Diplomarbeit, 2002
99 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Zielsetzungen und Fragestellungen
1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER AUSLÄNDISCHEN DIREKTINVESTITIONEN
2.1 Untersuchungsgegenstand ausländische Direktinvestitionen (ADI)
2.1.1 Motive, Typen und Formen von ADI
2.1.2 Das Auslandsinvestitionsverhalten deutscher Unternehmen
2.1.3 Bedeutung von ADI im Entwicklungsprozess von Schwellenländern
2.2 Theoretische Ansätze zur Erklärung von ADI
2.2.1 Die Eklektische Theorie der Direktinvestitionen (DUNNING)
2.2.2 Die Produktlebenszyklushypothese (VERNON)
2.3 Relevanz der vorgestellten Theorien und abgeleitete Hypothesen zu deutschen Investitionen in Südafrika
3 BETRACHTUNG RELEVANTER DETERMINANTEN DES INVESTITIONSKLIMAS
3.1 Externe Determinanten
3.1.1 Reintegration in die internationale und regionale Staatengemeinschaft
3.1.2 Beziehungen zur Europäischen Union und zu Deutschland
3.2 Interne Determinanten
3.2.1 Naturgeographische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen
3.2.1.1 Natürliche Ressourcen, Raumstruktur und Humankapital
3.2.1.2 Infrastrukturelle Ausstattung
3.2.2 (Wirtschafts-) Politische Neuorientierung und rechtlicher Rahmen
3.2.2.1 Politisches System und Stabilität
3.2.2.2 Wirtschaftspolitik und rechtlicher Investitionsrahmen
3.2.3 Makroökonomische Situation, Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarkt
3.2.3.1 Makroökonomische Entwicklung
3.2.3.2 Sektorale Wirtschaftsstruktur
3.2.3.3 Arbeitsmarktentwicklung und -potenziale
3.2.4 Soziale Aspekte mit besonderem Einfluss auf Investitionsvorhaben
3.2.4.1 Braindrain, Kriminalität und HIV/AIDS
3.2.4.2 Zerstörung rechtsstaatlicher Verhältnisse in Simbabwe
3.3 Zwischenfazit: Stärken-Schwächen-Profil des Standortes Südafrika
4 DIE INVESTITIONSTÄTIGKEIT AUSLÄNDISCHER UNTERNEHMEN IN SÜDAFRIKA
4.1 Trends und Entwicklungen im Vergleich zu anderen emerging markets
4.2 Die vier Phasen der Direktinvestitionen von 1960 bis heute
4.3 Strukturelle Analyse der ausländischen Direktinvestitionen
4.3.1 Herkunftsländer der Investoren
4.3.2 Investitionsform
4.3.3 Sektorale Struktur und Investitionsmotive
4.3.4 Regionale Struktur
4.4 Zusammenfassende Bewertung der ausländischen Direktinvestitionen
5 DIE INVESTITIONSTÄTIGKEIT DEUTSCHER UNTERNEHMEN IN SÜDAFRIKA
5.1 Historische und aktuelle Entwicklung der deutschen Direktinvestitionen
5.2 Strukturelle Analyse der deutschen Direktinvestitionen
5.2.1 Unternehmensgröße
5.2.2 Investitionsform
5.2.3 Sektorale Struktur und Investitionsmotive
5.2.4 Regionale Struktur
5.3 Zusammenfassende Bewertung der deutschen Direktinvestitionen
6 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Investitionstätigkeit ausländischer, insbesondere deutscher Unternehmen in Südafrika seit dem Ende der Apartheid. Im Fokus steht dabei die Analyse der Entwicklungsdynamik des Investitionsklimas, der Determinanten der internationalen Standortwahl sowie der sektoralen und regionalen Verteilungsmuster ausländischer Direktinvestitionen.
Motive, Typen und Formen von ADI
Investitionsmotive von Unternehmen sind in der Realität sehr vielschichtig. Theoretisch können sie nach beschaffungsorientierten, kostenorientierten, strategischen und absatzorientierten Motiven unterschieden werden (vgl. DUNNING 1999, S. 3f. u. 1993a, S. 57ff.). Beschaffungsorientierte ADI dienen der Belieferung des investierenden Unternehmens mit Rohstoffen und Vorprodukten, die im Inland nicht ausreichend oder nicht hinreichend preiswert zur Verfügung stehen (vgl. BRAUN 1988, S. 21). Ihre Bedeutung ist weltweit seit Jahrzehnten zurückgegangen, jedoch gibt es noch (Entwicklungs-) Länder, die ausschließlich aufgrund ihrer Rohstoffvorkommen für ausländische Investoren von Interesse sind (vgl. DUNNING 1999, S. 12). Auch für Südafrika lässt sich vermuten, dass beschaffungsorientierte ADI im Hinblick auf den außergewöhnlichen Rohstoffreichtum des Landes noch eine Rolle spielen. Dem Typus der kostenorientierten ADI liegt das Motiv der Ausnutzung günstiger Produktionsfaktoren zugrunde (vgl. DBB 1997, S. 68). Sie können streng genommen auch als eine Sonderform der beschaffungsorientierten Investitionen (z.B. des „Rohstoffes“ Arbeitskraft) gesehen werden, so dass sie von verschiedenen Autoren nicht als eigenständiger Typ abgegrenzt werden. Strategische ADI werden von Unternehmen in der Absicht vorgenommen, eine errungene Marktstellung bzw. einen unternehmensspezifischen Wettbewerbsvorteil zu behaupten bzw. Konkurrenten auszuschalten (vgl. DUNNING 1999, S. 4). Der vierte und heutzutage bedeutendste ADI-Typus ist der der absatzorientierten ADI. Aufgrund einer zunehmenden Sättigung der inländischen Märkte sowie der Globalisierung von Produkt- und Faktormärkten investieren Unternehmen heute vornehmlich mit dem Ziel der Markterschließung, –erweiterung und –erhaltung (vgl. HOFFMANN 1997, S. 13; REKER 2001, S. 180). Für die Zukunft ist angesichts der fortschreitenden Globalisierung der Produktionsprozesse und des Outsourcings einzelner Produktionsschritte jedoch zu erwarten, dass kostenorientierte ADI mehr und mehr an Bedeutung gewinnen werden.
1 EINLEITUNG: Darstellung der globalen Bedeutung von Direktinvestitionen und Hinführung zur Fragestellung der Arbeit bezüglich des Standorts Südafrika.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER AUSLÄNDISCHEN DIREKTINVESTITIONEN: Erläuterung grundlegender Begriffe und theoretischer Erklärungsansätze für Direktinvestitionen wie das OLI-Paradigma und die Produktlebenszyklushypothese.
3 BETRACHTUNG RELEVANTER DETERMINANTEN DES INVESTITIONSKLIMAS: Analyse der internen und externen Faktoren, die das Investitionsklima in Südafrika nach dem Ende der Apartheid prägen.
4 DIE INVESTITIONSTÄTIGKEIT AUSLÄNDISCHER UNTERNEHMEN IN SÜDAFRIKA: Untersuchung der Entwicklungsdynamik und struktureller Merkmale ausländischer Direktinvestitionen im Vergleich zu anderen Schwellenländern.
5 DIE INVESTITIONSTÄTIGKEIT DEUTSCHER UNTERNEHMEN IN SÜDAFRIKA: Detaillierte Analyse des historischen und aktuellen deutschen Engagements, inklusive Unternehmensgröße, Investitionsformen und sektoraler Verteilung.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie Einschätzung künftiger Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten für den Standort Südafrika.
Südafrika, Ausländische Direktinvestitionen, ADI, Investitionsklima, Deutschland, Transformation, Wirtschaftsstruktur, Produktlebenszyklus, Globalisierung, Schwellenländer, M&A, Privatisierung, Arbeitsmarkt, Standortwahl, Sektorale Struktur.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Struktur der ausländischen Direktinvestitionen in Südafrika mit besonderem Fokus auf dem Engagement deutscher Unternehmen seit dem Ende der Apartheid.
Zentrale Themen sind die Einflussfaktoren der Standortwahl, die wirtschaftliche Transformation Südafrikas, die Rolle regionaler Integration sowie die Analyse sektoraler und regionaler Verteilungsmuster von Investitionen.
Das Ziel ist es, Investitionsmotive ausländischer und deutscher Unternehmen zu klären, das südafrikanische Investitionsklima zu bewerten und die Anwendbarkeit theoretischer Ansätze zu prüfen.
Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung themenbezogener Fachliteratur und Sekundärstatistiken, ergänzt durch Expertengespräche und Informationen aus Wirtschaftsgesprächen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der Determinanten des Investitionsklimas sowie eine detaillierte Untersuchung der Investitionstätigkeit ausländischer und insbesondere deutscher Unternehmen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Direktinvestitionen, Südafrika, Transformation, Investitionsklima und deutsche Unternehmensengagements charakterisiert.
Die Privatisierung staatlicher Unternehmen im Rahmen der GEAR-Strategie war ein wesentlicher Treiber für den Anstieg von Investitionen, insbesondere in Form von Fusionen und Übernahmen (M&A).
Die Pandemie wirkt sich negativ auf die Produktivität aus und führt zu steigenden Lohnnebenkosten sowie höheren Ausgaben für die betriebliche Ausbildung, was Investoren vor zusätzliche Herausforderungen stellt.
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