Bachelorarbeit, 2009
41 Seiten, Note: 2,1
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1.Einleitung: Ziel, Inhalt, Methoden der Arbeit
2.Zum Wortschatzbegriff im Fremdsprachenunterricht
3. Lernziele für die Wortschatzarbeit
4.Traditionelle Formen der Wortschatzarbeit
4.1 Semantisierung
4.2 Einleitendes zum Thema : Übung, Festigung und Erweiterung des Wortschatzes
4.3 Übungskonzepte und Lösungen
4.4 Von der Übung zur Anwendung
5.Kreativität im fremdsprachigen Deutschunterricht
6.Kreative Wortschatzarbeit
6.1 Semantisierung und Anwendung
6.2 Übungskonzepte und Lösungen
7. Chancen und Probleme traditioneller und kreativer Wortschatzarbeit
8. Schlusswort
Die Arbeit untersucht, ob kreative Übungsformen in der Wortschatzarbeit einen höheren Lernerfolg erzielen können als traditionelle Methoden, und beleuchtet dabei Möglichkeiten zur aktiven Förderung von Wortschatzkompetenz bei unterschiedlichen Sprachniveaus.
4.1 Semantisierung
Bevor die traditionellen Techniken der Bedeutungserklärung präsentiert werden, ist es erforderlich den Semantisierungsprozess zu definieren. Unter dem Terminus Semantisierung (Bedeutungserklärung) wird allgemein die Erklärung der Bedeutung lexikalischer Einheiten (Wort, Wortgruppe, idiomatische Wendungen) verstanden.
Es gibt zwei Gruppen von Semantisierungsverfahren und zwar die nicht sprachlichen (nonverbalen) und die sprachlichen Erklärungsverfahren. Die Letzteren lassen sich noch in einsprachige und zweisprachige unterteilen.
Die nonverbale Semantisierung wird häufig bei Anfängern und im Unterricht mit Kindern eingesetzt. Der Lehrer kann durch Demonstration verschiedener Gegenstände aus der Lernumgebung wie z.B. Buch, Tafel neuen Wortschatz vermitteln. .Auch Emotionen wie (erschrecken, lachen) können durch den Einsatz von Gestik und Mimik zum Ausdruck gebracht werden. Ebenfalls durch Körpersprache können Bedeutungen neuer lexikalischen Einheiten erklärt werden.(vgl. Storch 1999: 58) Rainer Bohn bringt einige Beispiele für die Verdeutlichung von Situationen z.B. frieren, Bauchschmerzen haben. Weiterhin können bestimmte Wortbedeutungen durch das Nachahmen von verschiedenen Geräuschen präsentiert werden z.B. schmatzen, pfeifen oder husten. (vgl. 1999 :62, 63)
Die nächste Möglichkeit der nonverbalen Semantisierung ist die Erklärung mit Hilfe von Bildern, die allerdings häufig auf scharfe Kritik stößt. Lutz Köster( vgl. 1994: 38) hat in seinen Ausführungen die negativen Stimmen zusammengefasst. Für Hammerly(1974) sind Bilder keine zuverlässige Semantisierung. Bodensieck (1967) und Lübke (1971) weisen ebenfalls auf die Uneindeutigkeit der Bilder hin. Auch in den aktuellen Quellen ist der Einsatz von Bildern als Semantisierungsverfahren Gegenstand der Kritik. Bohn (1999 : 6O, 61) berichtet, dass selbst bei Zeichnungen von konkreten Gegenständen dieses Semantisierungsverfahren zu Missverständnissen führen kann. Weiterhin erklärt er anhand von zwei Zeichnungen von Bäumen, die eventuell als Nadel- und Laubbaum zu erkennen sind, dass die Differenzierung als Fichte, Kastanie oder Buche nicht möglich ist. Allerdings gibt es auch wenige Autoren wie z.B. Storch, die die nonverbale Semantisierung ganz positiv bewerten.
1.Einleitung: Ziel, Inhalt, Methoden der Arbeit: Diese Einleitung skizziert die Vernachlässigung der Wortschatzdidaktik und definiert das Ziel der Arbeit: die Untersuchung, ob kreative Übungen traditionellen Formen überlegen sind.
2.Zum Wortschatzbegriff im Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel definiert den Wortschatzbegriff und unterscheidet zwischen verschiedenen Wortarten sowie Mitteilungs-, Verstehens- und potenziellem Wortschatz.
3. Lernziele für die Wortschatzarbeit: Hier werden die Lernziele allgemein umrissen, wobei die unterschiedlichen Anforderungen je nach Sprachniveau und Lernziel (z.B. Aneignung für Kommunikation) erläutert werden.
4.Traditionelle Formen der Wortschatzarbeit: Dieses Kapitel beschreibt den dreiphasigen Prozess der traditionellen Wortschatzarbeit (Darbietung, Übung, Integration) und kritisiert die lehrerzentrierte Sichtweise.
5.Kreativität im fremdsprachigen Deutschunterricht: Dieser Abschnitt thematisiert die Herausforderungen bei der Definition von Kreativität und fordert einen produktiven, selbstgesteuerten Umgang mit der Sprache.
6.Kreative Wortschatzarbeit: Hier werden neue Wege präsentiert, bei denen Lernende Elemente eigenständig umstrukturieren, was durch kreative Ansätze wie Dramenpädagogik oder Wortnetze gefördert wird.
7. Chancen und Probleme traditioneller und kreativer Wortschatzarbeit: Ein zusammenfassender Vergleich, der den Mangel an authentischen Lehrmaterialien und den Vorteil der kognitiven Vernetzung durch Textarbeit diskutiert.
8. Schlusswort: Das Fazit betont, dass kreative Ansätze in den Unterricht integriert werden sollten, wobei die Initiative vor allem von den Lehrkräften ausgehen muss.
Wortschatzdidaktik, Fremdsprachenunterricht, Semantisierung, kreative Wortschatzarbeit, traditionelle Wortschatzarbeit, Lernautonomie, kognitive Vernetzung, Wortbildung, interkulturelle Kommunikation, Sprachlehrwerk, Übungskonzepte, Kontextualisierung, Wortschatzvermittlung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Methoden der Wortschatzvermittlung im Fremdsprachenunterricht und untersucht den Übergang von traditionellen, lehrerzentrierten Formen hin zu kreativen, schülerorientierten Konzepten.
Zentrale Felder sind die Semantisierung, die Rolle der Kreativität beim Lernen, die Förderung der Lernautonomie sowie die Integration interkultureller Aspekte.
Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob kreative Übungsformen in der Wortschatzarbeit effektiver sind als traditionelle Übungen und wie sie zur aktiven Sprachbeherrschung beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene fachdidaktische Ansätze und Übungskonzepte verschiedener Autoren verglichen und kritisch hinterfragt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung traditioneller Vermittlungsmethoden, die Analyse kreativer Konzepte sowie den Vergleich von Chancen und Problemen beider Ansätze anhand konkreter Übungsbeispiele.
Kreativität, Wortschatzarbeit, Semantisierung, Fremdsprachenunterricht, Lernautonomie und Kontextualisierung sind die prägenden Begriffe.
Laut der Arbeit spielt die Muttersprache eine prozessrelevante Rolle beim Verständnis und Behalten, besonders in Phasen, in denen eine einsprachige Erklärung zu zeitaufwendig oder missverständlich wäre.
Sie kritisiert, dass auch neuere Lehrmaterialien häufig traditionelle Muster wie kontextlose Satzübungen verwenden, die die kommunikative Anwendbarkeit des gelernten Wortschatzes vernachlässigen.
Die Arbeit in Schreibwerkstätten ermöglicht eine konsequente Kontextualisierung und eine lernergesteuerte Progression, was den Lernenden hilft, den Wortschatz aktiv und situationsadäquat anzuwenden.
Prämissen helfen Lernenden, bei unbekannten Wörtern durch Rückschlüsse aus dem eigenen Weltwissen die Bedeutung zu erschließen, was die kognitive Selbstständigkeit stärkt.
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