Diplomarbeit, 2004
146 Seiten, Note: Gut
1 EINLEITUNG
2 SPANIENS PLATZ IN DER WELT
2.1 DIE SPANISCHE PERSPEKTIVE
2.1.1 Zwischen Hispanismo und europäischer Integration
2.1.2 Zur geopolitischen Lage
2.1.3 Sicherheitsinteressen und Bedrohungsperzeption
2.2 DIE PERSPEKTIVE DER ANDEREN
2.2.1 Lateinamerika
2.2.2 Der Maghreb
2.2.3 Die USA
2.2.4 Osteuropa
2.2.5 Westeuropa
2.2.6 Die NATO
3 SPANIEN UNTER FRANCO
3.1 ZUR AUSGANGSLAGE
3.1.1 Der Zweite Weltkrieg
3.1.2 Die Isolation der Nachkriegsjahre
3.2 DIE NATO-POLITIK
3.2.1 Der Kalte Krieg und die US-Abkommen
4 DIE ZEIT DER TRANSITION
4.1 ZUR AUSGANGSLAGE
4.2 DIE NATO-POLITIK
4.2.1 Der Beitritt zur Allianz
5 DIE SOZIALISTISCHE REGIERUNG UNTER GONZÁLEZ
5.1 ZUR AUSGANGSLAGE
5.2 DIE NATO-POLITIK
5.2.1 Die Kritik am NATO-Beitritt
5.2.2 Die Neupositionierung nach dem Wahlsieg
5.2.3 Die Befürworter und die Gegner der Allianz
5.2.4 Das Referendum
5.2.5 Die sicherheitspolitische Feineinstellung
6 DIE KONSERVATIVE REGIERUNG UNTER AZNAR
6.1 ZUR AUSGANGSLAGE
6.2 DIE NATO-POLITIK
6.2.1 Die militärische Integration
6.2.2 Der Gipfel von Madrid
7 AUSBLICK: DIE NEUE REGIERUNG UNTER ZAPATERO
8 SCHLUSSBETRACHTUNG
Ziel der Arbeit ist es, die Entwicklung der spanischen NATO-Politik von der Franco-Ära bis zum Regierungswechsel 2004 zu dokumentieren und zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie Spanien seine Rolle innerhalb der globalen Sicherheitsarchitektur suchte und welche innen- sowie außenpolitischen Faktoren den Wandel von einem skeptischen NATO-Partner zu einem integrierten Bündnisakteur beeinflussten.
3.1.1 Der Zweite Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg nahm Franco-Spanien zwar offiziell eine neutrale Position ein, ließ aber deutliche ideologische Präferenzen für die Achsenmächte erkennen. Es ist dabei auch kein Geheimnis, dass der Caudillo größere Affinität für den Faschismus italienischer Prägung zeigte, als für den des Deutschen Reiches. Am Nationalsozialismus störte den glühenden Katholiken Franco der Antiklerikalismus. Die unverhohlenen Polemiken gegen Kirche und Glauben und die Repressionen der Nazis gegen Geistliche stießen den spanischen Caudillo ab; die Deutschen waren ihm zu „heidnisch“.
"The Caudillo found the Italians easier to deal with, probably because they were a Mediterranean, Latin, and Catholic people."
Spanien versuchte in den Dreißigerjahren nach außen hin den neutralen Schein zu wahren, die Geheimdiplomatie arbeitete jedoch stets auf Hochtouren. Mit Italien schloss Franco einen geheimen Freundschafts- und gegenseitigen Beistandsvertrag, der eine wohlwollende Neutralität Spaniens im Falle eines Krieges mit Frankreich zusicherte. Mit Berlin wurde Anfang 1937 ein ähnlicher Vertrag geschlossen.
1 EINLEITUNG: Einleitende Darstellung der spanischen Entwicklung vom NATO-skeptischen Bündnispartner zum integrierten Mitglied der Allianz.
2 SPANIENS PLATZ IN DER WELT: Analyse der spanischen außenpolitischen Orientierung im Spannungsfeld zwischen traditionellen Beziehungen zu Lateinamerika und der Arabischen Welt sowie der neuen atlantischen Ausrichtung.
3 SPANIEN UNTER FRANCO: Beleuchtung der isolierten Außenpolitik des Franco-Regimes und des schwierigen Verhältnisses zu den USA im Kalten Krieg.
4 DIE ZEIT DER TRANSITION: Darstellung des Übergangs zur Demokratie und der außenpolitischen Neuorientierung in der Nach-Franco-Zeit.
5 DIE SOZIALISTISCHE REGIERUNG UNTER GONZÁLEZ: Untersuchung des Paradigmenwechsels der Sozialisten hinsichtlich der NATO-Mitgliedschaft und des Referendums 1986.
6 DIE KONSERVATIVE REGIERUNG UNTER AZNAR: Analyse der vollständigen militärischen Integration Spaniens in die NATO und der pro-atlantischen Außenpolitik unter Aznar.
7 AUSBLICK: DIE NEUE REGIERUNG UNTER ZAPATERO: Ein Ausblick auf die außenpolitischen Implikationen des Regierungswechsels 2004 nach den Anschlägen von Madrid.
8 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der spanischen NATO-Politik und ihrer Auswirkungen auf die nationale Souveränität sowie das internationale Standing Spaniens.
Spanien, NATO, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Franco-Regime, Transition, Felipe González, José María Aznar, USA, Gibraltar, Ceuta, Melilla, Referendum 1986, Atlantisches Bündnis, Europäische Gemeinschaft.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der spanischen Außen- und Sicherheitspolitik in Bezug auf die NATO von der Franco-Diktatur bis zum Regierungswechsel im Jahr 2004.
Im Fokus stehen die verschiedenen spanischen Regierungen (UCD, PSOE unter González, PP unter Aznar), ihre jeweiligen außenpolitischen Strategien sowie das Verhalten der Opposition und der spanischen Öffentlichkeit.
Das Ziel ist es zu ergründen, wie Spanien seine Rolle innerhalb der globalen Sicherheitsarchitektur definierte, welche Faktoren den Wandel der NATO-Position beeinflussten und ob Regierungswechsel einen klaren Wechsel in der "Policy" bewirkten.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Kontexte sowie der Auswertung von Fachliteratur und Quellentexten, eingebettet in eine policy-orientierte Untersuchung der politischen Entscheidungsprozesse.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Ära Franco, die Zeit der Transition, die Regierungsjahre der Sozialisten unter González sowie die konservative Regierungszeit unter Aznar.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Untersuchung des Wandels von einer isolationistischen, bilateral geprägten Politik hin zu einem multilateralen Engagement innerhalb der NATO und der Europäischen Union aus.
Diese Gebiete werden als Symbole der spanischen Souveränität diskutiert, deren unklarer Status innerhalb des NATO-Vertragsgebiets häufig als Argument von NATO-Gegnern angeführt wurde.
Es markierte einen entscheidenden politischen Wendepunkt, bei dem die sozialistische Regierung ihre ursprüngliche Anti-NATO-Haltung revidierte und durch den Erfolg eine Basis für die weitere europäische Integration Spaniens legte.
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