Mitarbeitern eines großen öffentlichen Betriebes in Österreich.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Arbeitsstressmodellen, der Messung von Burnout, betrieblichem Gesundheitsmanagement und der Analyse von Risiko- sowie Schutzfaktoren am Arbeitsplatz.
Das primäre Ziel ist die Identifizierung von Faktoren, die zur Entstehung von Burnout beitragen, um basierend darauf adäquate Präventionsmaßnahmen für den betrieblichen Kontext zu entwickeln.
Es wird eine nicht-experimentelle Querschnittsstudie in Form einer quantitativen, standardisierten Online-Befragung durchgeführt.
Die Untersuchung basiert auf dem Anforderungs-Kontroll-(Unterstützungs-)Modell von Karasek sowie dem Modell beruflicher Gratifikationskrisen von Siegrist.
Wichtige Begriffe sind Burnout, Arbeitsstress, psychosoziale Arbeitsbedingungen, öffentlicher Betrieb und Gesundheitsförderung.
Die Studie betrachtet Burnout als dreidimensionales Konstrukt, bestehend aus den Komponenten Erschöpfung, Zynismus sowie beruflicher Effizienz.
Es wurde festgestellt, dass insbesondere die berufliche Gratifikationskrise als signifikanter Prädiktor für Burnout-Symptome bei den befragten Beschäftigten fungiert.
Die Arbeit zeigt, dass soziale Unterstützung einen wichtigen Faktor darstellt, der insbesondere bei den Dimensionen Zynismus und berufliche Effizienz einen moderierenden bzw. protektiven Effekt entfalten kann.
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