Diplomarbeit, 2008
93 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Das veränderte Kundenverhalten im Bankenbereich
1.2 Die Konkurrenzsituation zwischen Direktbanken und Filialbanken
1.3 Ziel und Aufbau der Diplomarbeit
2 Grundlagen der Kundenrückgewinnung
2.1 Die Stellung der Kundenrückgewinnung im Kundenmanagement
2.2 Kundenrückgewinnung und Kundenabwanderung
2.3 Die Ziele des Kundenrückgewinnungsmanagements
3 Präventive Möglichkeiten zur Vermeidung von Kundenabwanderungen
3.1 Die Erkennung möglicher Frühindikatoren
3.2 Die Implementierung eines erfolgreichen Beschwerdemanagements
4 Die Schaffung von Rahmenbedingungen zur Einführung eines erfolgreichen Kundenrückgewinnungsmanagements im Unternehmen
4.1 Die Unternehmensstruktur
4.2 Die Unternehmenskultur
4.3 Das Personal
4.4 Die EDV-Unterstützung
4.5 Die rechtlichen Rahmenbedingungen
5 Der Prozess der Kundenrückgewinnung
5.1 Die Identifizierung verlorener Kunden
5.2 Die Feststellung der Verlustgründe
5.2.1 Kundeninduzierte Ursachen
5.2.2 Unternehmensinduzierte Ursachen
5.2.3 Wettbewerbsinduzierte Ursachen
5.3 Die Einteilung der Kunden im Rahmen des Kundenrückgewinnungsmanagements
5.3.1 Die Ermittlung der Rückgewinnungswahrscheinlichkeit der Kunden
5.3.2 Die Ermittlung des Kundenwertes
5.3.2.1 Die ABC-Analyse
5.3.2.2 Das Kundenscoring
5.3.2.3 Der Second Life Time Value
5.3.3 Das Kundenportfolio zur Bestimmung der Rückgewinnungsintensität
5.4 Die Durchführung der Kundenrückgewinnung
5.4.1 Formen der Kontaktaufnahme zum Kunden
5.4.2 Angebote zur Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehung
5.5 Die Kontrolle und Nachbetreuung im Rahmen der Kundenrückgewinnung
5.5.1 Wirtschaftlichkeits- und Erfolgskontrolle des Rückgewinnungsmanagements
5.5.2 Die Nachbetreuung zurückgewonnener Kunden
6 Die Bedeutung der Kundenrückgewinnung für Kreditinstitute in der Praxis
6.1 Kundenrückgewinnungsmaßnahmen einzelner Kreditinstitute
6.1.1 Die telefonische Rückgewinnungsaktion der Sparkasse X
6.1.2 Die Rückgewinnungsaktion der Bank Y
6.2 Interviews mit Vertretern verschiedener Kreditinstitute
6.2.1 Das Kreditinstitut X
6.2.2 Die Bank Z
6.2.3 Die Sparkasse Y
6.2.4 Die Sparkasse X
6.2.5 Die Sparkasse Z
7 Fazit und Ausblick
Ziel der Diplomarbeit ist es, aufzuzeigen, wie ein systematisches Kundenrückgewinnungsmanagement Kreditinstituten dabei helfen kann, ihre Wettbewerbsposition zu festigen und den profitablen Kundenstamm trotz steigender Abwanderungsraten auszuweiten.
5.2.1 Kundeninduzierte Ursachen
Die kundeninduzierten Ursachen für eine Kündigung des Bankverhältnisses liegen im persönlichen Umfeld des Kunden und können vielfältiger Natur sein. Auslöser kann z. B. ein privater oder berufsbedingter Wechsel des Wohnortes sein. Während früher ein solcher Anlass auch immer die Veränderung des Kreditinstitutes nach sich gezogen hat, muss dies heutzutage mit der zunehmenden Verbreitung von Online Banking nicht mehr in jedem Fall zutreffen. Durch das Internet sind die Kunden unabhängiger von der Bankfiliale vor Ort geworden.
Darüber hinaus kann auch eine veränderte Lebenssituation des Kunden zu seiner Abwanderung führen. So kann beispielsweise eine Heirat zum Anlass genommen werden, bestehende Konten bei einem Institut aufzulösen und bei dem anderen zusammenzulegen, wenn beide Partner verschiedene Bankverbindungen besitzen. Ebenso ist es möglich, dass der Tod eines Kunden zu Mittelabflüssen und Kontokündigungen führt, wenn die Erben ihre Konten bei anderen Unternehmen unterhalten. Ferner können sich die finanziellen Verhältnisse von Kunden verschlechtern, so dass sie gezwungen sind, ihre Einlagen zu kündigen.
Und auch wenn Kunden schon lange geplante Anschaffungen tätigen, wie z. B. den Kauf einer Eigentumswohnung, können dafür Sparguthaben gekündigt werden.
Auch Veränderungen in der Anlegermentalität und in der Bedürfnisstruktur des Kunden können zur Beendigung einer Geschäftsbeziehung führen. Dies wäre dann der Fall, wenn bei einem Institut nur ein Aktiendepot unterhalten wird und der Anleger zukünftig eine weniger risikobehaftete Vermögensstruktur wünscht. Im Zuge dessen wird er das Depot auflösen und das Geld auf Sparkonten übertragen, die gegebenenfalls bei einer anderen Bank bereits vorhanden sind.
1 Einleitung: Erläutert das wachsende Problem der Kundenabwanderung im Bankenmarkt durch steigende Wettbewerbsintensität und Kundenanforderungen.
2 Grundlagen der Kundenrückgewinnung: Definiert die Rolle der Rückgewinnung im Kontext des Kundenmanagements und grenzt sie von der Kundenabwanderung ab.
3 Präventive Möglichkeiten zur Vermeidung von Kundenabwanderungen: Behandelt Frühwarnsysteme und die Bedeutung eines professionellen Beschwerdemanagements.
4 Die Schaffung von Rahmenbedingungen zur Einführung eines erfolgreichen Kundenrückgewinnungsmanagements im Unternehmen: Analysiert organisatorische, kulturelle und technologische Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung.
5 Der Prozess der Kundenrückgewinnung: Beschreibt detailliert die Phasen von der Identifikation über die Analyse und Segmentierung bis hin zur Durchführung und Kontrolle der Rückgewinnungsmaßnahmen.
6 Die Bedeutung der Kundenrückgewinnung für Kreditinstitute in der Praxis: Evaluierte empirische Erkenntnisse aus Interviews und Rückgewinnungsaktionen bei verschiedenen Banken und Sparkassen.
7 Fazit und Ausblick: Führt die theoretischen Ansätze mit den Praxiserfahrungen zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Kundenrückgewinnung, Kundenabwanderung, Banken, Finanzdienstleistungsbranche, Kundenbindung, Beschwerdemanagement, CRM, Kundenwert, Data Mining, Rückgewinnungsmanagement, Kundenscoring, Kundenportfolio, Second Life Time Value, Kundenreaktivierung, Wettbewerb.
Die Diplomarbeit untersucht das Konzept des Kundenrückgewinnungsmanagements speziell für Filialbanken, die sich in einem verschärften Wettbewerb gegen Direktbanken behaupten müssen.
Im Fokus stehen die Identifikation abwanderungsgefährdeter Kunden, die systematische Rückgewinnung nach Kündigung sowie die Bedeutung von Rahmenbedingungen wie Unternehmenskultur und EDV-Support.
Ziel ist es, ein systematisches Prozessmodell für die Kundenrückgewinnung zu entwickeln, das es Unternehmen ermöglicht, ihre Wettbewerbsposition zu verbessern und profitable Kunden zu halten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zum theoretischen Rahmen des Kundenmanagements, ergänzt durch eine qualitative Untersuchung in Form von Interviews bei fünf Banken und 18 Sparkassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifizierung von Verlustgründen, Methoden der Kundenwertbestimmung, die Durchführung konkreter Rückgewinnungsmaßnahmen und deren Erfolgskontrolle.
Wesentliche Begriffe sind Kundenrückgewinnung, Kundenabwanderung, Beschwerdemanagement, Kundenwertanalyse sowie das Data-Warehouse-gestützte Kundenmanagement.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Banken proaktiv Einverständniserklärungen ihrer Kunden einholen müssen, um rechtssichere telefonische Rückgewinnungsansprachen durchführen zu können.
Eine Kultur, die offen mit Fehlern umgeht und Kundenorientierung über Produktorientierung stellt, wird als essenziell für den Erfolg von Rückgewinnungsmaßnahmen angesehen.
Während die Literatur strukturierte Prozesse empfiehlt, zeigen die Praxisbeispiele, dass viele Institute noch Ansätze einer systematischen Bearbeitung erproben oder durch Kapazitätsmängel behindert werden.
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