Diplomarbeit, 2003
133 Seiten, Note: 1
1 Einführung
2 Weiterbildung und Beratung
2.1 Theorie und Praxis von Beratung
2.2 Der Systembegriff „Weiterbildung“
2.3 Interventionsformen in Abgrenzung zur Beratung in der Weiterbildung
2.3.1 Grenzen der Beratung in der Weiterbildung
2.3.2 Therapie, psychosoziale und pädagogisch-psychologische Beratung
2.3.3 Erziehung und Bildung
2.4 Zwischenfazit
2.5 Institutionalisierung
2.6 Professionalisierung
2.7 Zwischenfazit
2.8 Struktur
2.8.1 Struktur und der Bildungsträger
2.8.2 Interessenten und Teilnehmer
2.8.3 Unternehmen
2.8.4 Institutionen
2.8.5 Interner Erfahrungsaustausch
2.9 Prozess
2.9.1 Gesprächsführung
2.9.2 Medien der Beratung
2.10 Zwischenfazit
3 Weiterentwicklung der Beratung in der Weiterbildung – Das Beispiel „bsw“
3.1 Wissen
3.2 Management
3.3 Zwischenfazit
3.4 Von der Strategie zur operativen Umsetzung
3.5 Qualitatives Forschungsvorgehen
3.5.1 Die qualitative Forschungsmethode im bsw
3.5.2 Grenzen quantitativer Forschung und Kennzeichen qualitativer Forschung
3.5.3 Das Prinzip der Offenheit
3.5.4 Der Zugang zu dem erfolgsrelevanten Wissen
3.6 Workshops als Kommunikationsplattform
3.6.1 Systematische Aspekte zu den Workshops
3.6.2 Methodische Aspekte zu den Workshops
3.7 Zwischenfazit
4 Schluss
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Beratungskonzept innerhalb des Bildungswerkes der Sächsischen Wirtschaft e.V. (bsw) zu reorganisieren, um die Beratungsleistung zu verbessern. Dabei wird untersucht, wie eine Beratungskonzeption im institutionellen Kontext der Weiterbildung gestaltet sein muss, um insbesondere die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung pädagogischer und betriebswirtschaftlicher Faktoren zu optimieren.
2.3 Interventionsformen in Abgrenzung zur Beratung in der Weiterbildung
Um einen Begriff wie Beratung in seinem Anwendungsfeld bestimmen zu können, war es zunächst notwendig nach der Funktion von Beratung in der Weiterbildung des Bildungsträgers zu fragen, d.h. welches Problem soll Beratung lösen. Die Funktion meint die Nützlichkeit im Sinne eines Selektionsvorteils als Problemlöseschema für funktional äquivalente Problemlösungen, die ein Beobachter wahrnehmen kann (vgl. Treml 2000). Beratung soll Weiterbildung als Bestandteil eines Weiterbildungsmanagements ermöglichen und damit die Integrationsleistung in andere Funktionssysteme erfüllen. Aus diesem Grund wird im bsw auch von einem Integrationsmanagement gesprochen werden.
Beratung selbst ist ein allgemeiner Begriff, d.h. es gibt keinen übereinstimmenden Grundbegriff der ohne weiteres auf die Heterogenität des Handlungsfeldes der Weiterbildung zu übertragen ist. Die Wissenschaft arbeitet häufig mit Definitionen, um einen Reflexionsstop zu markieren. Definitionen reduzieren die Komplexität eines Gegenstandes und unterbrechen damit die Kontingenz. Solch eine zusammenfassende Begriffsbestimmung hinsichtlich Beratung in der Weiterbildung kann an dieser Stelle noch nicht geschehen. Daher soll zunächst der Gegenstand weiter beobachtet werden. Beobachtungen selber finden immer durch Unterscheidungen dessen was ist und was nicht ist statt, also welche Begriffe im Zusammenhang mit Beratung in der Weiterbildung stehen, aber den Gegenstand nicht präzise bezeichnen, sondern etwas anderes.
1 Einführung: Einleitung in die Problematik der Begriffsbestimmung von Beratung in der Weiterbildung unter Berücksichtigung des bsw als Fallbeispiel.
2 Weiterbildung und Beratung: Theoretische Grundlegung des Beratungsbegriffs, Abgrenzung zu anderen Interventionsformen sowie Analyse struktureller und prozessualer Aspekte.
3 Weiterentwicklung der Beratung in der Weiterbildung – Das Beispiel „bsw“: Darstellung der praktischen Reorganisation durch Wissensmanagement und qualitative Forschung im bsw sowie Nutzung von Workshops.
4 Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Reflexion der Umsetzbarkeit von Veränderungsprozessen im Bildungsträger.
Beratung, Weiterbildung, Bildungsberatung, Wissensmanagement, bsw, Organisationsentwicklung, qualitative Forschung, Interventionsformen, Arbeitsmarktintegration, Qualifizierung, Kommunikation, Weiterbildungsmanagement, Prozessoptimierung, Beratungshandeln, Systemtheorie
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Herausforderungen der Beratung im Kontext der beruflichen Weiterbildung, speziell für das Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft e.V. (bsw).
Die Arbeit behandelt unter anderem den Zusammenhang von Weiterbildung und Beratung, die Rolle des Wissensmanagements, die Bedeutung von Organisationsstrukturen sowie Methoden zur Prozessoptimierung.
Ziel ist die Reorganisation eines Beratungskonzepts, um die Beratungsleistung zu verbessern und die Integration von Teilnehmern in den Arbeitsmarkt effizienter zu gestalten.
Es wird ein qualitatives Forschungsvorgehen gewählt, um durch explorative Interviews und moderierte Workshops das Alltagswissen der Berater und die institutionellen Rahmenbedingungen zu erschließen.
Der Hauptteil analysiert die theoretische Verortung von Beratung, die institutionellen Bedingungen des bsw, die Bedeutung von Wissensmanagement sowie die methodische Durchführung und Auswertung von Workshops als Kommunikationsplattform.
Zentrale Begriffe sind Beratungskonzeption, Weiterbildungssystem, Wissensmanagement, Integrationsmanagement und organisationales Lernen.
Wissen wird als strategischer Wettbewerbsfaktor begriffen, der in den Köpfen der Mitarbeiter gebunden ist und durch Dialoge und organisatorische Lernprozesse nutzbar gemacht werden muss.
Workshops dienen als Kommunikationsplattform, um hierarchieübergreifend Problemlösungen zu erarbeiten, implizites Wissen zu explizieren und eine gemeinsame Zielorientierung für Veränderungsprozesse zu schaffen.
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