Magisterarbeit, 2009
88 Seiten, Note: 2
Diese Magisterarbeit untersucht das Orientbild in Gerhard Rohlfs' Reisebericht Mein erster Aufenthalt in Marokko, um aufzuzeigen, wie europäische Orientreiseberichte des 19. Jahrhunderts zur Verfestigung und Verbreitung von Stereotypen über den islamischen Orient beitrugen. Der Fokus liegt auf der Analyse des Orientbildes, das Rohlfs in seinem Bericht vermittelt, wobei die Darstellung der marokkanischen Landschaft, Kultur und Gesellschaft im Vordergrund steht.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Forschungsstand und die Zielsetzung der Arbeit erläutert. Im zweiten Kapitel wird der Begriff des Reiseberichts, seine Entwicklung und seine Funktion als Darstellungsform des Fremden beleuchtet. Dabei wird auch der Fokus auf den Orient in europäischen Reiseberichten gerichtet, wobei insbesondere die Geschichte der Orient-Rezeption und die Bedeutung Marokkos als orientalisches Reiseziel behandelt werden. Kapitel 3 stellt Rohlfs' Mein erster Aufenthalt in Marokko vor und analysiert dessen äußere Form und den biografischen Kontext. Im vierten Kapitel werden die Landschaftsbeschreibungen in Rohlfs' Reisebericht untersucht, sowohl hinsichtlich der Naturlandschaft als auch der Kulturlandschaft Marokkos. Kapitel 5 widmet sich dem Sittenbild in Rohlfs' Bericht, analysiert verschiedene Aspekte des marokkanischen Lebens, wie Religion, Politik, Medizin und die Stellung der Frau.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen des Orientbildes, dem Reisebericht als Genre, Gerhard Rohlfs' Mein erster Aufenthalt in Marokko, Marokko als orientalisches Reiseziel, Landschaftsbeschreibung, Sittenbild, Stereotypen, Kolonisierungswunsch und der Rezeption des Orients in der europäischen Kultur.
Oft durch statische, stereotype Attribute, die den Orient als exotisch, rückständig oder geheimnisvoll beschreiben, um das kulturelle Selbstverständnis Europas zu stärken.
Ein bedeutender deutscher Reisender und Afrikaforscher, der in seinem Werk 'Mein erster Aufenthalt in Marokko' seine Erlebnisse und Beobachtungen dokumentierte.
Marokko galt als Inbegriff des 'orientalischen Nachbarn' und war aufgrund seiner Natur- und Kulturlandschaft ein beliebtes Ziel für europäische Forscher und Abenteurer.
Er thematisiert das religiöse Leben, die Stellung der Frau, den Sklavenhandel und die primitive Medizinversorgung, wobei er oft einen Kolonisierungswunsch durchblicken lässt.
Sie zeigen, wie sich Stereotypen im kollektiven Bewusstsein verfestigten und wie die Wahrnehmung des 'Fremden' die eigene europäische Identität prägte.
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