Bachelorarbeit, 2009
47 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 DCF- Verfahren
2.1 Vorgehensweise zur Ermittlung der Unternehmenswerte nach DCF- Verfahren
2.1.1 Bruttoverfahren (Entity Approach)
2.1.1.1 WACC- Ansatz (Weighted Average Cost of Capital)
2.1.1.1.1 Ermittlung der Cash Flows
2.1.1.1.1.1 Free Cash Flow
2.1.1.1.1.2 Total Cash Flow
2.1.1.1.2 Ermittlung des Residualwertes
2.1.1.1.3 Ermittlung des gewogenen Kapitalkostensatzes
2.1.1.1.3.1 Ermittlung der Renditeforderung der Eigenkapitalgeber
2.1.1.1.3.2 Zirkularitätsproblem
2.1.1.2 APV- Ansatz (Adjusted Present Value)
2.1.2 Nettoverfahren (Equity Approach)
2.2 Vergleich von DCF- Methoden
3 Ertragswertverfahren
3.1 Die Ermittlung des Ertragswerts
3.1.1 Ertragswert bei unendlicher Lebensdauer
3.1.2 Ertragswert bei begrenzter Lebensdauer
3.1.3 Ertragswert im Phasenmodell
3.2 Ertragsgrößen im Ertragswertverfahren
3.3 Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes
3.3.1 Bestimmung des Basiszinssatzes
3.3.2 Risikozuschläge
3.3.3 Berücksichtigung von Inflation, Wachstum und Steuern
3.4 Berücksichtigung der Unsicherheit
3.4.1 Sicherheitsäquivalenzmethode
3.4.2 Risikozuschlagsmethode
4 Die DCF- Methode und die Ertragswertmethode im Vergleich
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die beiden in der Unternehmensbewertung zentralen Konzepte – die DCF-Methoden und das Ertragswertverfahren – systematisch darzustellen und hinsichtlich ihrer theoretischen Grundlagen sowie ihrer praktischen Anwendung gegenüberzustellen.
2.1.1 Bruttoverfahren (Entity Approach)
Das Bruttoverfahren, auch Entity- Ansatz genannt, ist eine sehr verbreitete Vorgehensweise zur Unternehmensbewertung. Es existieren drei Varianten von Bruttoverfahren: der WACC- Ansatz, der TCF- Ansatz und der APV- Ansatz. Die drei Varianten unterscheiden sich in der Berücksichtigung des Tax Shields. Bei den Bruttoverfahren wird der Eigenkapitalwert in zwei Schritten ermittelt. Im ersten Schritt wird der Marktwert des Gesamtkapitals des zu bewertenden Unternehmens bestimmt. „Dieser entspricht der Summe der Marktwerte der Positionen, die alle Kapitalgeber am Unternehmen halten und somit der Summe der Marktwerte der zu erwarteten Cashflows des zu bewerteten Unternehmens an seine Anteilseigner und Fremdkapitalgeber (Leasinggeber, Pensionäre und sonstige Fremdkapitalgeber).“ Im zweiten Schritt wird der Wert des Eigenkapitals bestimmt. Der Marktwert des Eigenkapitals ergibt sich als Differenz aus dem Gesamtkapitalwert und dem Marktwert des Fremdkapitals.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Unternehmensbewertung ein und erläutert den Zweck der Arbeit, die DCF-Methode und das Ertragswertverfahren vergleichend darzustellen.
2 DCF- Verfahren: Das zweite Kapitel erläutert die verschiedenen Discounted Cash Flow-Verfahren, wobei insbesondere auf die Systematik von Brutto- und Nettoverfahren sowie die Bestimmung von Kapitalkosten eingegangen wird.
3 Ertragswertverfahren: In diesem Kapitel wird das Ertragswertverfahren detailliert analysiert, inklusive der Ermittlung des Ertragswerts, der Ertragsgrößen und des Kapitalisierungszinssatzes.
4 Die DCF- Methode und die Ertragswertmethode im Vergleich: Dieses Kapitel stellt beide Bewertungsansätze gegenüber, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Anwendung und Ergebnisermittlung aufzuzeigen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit beider Verfahren in Abhängigkeit von Bewertungsanlass und Adressatenkreis.
Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, Ertragswertverfahren, WACC, Entity-Ansatz, Equity-Ansatz, APV-Ansatz, Cash Flow, Kapitalkosten, Diskontierung, Residualwert, Unternehmenswert, Steuervorteil, Tax Shield, Risikozuschlag
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Darstellung und dem Vergleich zweier maßgeblicher Methoden der Unternehmensbewertung: dem DCF-Verfahren und dem Ertragswertverfahren.
Die zentralen Themen sind die methodische Vorgehensweise bei Brutto- und Nettoverfahren, die Ermittlung von Kapitalkosten und Ertragsgrößen sowie die theoretische Fundierung der Unternehmenswertermittlung.
Ziel ist es, die DCF-Methode und die Ertragswertmethode systematisch gegenüberzustellen, um aufzuzeigen, wie sie den Unternehmenswert bestimmen und in welchen Aspekten sie sich unterscheiden.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um die Methoden der Unternehmensbewertung sowie die grundlegenden Konzepte wie das CAPM oder den WACC-Ansatz zu erläutern und kritisch zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der DCF-Verfahren (Brutto/Netto), die Beschreibung des Ertragswertverfahrens und einen abschließenden direkten Vergleich der beiden Ansätze.
Wesentliche Begriffe sind die Bewertungsprinzipien, die Einzahlungsüberschüsse, die Kapitalkostenbestimmung (WACC) und die Berücksichtigung von Risiken und Steuervorteilen.
Während der WACC-Ansatz die Steuervorteile des Fremdkapitals durch eine Anpassung des Diskontierungssatzes berücksichtigt, bildet der APV-Ansatz diese Effekte getrennt vom operativen Unternehmenswert ab.
Das Problem besteht darin, dass der Wert des Eigenkapitals für die Gewichtung der Kapitalkosten benötigt wird, dieser Wert jedoch selbst das Ergebnis der Diskontierung mit ebendiesen Kapitalkosten ist, was iterative Berechnungen erfordert.
Der Entity-Ansatz betrachtet das Unternehmen aus Sicht aller Kapitalgeber (Bruttowert), während der Equity-Ansatz den Wert direkt für die Eigenkapitalgeber (Nettowert) ermittelt.
Das IDW S 1 dient als regulatorischer Rahmen für die Unternehmensbewertung in Deutschland und wird als Basis herangezogen, um die wissenschaftliche Zulässigkeit und Methodik der beiden Verfahren zu begründen.
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