Diplomarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2. BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG UND EINORDNUNG VON PERCEIVED VALUE
2.1 Definitionen von Perceived Value und ihre Abgrenzung
2.2 Abgrenzung von Perceived Value, Acquisition Value und Transaction Value
2.3 Nutzen- und Opferkomponenten von Perceived Value
2.4 Definitionen der Dimensionen von Perceived Value
3. MESSUNG VON PERCEIVED VALUE ALS EINDIMENSIONALES KONSTRUKT
3.1 Perceived Value-Ansatz von Monroe
3.2 Perceived Value-Konzept von Zeithaml
3.3 Studien zur Konzeptualisierung und Messung von Perceived Value
3.4 Operationalisierung von Perceived Value
4. MESSUNG VON PERCEIVED VALUE ALS MEHRDIMENSIONALES KONSTRUKT
4.1 Customer Value-Hierarchie nach Woodruff - Dynamik von Perceived Value
4.2 Utilitarian und Hedonic Value nach Babin/Darden/Griffin
4.3 Dimensionierung von Value nach Sheth/Newman/Gross
4.4 Dimensionierung von Value nach Holbrook
5. EINFLUSSFAKTOREN VON PERCEIVED VALUE
5.1 Einfluss extrinsischer Attribute auf den Perceived Value
5.2 Einfluss der wahrgenommenen Qualität und Opfer auf den Perceived Value
5.3 Einfluss des wahrgenommenen Risikos auf den Perceived Value
5.4 Einfluss der Preisgünstigkeit auf den Perceived Value
5.5 Einfluss der Einkaufserfahrung auf den Perceived Value
6. ZUSAMMENFASSUNG UND IMPLIKATIONEN
6.1 Zusammenfassung
6.2 Implikationen für die zukünftige Forschung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Konzept des "Perceived Value" zu geben, indem sie Definitionen, Messmethoden und maßgebliche Einflussfaktoren systematisch analysiert und kritisch gegenüberstellt.
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
In den heutigen wettbewerbsorientierten Märkten sind Produkte und Dienstleistungen innerhalb der gleichen Branche häufig sehr ähnlich. Die Unternehmen sind sich bewusst geworden, dass die Kundenorientierung die größte Quelle des Wettbewerbsvorteils darstellt (vgl. Woodruff 1997, S. 139; Sweeney/Soutar 2001, S. 204).
Aus Sicht der Konsumenten ist der Erhalt von Value das grundlegende Kaufziel und Zeichen einer erfolgreichen Transaktion (vgl. Patterson/Spreng 1997, S. 414). Die Entscheidung, wie man den Kunden den überlegenen wettbewerbsfähigen Value liefern kann, wirft jedoch schwierige Fragen auf. Diese sind u.a.: Was genau bewerten die Kunden? Welchen Dingen schreiben die Kunden einen Value zu? Auf welche dieser Dinge sollte sich ein Unternehmen fokussieren, um einen Vorteil erzielen zu können?
Deshalb ist es für Unternehmen von großer Bedeutung zu verstehen, was sich Konsumenten durch den Kauf und Gebrauch eines Produktes erhoffen bzw. erreichen wollen (vgl. Woodruff 1997, S. 140). Das Wissen darüber, wo der Value aus Sicht des Kunden verwurzelt ist, hat daher für das Management sehr große Bedeutung (vgl. Ulaga/Chacour 2001, S. 525-526). Infolgedessen hat sich das Konzept Perceived Value als strategischer Imperativ in den 1990er Jahren herausgebildet. Daher beschäftigen sich zahlreiche Studien mit der Konzeptualisierung und Messung von Perceived Value (vgl. Sweeney/Soutar/Johnson 1999, S. 78; Wang et al. 2004, S. 169).
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Bedeutung der Kundenorientierung und Abgrenzung der Forschungsstränge zur Konzeptualisierung des Perceived Value.
2. BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG UND EINORDNUNG VON PERCEIVED VALUE: Theoretische Fundierung und Gegenüberstellung verschiedener Definitionen sowie Abgrenzung zu verwandten Konzepten.
3. MESSUNG VON PERCEIVED VALUE ALS EINDIMENSIONALES KONSTRUKT: Darstellung der klassischen Ansätze, die Value als eine kognitive Gesamteinschätzung (Trade-off) erfassen.
4. MESSUNG VON PERCEIVED VALUE ALS MEHRDIMENSIONALES KONSTRUKT: Analyse komplexerer Modelle, die zusätzliche emotionale, soziale oder funktionale Facetten einbeziehen.
5. EINFLUSSFAKTOREN VON PERCEIVED VALUE: Untersuchung externer und interner Variablen, die die Wahrnehmung von Value beeinflussen.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND IMPLIKATIONEN: Fazit der Literaturauswertung und Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen in der Forschung.
Perceived Value, Kundenorientierung, Value-for-Money, Preis-Qualitäts-Verhältnis, Konsumentenverhalten, Mehrdimensionalität, Utilitarian Value, Hedonic Value, Means-End-Theorie, Messmodelle, Servicequalität, wahrgenommenes Risiko, Kaufentscheidung, Handelsmarketing, Literaturanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit dem wissenschaftlichen Konzept des "Perceived Value" (wahrgenommener Wert) im Marketingkontext und untersucht, wie dieses Konstrukt definiert, gemessen und durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird.
Die zentralen Themenfelder umfassen die konzeptionelle Abgrenzung des Value-Begriffs, den Vergleich zwischen eindimensionalen und mehrdimensionalen Messansätzen sowie die Analyse von Einflussgrößen auf die Value-Wahrnehmung von Konsumenten.
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben, die verschiedenen theoretischen Ansätze zu systematisieren und die Identifikation von Hauptbeiträgen sowie deren Beschränkungen zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse. Es werden existierende Studien und empirische Modelle zur Konzeptualisierung und Operationalisierung des Perceived Value identifiziert, vorgestellt und kritisch verglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsabgrenzung, die methodische Erfassung des Konstrukts (unterteilt in eindimensionale und mehrdimensionale Ansätze) sowie eine detaillierte Diskussion der Einflussfaktoren wie Preis, Risiko und Einkaufserfahrung.
Wesentliche Begriffe sind Perceived Value, Kundenorientierung, Trade-Off, Utilitarian Value, Hedonic Value, Means-End-Theorie und die Messung des Konsumentenverhaltens im Einzelhandel.
Der Acquisition Value bezieht sich auf den Nettonutzen des Produktes selbst (Qualität vs. Preis), während der Transaction Value die psychologische Zufriedenheit durch ein vorteilhaftes Preisangebot („Schnäppchen“) beschreibt.
Eindimensionale Ansätze fokussieren primär auf den funktionalen Trade-off, während mehrdimensionale Ansätze die Komplexität menschlicher Bedürfnisse anerkennen und Faktoren wie soziale Anerkennung oder emotionalen Nutzen integrieren, um das Verhalten besser zu erklären.
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