Examensarbeit, 2009
38 Seiten, Note: 13 Punkte
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Warum Lesemotivationsförderung in dieser Klasse?
2 Was ist Lesemotivation und was beeinflusst sie?
2.1 Was ist Lesemotivation?
2.2 Einflüsse und Erfahrungen, die die Lesemotivation bedingen
2.2.1 Leseerfahrungen im sozialen Umfeld und die Konsequenzen
2.2.2 Die subjektive Verarbeitung
2.2.3 Das lesebezogene Selbstkonzept
2.2.4 Lesebezogene Wert- und Erwartungshaltungen
3 Lesemotivationsförderung als Aufgabe der Schule
3.1 Chancen aus der gelungenen familiären Lesesozialisation
3.1.1 Eine anregende Leseumwelt
3.1.2 Erwachsene Lesevorbilder
3.1.3 Verschiedene alltägliche Lesesituationen mit Rückzugsmöglichkeiten und praktischen Handlungszusammenhängen
3.1.4 Die Peergroup
3.1.5 Eine Übersicht über die Möglichkeiten schulischer Lesemotivationsförderung
4 Freie Lesezeit und Lesetagebuch
5 Übersicht über die praktische Durchführung
5.1 Der Besuch der Schulbibliothek
5.2 Die Neueinrichtung der Klassenbibliothek
5.2.1 Bücher
5.2.2 Lesespiele
5.3 Die Freie Lesezeit
5.4 Einführung des Lesepasses
5.5 Einführung des Lesetagebuches
5.6 Typischer Ablauf einer Freien Lesezeit
6 Evaluation
Die Arbeit untersucht, wie durch die Implementierung einer „Freien Lesezeit“ und eines „Lesetagebuchs“ die Lesemotivation von Kindern in einer Eingangsstufenklasse gezielt gefördert werden kann, um eine positive Einstellung zum Lesen zu entwickeln.
2.2.2 Die subjektive Verarbeitung
Als zweiter Faktor wirkt sich die subjektive Verarbeitung von Leseerfahrungen jedes Einzelnen in Vergangenheit und jetzt sehr stark auf die Lesemotivation aus.
Man unterscheidet hierbei zwei Arten von Attributierungen, die sich die Person zuschreibt:
Internale Attributierungen: Schlechtes Abschneiden z.B. beim Vorlesen wird auf geringe Begabung oder schlechte Vorbereitung sowie Anstrengung zurückgeführt.
Externale Attributierungen: Als Erklärung für schlechtes Abschneiden werden z.B. zu schwierige Aufgaben, Pech oder Zufall vermutet.
Misserfolge beim Lesen, die sich auf kaum veränderliche Ursachen beziehen, wirken sich dauerhaft negativ auf die Grundeinstellung zum Lesen aus. Es ist aus Sicht der Lernenden ja keine Aussicht auf Besserung in Sicht bzw. erreichbar. In der Schule ist es deshalb wichtig, dass lesebezogene Selbstkonzept (Wie sehe ich mich als Leser?) durch adäquate Rückmeldung zu stärken, damit Motivation erhalten bleibt bzw. entsteht.
1 Warum Lesemotivationsförderung in dieser Klasse?: Eine Analyse der bestehenden Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler, die ein heterogenes Bild zeigt und die Notwendigkeit für Fördermaßnahmen verdeutlicht.
2 Was ist Lesemotivation und was beeinflusst sie?: Theoretische Klärung des Begriffs Lesemotivation und die Identifikation zentraler Einflussfaktoren wie familiäre Sozialisation und Selbstkonzept.
3 Lesemotivationsförderung als Aufgabe der Schule: Darstellung der schulischen Handlungsspielräume und der Bedeutung einer anregenden Leseumwelt sowie der Rolle der Lehrkraft.
4 Freie Lesezeit und Lesetagebuch: Begründung und Einführung der gewählten Konzepte zur Förderung der Lesefreude und Selbsttätigkeit im Unterricht.
5 Übersicht über die praktische Durchführung: Konkrete Beschreibung der Umsetzung von Klassenbibliothek, Spielangeboten, Lesezeiten und Dokumentationsinstrumenten in der Praxis.
6 Evaluation: Reflexion der durchgeführten Maßnahmen anhand der Schülerrückmeldungen und Beobachtungen sowie Ausblick auf weitere Optimierungsmöglichkeiten.
Lesemotivation, Leseförderung, Eingangsstufe, Freie Lesezeit, Lesetagebuch, Lesepass, Klassenbibliothek, Lesekompetenz, Lesesozialisation, Selbstkonzept, Lesespiel, Lesefreude, Schüleraktivierung, Unterrichtspraxis, Literaturerziehung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und praktischen Umsetzung eines Konzepts zur Steigerung der Lesemotivation bei Kindern einer Eingangsstufenklasse.
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Lesemotivation, die Gestaltung einer motivierenden Leseumwelt sowie die praktische Anwendung von Lesezeiten und Reflexionsmethoden.
Das Ziel ist es, den Schülern durch ein selbstbestimmtes Leseangebot und begleitende Instrumente wie das Lesetagebuch zu einem positiven, motivierten Umgang mit Literatur zu verhelfen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Bestandsaufnahme (Befragung), Literaturanalyse und handlungsorientierter Praxisreflexion im Rahmen der eigenen Lehrtätigkeit.
Der Hauptteil dokumentiert detailliert die Einrichtung einer Klassenbibliothek, den Einsatz von Lesespielen, die Etablierung der „Freien Lesezeit“ und die Arbeit mit Lesepass und Lesetagebuch.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Lesemotivation, Leseförderung, Eingangsstufe und handlungsorientierter Unterricht beschreiben.
Das Selbstkonzept beeinflusst maßgeblich, ob ein Kind sich zutraut, Texte zu bewältigen; ein negatives Bild kann zu Vermeidungshaltung führen, während Erfolgserlebnisse die Motivation stärken.
Der Austausch über Gelesenes in der „Anschlusskommunikation“ dient als sozialer Anlass, steigert das Textverständnis und fördert die Lust an der Lektüre durch gegenseitige Empfehlungen.
Durch ein differenziertes Angebot (von Spielen auf Wortebene bis hin zu komplexeren Texten) und eine Bepunktung der Bücher nach Schwierigkeitsgrad konnte jedem Kind ein passendes Angebot gemacht werden.
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