Diplomarbeit, 2004
118 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Aufbau der Arbeit
1.3. Der Firmenwert – ein Vermögensgegenstand?
1.4. Definitionen
1.4.1. Begriff des Firmenwertes
1.4.2. Arten des Firmenwertes
2. Firmenwertbilanzierung in Österreich und Deutschland
2.1. Grundlagen der Firmenwertbilanzierung
2.1.1. Gesetzliche Vorschriften
2.1.2. Standardsetting in Österreich
2.1.3. Standardsetting in Deutschland
2.2. Firmenwertbilanzierung im Einzelabschluss
2.2.1. Rechtsgrundlagen
2.2.2. Der originäre Firmenwert
2.2.3. Der derivative Firmenwert
2.2.3.1. Bilanzansatz
2.2.3.2. Bewertung
2.2.4. Sonderfall: Der negative Firmenwert
2.3. Bilanzierung des aus der Kapitalkonsolidierung entstehenden Firmenwertes
2.3.1. Rechtsgrundlagen
2.3.2. Entstehung im Rahmen der Kapitalkonsolidierung
2.3.2.1. Einführung
2.3.2.2. Erwerbsmethode
2.3.2.3. Interessenzusammenführungsmethode
2.3.3. Bilanzansatz
2.3.4. Bewertung
2.3.5. Ausweis und Angabepflichten
2.3.6. Sonderfall: Der negative Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung
2.4. Ertragsteuerliche Aspekte der Firmenwertbilanzierung
2.4.1. Das Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz
2.4.2. Firmenwertbilanzierung in der Steuerbilanz
2.4.2.1. Der originäre Firmenwert
2.4.2.2. Der derivative Firmenwert
2.4.2.3. Sonderfall: Der negative Firmenwert
3. Firmenwertbilanzierung im Vereinigten Königreich
3.1. Rechtliche Rahmenbedingungen und gesetzliche Grundlagen der Rechnungslegung
3.1.1. UK-GAAP
3.1.2. Standardsetting im Vereinigten Königreich
3.1.2.1. Überblick
3.1.2.2. Das Financial Reporting Council (FRC)
3.1.2.3. Der Accounting Standards Board (ASB)
3.1.2.4. Die Association of Chartered Certified Public Accountants (ACCA)
3.2. Firmenwertbilanzierung im Einzelabschluss
3.2.1. Rechtsgrundlagen
3.2.2. Der originäre Firmenwert
3.2.3. Der derivative Firmenwert
3.2.3.1. Bilanzansatz
3.2.3.2. Bewertung
3.2.3.3. Ausweis und Angabepflichten
3.2.4. Sonderfall: Der negative Firmenwert
3.3. Bilanzierung des aus der Kapitalkonsolidierung entstehenden Firmenwertes
3.3.1. Rechtsgrundlagen
3.3.2. Bilanzansatz
3.3.3. Bewertung
3.3.4. Ausweis und Angabepflichten
3.3.5. Sonderfall: Der negative Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung
3.4. Ertragsteuerliche Aspekte der Firmenwertbilanzierung
3.4.1. Das Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz
3.4.2. Firmenwertbilanzierung in der Steuerbilanz
4. Firmenwertbilanzierung in Japan
4.1. Rechtliche Rahmenbedingungen und gesetzliche Grundlagen der Rechnungslegung
4.1.1. Gesetzliche Vorschriften – das „Triangular System“
4.1.2. Japanese GAAP (J-GAAP)
4.1.3. Standardsetting in Japan
4.1.3.1. Überblick
4.1.3.2. Die Financial Accounting Standards Foundation (FASF)
4.1.3.3. Der Accounting Standards Board of Japan (ASBJ)
4.1.3.4. Das Business Accounting Council (BAC)
4.1.3.5. Das Japanese Institute of Certified Public Accountants (JICPA)
4.2. Firmenwertbilanzierung im Einzelabschluss
4.2.1. Rechtsgrundlagen
4.2.2. Der originäre Firmenwert
4.2.3. Der derivative Firmenwert
4.2.3.1. Bilanzansatz
4.2.3.2. Bewertung
4.2.3.3. Ausweis und Angabepflichten
4.2.4. Sonderfall: Der negative Firmenwert
4.3. Bilanzierung des aus der Kapitalkonsolidierung entstehenden Firmenwertes
4.3.1. Rechtsgrundlagen
4.3.2. Bilanzansatz
4.3.3. Bewertung
4.3.4. Ausweis und Angabepflichten
4.3.5. Sonderfall: Der negative Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung
4.4. Ertragsteuerliche Aspekte der Firmenwertbilanzierung
4.4.1. Das Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz
4.4.2. Firmenwertbilanzierung in der Steuerbilanz
5. Abschluss
5.1. Zusammenfassung
5.2. Fazit
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung des Firmenwertes in Österreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Japan. Ziel ist es, die nationalen Regelungen im Einzel- und Konzernabschluss sowie die ertragsteuerliche Behandlung detailliert gegenüberzustellen und die unterschiedlichen Ansätze der Standardsetter aufzuzeigen.
1.3. Der Firmenwert – ein Vermögensgegenstand?
Der Firmenwert, in der Literatur auch oftmals als Goodwill, Geschäftswert oder Praxiswert bezeichnet, stellt im Rahmen der Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände den Bilanzanwender vor spezielle Probleme.
Das Bestehen eines Firmenwertes ist an das Bestehen eines Betriebes gebunden, wodurch nur ein Unternehmen ihn besitzen kann. Sein Erwerb ist von einer entgeltlichen Übertragung eines Mitunternehmeranteils oder einem entgeltlichen Erwerb eines Teilbetriebes abhängig. Beim entgeltlichen Erwerb eines Teilbetriebes ist die Übernahme eines Firmenwertes jedoch auch nur unter der Vorraussetzung möglich, dass dieser Teilbetrieb im Rahmen eines bereits bestehenden Unternehmens oder als eigenständiges Unternehmen fortgeführt wird. Die Klassifizierung des Firmenwertes als Vermögensgegenstand lässt sich aus diesem und auch weiteren Gründen nicht zweifelsfrei begründen. So sind vor allem das Fehlen der Möglichkeit einer Einzelveräußerbarkeit des Firmenwertes sowie die Unmöglichkeit seiner Einzelbewertbarkeit Kritikpunkte hinsichtlich einer Klassifizierung als Vermögensgegenstand.
Sowohl das öHGB als auch das dHGB erkennen jedoch unter bestimmten Vorraussetzungen den Firmenwert als Vermögensgegenstand an und ermöglichen seine Aktivierung. Dieser Umstand wird jedoch von jenen Autoren, die den Firmenwert nicht als Vermögensgegenstand ansehen, ignoriert. Primärer Kritikpunkt dieser Negierung bleibt das Fehlen eines Grundkriteriums eines Vermögensgegenstandes im bilanzrechtlichen Sinne, nämlich die Einzelbewertbarkeit. Die Erfüllung dieser Bedingung ist jedoch vor allem im Hinblick auf die Folgebewertung, die Bewertung der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibung fraglich. Die jährliche Wertminderung des Firmenwertes lässt sich nämlich nur annäherungsweise und wenig zuverlässig bestimmen. Seine Bewertung ist nur unter der Gewährung eines großzügigen Ermessenspielraums möglich; wodurch sich, durch die Gewährung mehrerer Verrechnungstechniken eines (derivativen) Firmenwertes, ein erheblicher bilanzpolitscher Spielraum ergibt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Firmenwertes ein, definiert die zentralen Begriffe und erläutert den Aufbau der gesamten Diplomarbeit.
2. Firmenwertbilanzierung in Österreich und Deutschland: Hier wird die bilanzielle Behandlung im Einzel- und Konzernabschluss sowie die steuerliche Rechtslage in beiden Ländern analysiert, wobei auf die maßgeblichen Gesetze und Standardsetter eingegangen wird.
3. Firmenwertbilanzierung im Vereinigten Königreich: Dieses Kapitel befasst sich mit den britischen Rechtsgrundlagen, dem Standardsetting durch das FRC und ASB sowie den spezifischen Anforderungen an die Bilanzierung von Firmenwerten.
4. Firmenwertbilanzierung in Japan: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse des japanischen Systems, der J-GAAP und der Besonderheiten bei Unternehmenszusammenschlüssen sowie der steuerlichen Auswirkungen.
5. Abschluss: Der Abschluss fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und zieht ein Fazit über die internationale Tendenz in der Firmenwertbilanzierung.
Firmenwert, Goodwill, Bilanzierung, Einzelabschluss, Konzernabschluss, Kapitalkonsolidierung, Österreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Japan, Maßgeblichkeitsprinzip, Steuerbilanz, Rechnungslegungsstandards, originärer Firmenwert, derivativer Firmenwert
Die Diplomarbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von Firmenwerten in Österreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Japan.
Zentrale Themen sind der Einzelabschluss, der Konzernabschluss (Kapitalkonsolidierung) sowie ertragsteuerliche Aspekte der Firmenwertbilanzierung.
Ziel ist eine exakte und ausführliche Analyse der unterschiedlichen Regelungen in den genannten Ländern, um Sichtweisen im Gesetzgebungs- und Standardsettingprozess sowie deren Auswirkungen auf Unternehmen zu verdeutlichen.
Die Arbeit basiert auf einer rechtsvergleichenden Analyse der handelsrechtlichen Vorschriften, Rechnungslegungsstandards und der jeweils relevanten Fachliteratur der untersuchten Länder.
Im Hauptteil werden für jedes Land die gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Bilanzansatz, die Bewertung sowie die Ausweis- und Angabepflichten für den Firmenwert systematisch untersucht.
Begriffe wie Goodwill, Maßgeblichkeitsprinzip, Kapitalkonsolidierung, J-GAAP und UK-GAAP sind für das Verständnis der Arbeit essentiell.
Während früher die Verrechnung mit Rücklagen oder eine Pauschalabschreibung dominierten, wird der negative Firmenwert nach neuerer Rechtslage als eingezahlte Einlage behandelt und muss über die Nutzungsdauer aufgelöst werden.
Das FRC ist die maßgebende Regulierungsbehörde in Großbritannien, die für die Sicherung des Rechnungslegungssystems sowie die Überwachung von Standards und Unternehmensführung verantwortlich ist.
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