Bachelorarbeit, 2007
35 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen des "Bosman-Urteils" auf die Entwicklung des deutschen Profi-Fußballs. Im Mittelpunkt stehen die Kritikpunkte und Thesen, die im Zusammenhang mit dem Urteil geäußert wurden. Die Arbeit untersucht, ob diese Thesen durch die Entwicklung des Fußballs seit dem Urteil bestätigt wurden und welche Auswirkungen sich daraus für die Zukunft des Fußballs ergeben.
Kapitel 1 bietet eine Einleitung in das Thema und stellt die Relevanz des Bosman-Urteils für den deutschen Profi-Fußball dar. Kapitel 2 beschreibt den Fall Bosman und den Verlauf des Rechtsstreits, der zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs führte. Kapitel 3 erläutert den theoretischen Ansatz der Arbeit, der auf dem Modell der Akteur-Struktur-Dynamik von Schimank basiert. Kapitel 4 untersucht die Entwicklung von Transferbestimmungen und Ausländerbeschränkungen im deutschen Fußball vor und nach dem Bosman-Urteil. Kapitel 5 analysiert die vermuteten Folgen des Bosman-Urteils und diskutiert die Kritikpunkte an der Entscheidung. Die Arbeit untersucht dabei die Entwicklung des Ausländeranteils in der Bundesliga, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Vereine auf internationaler Ebene, die Entwicklung der Spielergehälter, die Auswirkungen auf die Nachwuchsförderung und die Entwicklung des sportlichen und finanziellen Gleichgewichts.
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind das Bosman-Urteil, Profi-Fußball, Transferbestimmungen, Ausländerbeschränkungen, Wettbewerbsfähigkeit, Nachwuchsförderung, sportliches und finanzielles Gleichgewicht, Akteur-Struktur-Dynamik.
Das Bosman-Urteil war eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 15. Dezember 1995 im Fall des Spielers Jean-Marc Bosman gegen seinen Verband. Es erklärte die bisherige Praxis der Transferentschädigungen und Ausländerbeschränkungen für unrechtmäßig.
Mit dem Urteil wurde festgelegt, dass Profifußballer nach Ablauf ihres Vertrages ablösefrei zu einem anderen Verein innerhalb der EU wechseln können, was die Machtposition der Spieler gegenüber den Vereinen stärkte.
Es kippte die Beschränkungen bezüglich des Einsatzes von EU-Ausländern in Vereinsmannschaften, was zu einem deutlichen Anstieg des Anteils ausländischer Spieler in Ligen wie der Bundesliga führte.
Kritiker wie Otto Rehhagel befürchteten eine Zweiklassengesellschaft, in der reiche Klubs immer reicher und arme Vereine ärmer würden. Man sprach teilweise von einer „Katastrophe für den Fußball“.
Die Untersuchung zeigt, dass deutsche Mannschaften auch nach Bosman international erfolgreich blieben, wie etwa der Erfolg der Nationalmannschaft bei der WM 2006 belegt.
Neben dem Fußball mussten auch andere Mannschaftssportarten wie Handball oder Basketball ihre Spielbestimmungen der neuen Rechtslage anpassen.
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