Bachelorarbeit, 2023
67 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Elementarpädagogik in Österreich
2.1 Bildungsrahmenplan als Arbeitsgrundlage in der Elementarpädagogik
2.2 Kompetenzen in der elementaren Bildungsarbeit
2.2.1 Begriffsdefinition Kompetenz
2.2.2 Kompetenzmodelle
2.2.3 Verortung von Medienkompetenz im Bildungsrahmenplan
2.2.4 Medienkompetenz als Schlüsselkompetenz
3. Medienkompetenz nach Baacke
4. Medienpädagogik und ihre Begrifflichkeiten
4.1 Medienbildung und Medienerziehung
4.2 Geschichtliche Entwicklung der Medienerziehung
4.3 Medienkompetenz in der Medienpädagogik
5. Medienkompetenz und Bildungsakteure in der Elementarbildung
5.1 Kindliche Medienaneignung als Voraussetzung von Medienkompetenz
5.2 Medienkompetenz in der Familie
5.3 Medienkompetenz im Professionsfeld Kindergarten
6. Medienpädagogische Forschungslandschaft zu Medienkompetenz
7. Zusammenfassende Betrachtung von Medienkompetenz in der Elementarpädagogik
8. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Förderung von Medienkompetenz in der österreichischen Elementarpädagogik, wobei insbesondere die Rahmenbedingungen in verschiedenen Bildungsplänen sowie die Rolle der pädagogischen Fachkräfte im Fokus stehen.
3. Medienkompetenz nach Baacke
„Während kommunikative Kompetenz an die Alltäglichkeit gebunden ist, betont Medienkompetenz in verstärkter Weise die Veränderung der Kommunikationsstrukturen durch technisch-industrielle Vorkehrungen und Erweiterungen (…)“ (Baacke, 1996, S. 119).
Baacke entwickelt in den 1970er Jahren, in Anlehnung an Chomsky (1965) und Habermas (1971) seinen Leitbegriff der kommunikativen Kompetenz, der von einer Erziehbarkeit des Menschen ausgeht und ihn aufgrund seiner Kompetenz, zu sprachlichem Handeln und aktiver Weltkonstruktion fähig macht (Moser, 2003, S. 26). Chomsky (1965) verbindet den Kompetenzbegriff mit einer mentalen Fähigkeit des Menschen, die einem internalisierten Regelsystem folgt und eine unbeschränkte Anzahl von Sätzen produzieren kann. Er verwendet diesen Begriff in Bezug auf Sprache und verbindet ihn mit seinem Modell einer universellen Grammatik.
Diese bietet die Möglichkeit beliebig viele und neue Gedanken auszudrücken und auf beliebig viele neue Situationen adäquat zu reagieren. Habermas (1971), der eine kommunikative Sichtweise der Sprachverwendung in den Vordergrund stellt, legt seinen Fokus auf eine pädagogische Ausrichtung von Kommunikation und geht von einer vorausgesetzten Tiefenstruktur aus. Diese kann ein unendliches Repertoire an Sätze schaffen, die unbegrenztes Kommunikationsverhalten ermöglicht.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Mediatisierung der Kindheit und begründet die Relevanz der Förderung von Medienkompetenz als vierte Kulturtechnik in elementaren Bildungseinrichtungen.
2. Elementarpädagogik in Österreich: Dieses Kapitel verortet die österreichische Elementarpädagogik, diskutiert Bildungsrahmenpläne als Steuerungsinstrumente und führt den Kompetenzbegriff im elementarpädagogischen Kontext ein.
3. Medienkompetenz nach Baacke: Hier wird der theoretische Leitbegriff der Medienkompetenz nach Baacke fundiert dargestellt und in den Kontext kommunikativer Kompetenz gesetzt.
4. Medienpädagogik und ihre Begrifflichkeiten: Das Kapitel differenziert zentrale Begriffe wie Medienbildung und Medienerziehung und skizziert die historische Entwicklung der pädagogischen Auseinandersetzung mit Medien.
5. Medienkompetenz und Bildungsakteure in der Elementarbildung: Eine Analyse des Zusammenspiels von Kindern, Familie und Kindergarten bei der Entwicklung von Medienkompetenz unter Berücksichtigung sozialökologischer Aspekte.
6. Medienpädagogische Forschungslandschaft zu Medienkompetenz: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über ausgewählte empirische Studien aus Deutschland und Österreich zur Medienbildung und deren erkenntnistheoretische Relevanz.
7. Zusammenfassende Betrachtung von Medienkompetenz in der Elementarpädagogik: Eine synoptische Gegenüberstellung und kritische Diskussion der Ergebnisse aus den im vorangegangenen Kapitel analysierten Studien.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont den Bedarf an theoretischer Fundierung sowie einer gezielten Qualifizierung des pädagogischen Personals.
Medienkompetenz, Elementarpädagogik, Medienerziehung, Medienbildung, Bildungsrahmenplan, Baacke, Kindliche Medienaneignung, Kindergarten, Digitalisierung, Kompetenzmodell, Mediensozialisation, Frühpädagogik, Medienpädagogik, Schlüsselkompetenz, Kommunikation
Die Bachelorarbeit setzt sich mit dem Konzept der Medienkompetenz im Kontext der österreichischen elementaren Bildungsarbeit auseinander.
Die Fokusbereiche liegen auf der theoretischen Bestimmung von Medienkompetenz, den institutionellen Rahmenbedingungen durch Bildungspläne sowie der Rolle von Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften.
Das primäre Ziel ist es, die Grundlagen und Voraussetzungen für eine professionelle medienpädagogische Vermittlung im elementaren Bildungsbereichs zu klären und den aktuellen Forschungsstand dazu aufzubereiten.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie eine systematische Auswertung und vergleichende Betrachtung bestehender Studien und bildungspolitischer Dokumente.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Medienkompetenz, eine Klärung medienpädagogischer Begrifflichkeiten, die Analyse der Akteursrollen sowie eine kritische Forschungsübersicht.
Zentrale Begriffe sind Medienkompetenz, Elementarpädagogik, Medienbildung, der Ansatz von Baacke und die Professionalisierung frühpädagogischer Fachkräfte.
Das Modell von Dieter Baacke dient als theoretisches Referenzmodell, um Medienkompetenz über rein technische Fertigkeiten hinaus als umfassende gesellschaftliche Schlüsselqualifikation zu verstehen.
Aufgrund der professionellen Herkunft der Autorin als Elementarpädagogin liegt ein spezifischer Fokus auf den österreichischen Bildungsrahmenplänen und deren praktischer Umsetzung.
Die Arbeit identifiziert eine Diskrepanz zwischen gefordertem Medieneinsatz und der teilweise defizitären Ausbildung sowie eine weit verbreitete kritische oder ambivalente Haltung gegenüber digitalen Medien im Kita-Alltag.
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