Bachelorarbeit, 2021
29 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
2 Das Modell asymmetrischer Fusionsbildung
2.1 Theoretische Grundlagen
2.2 Das Modell und seine Annahmen
2.3 Der Pre-Merger Markt
2.4 Die Merger Ebene
2.5 Die Produktionsebene
2.6 Das Modell für drei Wettbewerber
2.7 Ausblick: Das Modell für vier Wettbewerber
3 Empirische Anwendung im Pharmasektor
4 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamik endogener Fusionsbildungen in Oligopolen mit asymmetrischen Kostenstrukturen. Das primäre Ziel ist es, mittels spieltheoretischer Modelle zu analysieren, unter welchen Bedingungen Fusionsverhandlungen zu wohlfahrtssteigernden Ergebnissen führen und wie sich diese Erkenntnisse auf historische Beispiele aus der Pharmaindustrie, insbesondere die Fusion von Pfizer und Warner-Lambert, übertragen lassen.
2.1 Theoretische Grundlagen
Fusionen werden in der industrieökonomischen Theorie als Vereinigung von Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit beschrieben (Bester 2007, S. 150). Für die wohlfahrtstheoretische Betrachtung sind insbesondere Fusionen in oligopolistischen Märkten relevant, welche laut Bester (2007, S. 77) dadurch gekennzeichnet sind, dass in ihnen eine beschränkte Anzahl von Anbietern miteinander konkurrieren. Somit liegt weder ein Monopol noch vollständige Konkurrenz vor.
Im vorliegenden Modell werden lediglich horizontale Fusionen betrachtet, die durch Bühler und Jaeger (2002, S. 105) wie folgt definiert werden: „Zwei oder mehrere Unternehmen, die im selben (z.B. geographischen) Markt operieren und ein homogenes oder differenziertes Gut produzieren, schließen sich zusammen.“ Der Fokus auf horizontale Fusionen lässt sich insofern empirisch begründen, als dass 2010 der Anteil dieser an der Gesamtzahl von Fusionen bei 80,75% lag (vgl. Andree 2012, S. 16).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Fusionsanalyse ein und skizziert die Zielsetzung der Arbeit, endogene Fusionsbildung in asymmetrischen Oligopolen zu untersuchen.
2 Das Modell asymmetrischer Fusionsbildung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Rahmenbedingungen und die spieltheoretischen Annahmen für die Analyse von Fusionsverhandlungen und Marktstrukturen dargelegt.
3 Empirische Anwendung im Pharmasektor: Das Modell wird hier auf den konkreten Fall der Pharmabranche angewendet, um die theoretischen Prognosen mit tatsächlichen Marktbeobachtungen zu vergleichen.
4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen theoretischen Erkenntnisse sowie die praktischen Implikationen für die Fusionspolitik zusammen.
Endogene Fusion, Oligopol, Kostenasymmetrie, Spieltheorie, Industrieökonomik, Marktstruktur, Pharmaindustrie, Wohlfahrtstheorie, Horizontale Fusion, Wettbewerb, Effizienzgewinne, Pfizer, Warner-Lambert, Decisive Group of Owners, Binary Dominance Relation
Die Arbeit behandelt die ökonomische Analyse von Unternehmensfusionen, insbesondere wie Firmen unter asymmetrischen Kostenbedingungen endogen entscheiden, zu fusionieren.
Die zentralen Felder sind die horizontale Fusionsbildung, die industrieökonomische Oligopoltheorie und die Anwendung von spieltheoretischen Modellen auf reale Marktereignisse im Pharmasektor.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Fusionsentscheidungen für die beteiligten Akteure profitabel sind und welche Auswirkungen dies aus wohlfahrtstheoretischer Sicht auf den Markt hat.
Es wird das Konzept der kooperativen Spieltheorie genutzt, insbesondere die „Binary Dominance Relation“ und „Decisive Groups of Owners“, um das Ranking von Marktstrukturen zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die formale Herleitung des Modells asymmetrischer Fusionsbildung für drei und vier Wettbewerber sowie die anschließende empirische Anwendung auf die Fusion von Pfizer und Warner-Lambert.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Kostenasymmetrie, endogene Fusion, Oligopoltheorie und Industrieökonomik charakterisieren.
Die Höhe der Asymmetrie entscheidet darüber, ob eine Fusion profitabel ist oder ob beispielsweise ein weniger effizientes Unternehmen als eigenständiger Wettbewerber am Markt verbleibt.
Sie dient als empirischer Beleg dafür, dass das theoretische Modell auch bei Megafusionen in volatilen Branchen wie der Pharmaindustrie valide Ergebnisse hinsichtlich der Synergieeffekte liefern kann.
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