Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009
15 Seiten
Ingenieurwissenschaften - Metallbautechnik und Metallverarbeitung
Vorwort.
Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald.
Literatur.
Vita des Autors.
Veröffentlichungen des Autors.
Abstract.
Diese Arbeit liefert einen historischen Überblick über die über 650-jährige Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald, mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Region Suhl. Sie beleuchtet die technologischen Voraussetzungen, die wirtschaftlichen Bedingungen und den kulturellen Einfluss, die Suhl zu einer bedeutenden „Waffenstadt“ und einem Zentrum der Metallverarbeitung werden ließen.
Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald [1].
Die Entstehung des Thüringer Waffenhandwerks, insbesondere der Suhler Handfeuerwaffen wie auch Jagdwaffen, ist im engsten mit der Stadt Suhl verbunden. Aufgrund der langen Tradition der Waffenherstellung bezeichnet sich die Stadt seit 2005 offiziell auch als „Waffenstadt Suhl“.
Bodenfunde auf diesem Gebiet der heutigen Stadt Suhl belegen den Aufenthalt von Menschen schon um 2000 v. u. Z. Und etwa 500 v. u. Z. wurden dann mit der Einwanderung keltischer Volksstämme im Suhler Raum die Menschen sesshaft.
Angenommen wird, daß der Ort Suhl selbst seinen Ursprung in einem einzelnen Hof in der Gegend der Hauptkirche, am Rimbach gelegen, hat, bei dem mit großer Wahrscheinlichkeit im 12. Jahrhundert Salzquellen und Eisenerz entdeckt worden waren. Diese Entdeckungen veranlassten den damaligen Grafen Poppo von Henneberg (Ende 12. Jahrhundert bis 1245) vom Kaiser Friedrich II. (1194-1250) im Jahre 1216 sich mit den Regalien über die Salz- und Bergwerke belehnen zu lassen.
Vorwort.: Das Vorwort führt in die über 650-jährige Tradition der Waffenherstellung im Thüringer Wald ein und nennt die wesentlichen Standortfaktoren wie Erz, Holz und Wasserkraft.
Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald.: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese vom frühmittelalterlichen Bergbau bis zur modernen industriellen Waffenfertigung unter Berücksichtigung der Zunftstrukturen und technischen Neuerungen nach.
Literatur.: Eine Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden Literatur zur Geschichte des Thüringer Waffenhandwerks und des Bergbaus.
Vita des Autors.: Kurzbiografie des Verfassers Dr.-Ing. Wolfgang Piersig mit Angaben zu seinem akademischen Werdegang und beruflichen Qualifikationen.
Veröffentlichungen des Autors.: Ein Verzeichnis der bisherigen Publikationen des Autors mit Fokus auf technikgeschichtliche Themen.
Abstract.: Zusammenfassender Überblick über den Inhalt des Werkes hinsichtlich der historischen Bedeutung des Waffenstandortes Suhl.
Waffenhandwerk, Thüringer Wald, Suhl, Büchsenmacher, Bergbau, Eisenerz, Waffenproduktion, Technikgeschichte, Zunftwesen, Schmiedekunst, Jagdwaffen, Waffenmuseum, Industriegeschichte, Henneberg, Handfeuerwaffen.
Die Arbeit behandelt die über 650-jährige Geschichte des Waffenhandwerks in der Region Thüringer Wald, mit besonderem Fokus auf der Stadt Suhl als Zentrum der Waffenherstellung.
Zentrale Themen sind die geologischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für die Metallverarbeitung, die Entwicklung der Zunftstrukturen, die wirtschaftliche Bedeutung der Region sowie der Übergang von der Handarbeit zur industriellen Produktion.
Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über die historischen Bedingungen zu vermitteln, die Suhl über Jahrhunderte hinweg zu einer bedeutenden „Waffenstadt“ machten.
Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung von archäologischen Funden, historischen Lehnurkunden, Zunftstatuten und fachhistorischer Literatur basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte des Ortes Suhl durch Bergbau, der Etablierung der Waffenschmieden, der Rolle der Innungsprivilegien und den wirtschaftlichen Krisen sowie Aufschwüngen im Laufe der Jahrhunderte.
Wichtige Begriffe sind Suhl, Waffenhandwerk, Thüringer Wald, Büchsenmacher, Bergbau, Eisen, Industriegeschichte und Technikgeschichte.
Suhl verfügte über die idealen Voraussetzungen: Vorkommen von Eisenerz, Holz als Brennstoff für die Schmelzöfen, Wasserkraft für die Antriebstechnik und eine ausgebaute Infrastruktur für den Transport.
Das Museum dient als Bewahrer der Tradition und zeigt in einer umfassenden Ausstellung die Entwicklung der Handfeuerwaffen sowie die Arbeitsweisen der historischen Schmiede und Büchsenmacher.
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