Diplomarbeit, 2009
60 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Überblick über Optionsvarianten
2.1 Plain-Vanilla-Optionen
2.2 Black-Scholes: Annahmen und Bewertung
2.3 Exotische Optionen
2.3.1 Pfadunabhängige Optionen
2.3.2 Pfadabhängige Optionen
3 Entstehung und Relevanz Asiatischer Optionen
3.1 Die ersten Vertragsschlüsse
3.2 Namensgebung
3.3 Gewinnbeteiligungen
3.4 Feindliche Unternehmensübernahme
3.5 200-Tage-Durschnittslinie
3.6 Zwischenfazit
4 Ausgestaltung Asiatischer Optionen
4.1 Auszahlungsprofile
4.2 Mittelwertbildung
4.3 Die Put-Call-Parität
4.4 Griechisches Hedging
5 Bewertung Asiatischer Optionen
5.1 Literaturüberblick
5.2 Die Monte-Carlo-Simulation
5.3 Varianzreduktion
5.4 Analyse der MC-Verfahren
5.5 Geometrische Bewertung
5.6 Geometrisches Konditionieren
5.7 Analytische Auswertung des Konditionierens
5.8 Kapitelzusammenfassung
6 Verwendungsszenarien Asiatischer Optionen
6.1 Hedging des Rohölpreises
6.2 Devisenhedging
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Relevanz, die Ausgestaltung und insbesondere die mathematische Bewertung von Asiatischen Optionen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese pfadabhängigen Finanzinstrumente Unternehmen bei der Absicherung gegen Kursschwankungen unterstützen können, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Effizienz numerischer und approximativer Bewertungsverfahren liegt.
3.1 Die ersten Vertragsschlüsse
Im Jahre 1973 gab es die erste folgenschwere Ölkrise, als durch Reduzierung der Fördermenge der Ölpreis an einem einzigen Tag um etwa 70% anstieg. Es entstand dadurch der Bedarf, sich künftig gegen solche enormen Schwankungen abzusichern. Da sich der Ölpreis nach Schocks in der Regel kurz- bis mittelfristig wieder erholt, kann die Sicherung des durchschnittlichen Preises ausreichen, vor allem dann, wenn der Preis des Hedgens günstiger wird als mit Standardoptionen. Damals erfolgte dies vor allem durch Anleihen, die Optionen enthielten, die sich wiederum auf den durchschnittlichen Rohölpreis bezogen. Dieser Anleihe-Trend setzte sich in den 80er Jahren fort.
Ein gutes Beispiel ist das niederländische Unternehmen Oranje Nassau, das im Jahr 1985 Anleihen mit achtjähriger Laufzeit ausgab, die sich auf den durchschnittlichen Ölpreis des jeweils abgelaufenen Jahres bezogen. Da der damalige Unternehmensgewinn positiv mit dem Ölpreis korreliert war, konnte mit der durch Durchschnittsoptionen modellierten Anleihe den Anlegern eine Beteiligung am Unternehmensgewinn ermöglicht werden. Im Vergleich zu einer alternativen Anlage in Aktien oder in Standardoptionen war die Anleihe weniger volatil und nicht stichtagsbezogen. Die Rendite für die Anleger sollte in einem solchen Szenario größer sein als die einer sicheren Anlage, da auch ein gesunder Unternehmensprofit im langfristigen Mittel größer ist als der einer sicheren Anlage ist.
1 Einleitung: Einführung in die historische Entstehung von Öl- und Devisenkrisen als Auslöser für den Bedarf an neuen Absicherungsinstrumenten wie den Durchschnittsoptionen.
2 Überblick über Optionsvarianten: Darstellung der theoretischen Grundlagen von Plain-Vanilla-Optionen und eine erste Einordnung der exotischen Optionen.
3 Entstehung und Relevanz Asiatischer Optionen: Historische Entwicklung und praktische Einsatzmöglichkeiten, insbesondere zur Absicherung von Rohstoffpreisen und zur Abwehr feindlicher Übernahmen.
4 Ausgestaltung Asiatischer Optionen: Detaillierte Analyse der Auszahlungsprofile, der Mittelwertbildung und der Put-Call-Parität bei asiatischen Derivaten.
5 Bewertung Asiatischer Optionen: Kernkapitel zur mathematischen Herleitung und Prüfung von Bewertungsmethoden, darunter Monte-Carlo-Simulationen und das Geometrische Konditionieren.
6 Verwendungsszenarien Asiatischer Optionen: Praktische Fallstudien zur Anwendung der Bewertungsverfahren am Beispiel des Rohölpreisschutzes und des Devisenhedgings.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der ökonomischen Bedeutung und Analyse der Vorteile gegenüber Standardoptionen im Hedging-Kontext.
Asiatische Optionen, Durchschnittsoptionen, Hedging, Monte-Carlo-Simulation, Rohölpreis, Devisenrisiko, Geometrisches Konditionieren, Finanzderivate, Varianzreduktion, Pfadabhängigkeit, Standardoptionen, Optionsbewertung, Volatilität, Termingeschäfte, Risikoabsicherung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verwendung und der mathematischen Bewertung von Asiatischen Optionen, einer speziellen Klasse von pfadabhängigen Finanzderivaten.
Im Zentrum stehen die Entstehung der Optionen, ihre konkrete Ausgestaltung, die verschiedenen numerischen und approximativen Bewertungsverfahren sowie deren praktische Anwendung im Hedging.
Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen der Einsatz Asiatischer Optionen gegenüber Standardoptionen vorteilhaft ist und wie eine effiziente Preisbestimmung für diese komplexen Kontrakte erfolgen kann.
Zur Anwendung kommen insbesondere stochastische Finanzmathematik, Monte-Carlo-Simulationen zur numerischen Bewertung sowie approximative Verfahren wie das Geometrische Konditionieren zur effizienten Preisermittlung.
Der Hauptteil behandelt neben der theoretischen Herleitung von Preisen insbesondere die kritische Analyse der Fehleranfälligkeit bei numerischen Verfahren und die Optimierung durch Varianzreduktion.
Die wichtigsten Schlagworte sind: Asiatische Optionen, Hedging, Monte-Carlo-Simulation, Geometrisches Konditionieren und Preisrisiko-Absicherung.
Aufgrund der Durchschnittsbildung über die Laufzeit ist das Risiko extremer Kursschwankungen zum Ende der Laufzeit für den Stillhalter geringer, was zu niedrigeren Optionsprämien führt.
Sie dient als numerisches Standardverfahren zur Bewertung, wobei die Arbeit insbesondere Wege aufzeigt, den Rechenaufwand durch Varianzreduktions-Techniken zu optimieren.
Das Devisenhedging wird als essenzielle Anwendung für international tätige Unternehmen dargestellt, um Planungssicherheit gegen abwertende Fremdwährungen zu gewinnen.
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