Diplomarbeit, 2009
128 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
1.1 Überblick
1.2 Zielstellung und Aufbau der Arbeit
1.3 Abgrenzung des Themengebietes
2. Überblick der Finanzmarktkrise
2.1 Definition einer Krise
2.2 Historische Krisen
2.3 Die Finanzmarktkrise
2.3.1 Systemische Bankenkrise
2.3.2 Ursprung im US-Immobilienmarkt
2.3.3 Überschwappen der Krise auf das globale Finanzsystem
2.3.4 allgemeine Auswirkungen
3. Überblick über den geschlossenen Fondmarkt
3.1 Fondkategorien
3.2.1 Immobilienfonds
3.2.2 Schiffsfonds
3.2.3 Flugzeugfonds
3.2.4 Lebensversicherungsfonds
3.2.5 Private Equity
3.2.6 Nischenfonds
3.3 Eingliederung der Fonds in die BCG-Matrix
3.4 Entwicklung im ersten Halbjahr 2009
4. Empirie
4.1 Datenerhebung
4.1.1 Konstruktion des Fragebogens für Experteninterviews
4.1.2 Auswahl der Probanden
4.1.3 Analyse der Response-Quote
4.4 Analyse der Untersuchungsergebnisse
5. Einfluss auf den Markt geschlossener Fonds
5.1 Das PEST(LE)-Modell
5.1.1 Politische Faktoren
5.1.2 Wirtschaftliche Faktoren
5.1.3 Sozio-kulturelle Faktoren
5.1.4 Technologische Faktoren
5.1.5 Legislative Faktoren
5.1.6 Umweltbezogene Faktoren
5.2 Das 5-Forces-Model von Porter
5.2.1 Die Anwendung des 5-Forces-Model auf den Markt geschlossener Fonds
5.2.2 Rivalität innerhalb der Branche
5.2.3 Verhandlungsmacht der Abnehmer
5.2.4 Bedrohung durch Ersatzprodukte
5.2.5 Bedrohung durch neue Anbieter
5.2.6 Verhandlungsmacht der Lieferanten
5.2.7 Der Einfluss des Staates im Rahmen der Finanzmarktkrise
5.3 Auswirkungen auf die einzelnen Assetklassen
5.3.1 Immobilienfonds
5.3.2 Schiffsfonds
5.3.3 Flugzeugfonds
5.3.4 Lebensversicherungsfonds
5.3.5 Private-Equity-Fonds
5.3.6 New Energy-Fonds
5.4 Aggregation der Auswirkungen für den Gesamtmarkt
6. Fazit der Wettbewerbmodelle und Schlussfolgerung
7. Ausblick
Die Arbeit analysiert den Einfluss der aktuellen Finanzmarktkrise auf den Markt für geschlossene Fonds mit dem Ziel, die verschiedenen Einflussfaktoren zu identifizieren und hinsichtlich ihrer tatsächlichen Relevanz zu evaluieren. Der Autor verfolgt die Hypothese, dass die Krise kurzfristig zu Schwierigkeiten führen wird, jedoch mittel- und langfristig neue Chancen und positive Auswirkungen entstehen können.
2.1 Definition einer Krise
Eine Krise kann als reale oder vermutete Bedrohung zentraler Werte eines Systems definiert werden. Die Gefährdung der Existenz erfolgt dabei durch Reduktion der Sicherheit bei gleichzeitiger Verknappung von Zeitressourcen gepaart mit der Induktion eines hohen situativen Entscheidungsdrucks. Die Bedrohung des Systembestands in seinem eingelebten Anspruchsniveau erfolgt im Rahmen einer Krise unerwartet und thematisch nicht vorbereitet. Die Stimulation eines hohen Aufmerksamkeitsniveaus begründet sich in der unter Zeitdruck stattfindenden Gefährdung zahlreicher Werte in diffuser und unbestimmter Art und Weise.
Grenzt man nun den Fokus einer Krise auf das System der Finanzmärkte ein, so können sich erste Indikationen in Form von starken Preisveränderungen einzelner oder mehrerer Assetklassen bemerkbar machen. Erfolgt nun aufgrund neuer Informationen im relevanten Markt keine Adjustierung seiner Erwartungen, folgen erste Funktionsstörungen. Diese lassen sich in erratisch schwankenden Preisen bis hin zur kompletten Aussetzung der Preisstellung erkennen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Dimension der Finanzmarktkrise und definiert die Zielstellung sowie die Abgrenzung des Forschungsgegenstandes.
2. Überblick der Finanzmarktkrise: Hier werden Definitionen von Krisen erarbeitet und die aktuelle Finanzmarktkrise in einen historischen Kontext gestellt sowie ihre systemischen Auswirkungen beleuchtet.
3. Überblick über den geschlossenen Fondmarkt: Dieses Kapitel klassifiziert verschiedene Fondskategorien und untersucht deren Entwicklung vor und während der Krise unter Anwendung einer BCG-Matrix.
4. Empirie: Hier wird die Methodik der quantitativen Datenerhebung bei führenden Emissionshäusern erläutert und die Ergebnisse der Experteninterviews werden aggregiert.
5. Einfluss auf den Markt geschlossener Fonds: Dieser Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren mittels des PEST(LE)-Modells sowie die Wettbewerbskräfte nach Michael Porter und aggregiert die Auswirkungen auf die Assetklassen.
6. Fazit der Wettbewerbmodelle und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analysen zusammen und bestätigt die Hypothese hinsichtlich der positiven wie negativen Auswirkungen der Krise.
7. Ausblick: Der Ausblick wagt eine Prognose über die künftige Entwicklung der Branche und die Chancen durch Professionalisierung.
Finanzmarktkrise, geschlossene Fonds, Immobilienfonds, Schiffsfonds, PEST(LE)-Modell, Porter Fünf-Kräfte-Modell, Emissionshäuser, Kapitalanlage, Wirtschaftskrise, Assetklassen, Risikomanagement, Markttransparenz, Anlegerschutz, Investitionsstrategie, Konjunkturzyklen
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Einflusses der aktuellen Finanzmarktkrise auf den Markt für geschlossene Fonds in Deutschland.
Zentrale Themen sind die Einordnung der Finanzmarktkrise in historische Krisen, die Analyse der verschiedenen Fondskategorien, die Auswirkungen auf die Marktdynamik sowie die Anwendung strategischer Managementmodelle.
Das Ziel ist es, die spezifischen Einflussfaktoren der Krise auf diesen Markt zu identifizieren und deren Relevanz durch eine Kombination aus theoretischer Herleitung und einer quantitativen Befragung zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine quantitative empirische Erhebung in Form von Experteninterviews bei führenden Emissionshäusern.
Im Hauptteil werden mittels PEST(LE)-Analyse externe Einflussfaktoren und durch Porters 5-Forces-Modell die Wettbewerbsdynamik innerhalb der Branche detailliert analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Finanzmarktkrise, geschlossene Fonds, Assetklassen, Markttransparenz und strategische Analyse mittels PEST(LE) und Porter charakterisiert.
Immobilienfonds bilden als größte Produktkategorie innerhalb des Marktes geschlossener Fonds einen wesentlichen Untersuchungsgegenstand, da sie als „Cash-Cow“ des Marktes gelten.
Der Staat nimmt als einflussreicher Akteur an Bedeutung zu, wobei insbesondere Regulierungsvorhaben im Bereich Anlegerschutz sowohl Risiken als auch Chancen für die Qualität der Fondskonzeptionen bergen.
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