Diplomarbeit, 2005
89 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 HISTORISCHER HINTERGRUND
1.2 DIE PRIVATISIERUNG DES STAATLICHEN MACHTMONOPOLS
1.3 WAS SIND „PRIVATE MILITARY COMPANIES“ ODER „PMCS“?
1.4 KATEGORISIERUNG VON PMCS
1.4.1 MILITARY „CORE-TASKS“ NACH CARL VON CLAUSEWITZ
1.4.2 KATEGORISIERUNGSMODELLE
2 DER KONFLIKTRAUM AFGHANISTAN
2.1 JÜNGERE GESCHICHTE AFGHANISTANS
2.2 DIE LAGE – WIRTSCHAFT, DROGENANBAU, SICHERHEIT
3 DIE UNTERNEHMEN IN AFGHANISTAN
3.1 DYNCORP
3.1.1 BODYGUARDS FÜR DEN PRÄSIDENTEN
3.1.2 DIE AUSBILDUNG DER ANA & ANP
3.1.3 DYNCORP UND DER ANTI-DROGEN EINSATZ
3.1.4 DIE SICHERHEIT DYNCORPS
3.2 GLOBAL RISK STRATEGIES
3.2.1 DIE SICHERUNG DER PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN
3.2.2 DIE WÄHRUNGSUMSTELLUNG
3.2.3 SONSTIGE DIENSTLEISTUNGEN DER FIRMA
3.3 BLACKWATER USA
3.3.1 BLACKWATER IM KAMPF GEGEN DIE DROGEN
3.3.2 VERLUSTE DER FIRMA IN AFGHANISTAN
3.3.3 DER STELLENMARKT
3.3.4 BLACKWATER ALS SICHERHEITSDIENSTLEISTER
3.4 KELLOGG BROWN & ROOT
3.4.1 CAMP INFRASTRUKTUR IN AFGHANISTAN
3.4.2 WEITERE TÄTIGKEITEN VON KBR
3.4.3 VERLUSTE DER FIRMA IN AFGHANISTAN
3.5 RONCO
3.5.1 MINENRÄUMUNG DURCH RONCO IN AFGHANISTAN
3.5.2 WAFFENVERNICHTUNG DURCH RONCO
3.5.3 KOORDINATION VON USAID-MAßNAHMEN
3.6 US PROTECTION AND INVESTIGATIONS (USPI)
3.6.1 VERWICKLUNGEN IN DEN DROGENHANDEL
3.7 WEITERE UNTERNEHMEN
3.7.1 SAIC
3.7.2 MPRI – MILITARY PROFESSIONAL RESOURCES INC.
3.7.3 WORLDWIDE LANGUAGE RESOURCES INC.
3.7.4 SCG INTERNATIONAL RISK
3.7.5 SPECIAL OPS ASSOCIATES
3.8 TABELLARISCHE BRANCHENÜBERSICHT
4 CONTRACTING IM RAHMEN VON CIA EINSÄTZEN IN AFGHANISTAN?
4.1 DIE „SPECIAL OPERATIONS GROUP“ IN AFGHANISTAN
4.2 JOHNNY MICHAEL SPANN
4.3 CHRISTOPHER GLENN MILLER UND WILLIAM CARLSON
4.4 COLIN BERRY
4.5 DAVID A. PASARO
5 DIE „BOUNTY HUNTER“
5.1 JONATHAN KEITH IDEMA – “TASK FORCE SABER”
5.1.1 SELBSTJUSTIZ UND FOLTERVORWÜRFE GEGEN DIE „TASK FORCE SABER“
5.1.2 IDEMA UND DIE MEDIEN
5.1.3 DIE GLAUBWÜRDIGKEIT IDEMAS IM VERLAUF DES GERICHTSVERFAHRENS
6 RESÜMEE
7 NACHWORT
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen empirischen Überblick über das Engagement privater Militär- und Sicherheitsdienstleister in Afghanistan zu geben und deren Aktivitäten im Rahmen der aktuellen Sicherheitslage zu analysieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie diese Akteure das staatliche Gewaltmonopol beeinflussen und welche Rolle sie im Wiederaufbau und in militärischen Unterstützungsfunktionen einnehmen.
3.1.1 Bodyguards für den Präsidenten
Dyncorps Engagement in Afghanistan besteht seit September 2002. Im Zuge der Neustrukturierung der afghanischen Administration und Regierung unter dem damaligen Interimspräsidenten Hamid Karzai fiel der Schutz des Regierungsoberhauptes zunächst in die Verantwortung einer dem US-Verteidigungsministerium (DOD) unterstellten Spezialeinheit. Im Rahmen von Umstrukturierungen wurde die Sicherheit Karzais in den Verantwortungsbereich des State Departments übertragen. Da dieses in aller Regel die Dienste des hauseigenen Diplomatic Security Service (DSS) zum Schutz von Diplomaten und Politikern in Anspruch nahm, wurde der DSS auch mit diesem Fall betraut. Der DSS wiederum entschloss sich zum Engagement eines externen Sicherheitsdienstleisters. Dies führte dazu, dass nach den ersten Verhandlungen im September die private Firma Dyncorp ab Oktober mit dem Personenschutz für Präsident Karzai beauftragt wurde. Neben diesem Auftrag wurde außerdem festgelegt, dass Dyncorp für die Sicherheit des Präsidentenpalastes sowie die Bewachung des US-Botschafters in Afghanistan verantwortlich sei.
Die Vertragsmodalitäten sahen zunächst einen Zeitraum von sechs Monaten mit Verlängerungsmöglichkeit um weitere sechs Monate vor. Das Vertragsvolumen war flexibel und hing vom letztendlichen Umfang der Tätigkeiten Dyncorps ab. Es wurde ein Maximalvolumen von 50 Mio. US$ vereinbart. Diese Grenze wurde jedoch bereits im Juli 2003 überschritten, da zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 82 Mio. US$ aufgelaufen waren.
Nach Ablauf der zunächst vereinbarten Vertragslaufzeit wurde der Vertrag mit Dyncorp auf die Nachkriegsphase erweitert. Auf eine Neuausschreibung des Auftrages wurde seitens des State Departments mit dem Hinweis, es sei kein anderer Anbieter verfügbar, der diese Aufgaben ohne Zeitverzögerung ausführen könne, verzichtet. Außerdem sei Dyncorp das einzige Unternehmen, welches dieser Aufgabe gewachsen sei.
1 EINLEITUNG: Darstellung der theoretischen Ansätze zur Privatisierung militärischer Aufgaben und Einführung des „Tip of Spear“-Modells.
2 DER KONFLIKTRAUM AFGHANISTAN: Analyse der historischen Entwicklung Afghanistans mit Fokus auf den Einfluss des Drogenanbaus auf die Sicherheitslage.
3 DIE UNTERNEHMEN IN AFGHANISTAN: Ausführliche Vorstellung der in Afghanistan tätigen privaten Militär- und Sicherheitsfirmen sowie deren konkrete Aufgabenfelder.
4 CONTRACTING IM RAHMEN VON CIA EINSÄTZEN IN AFGHANISTAN?: Beleuchtung der Rolle von zivilem Kontraktpersonal in geheimen paramilitärischen Operationen.
5 DIE „BOUNTY HUNTER“: Untersuchung der Aktivitäten unabhängiger Akteure wie Jonathan Keith Idema in Afghanistan.
6 RESÜMEE: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen privater militärischer Akteure auf den afghanischen Wiederaufbau.
Private Military Companies, PMCs, Afghanistan, Sicherheit, Privatisierung, Militär, Dyncorp, Blackwater, Kellogg Brown & Root, Ronco, CIA, Söldner, Konfliktmanagement, Wiederaufbau, Drogenbekämpfung.
Die Arbeit untersucht das Engagement privater Militär- und Sicherheitsfirmen im Afghanistan-Konflikt und analysiert deren Einfluss auf die Sicherheitslage und den staatlichen Wiederaufbau.
Die zentralen Themen sind die Privatisierung staatlicher Sicherheitsaufgaben, die Kategorisierung von privaten Militärunternehmen (PMCs) und die Rolle dieser Akteure im afghanischen Kontext.
Ziel ist es, einen ersten empirischen Überblick über die tatsächlichen Aktivitäten privater Dienstleister in Afghanistan zu geben und deren Rolle zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine qualitative empirische Annäherung, basierend auf Literaturanalyse, Internetrecherche, Telefoninterviews und der Auswertung von Firmen- und Regierungsdokumenten.
Im Hauptteil werden detailliert die Profile und Tätigkeiten führender Firmen wie Dyncorp, Global Risk Strategies, Blackwater, KBR und Ronco in Afghanistan dargelegt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Private Military Companies, Privatisierung, Afghanistan, Sicherheit und Contracting definiert.
Afghanistan gilt im Vergleich zum Irak als ein für Dienstleister verhältnismäßig sicheres Einsatzgebiet, in dem Firmen weniger als direkte Kampfparteien wahrgenommen werden.
Die Arbeit beleuchtet am Beispiel von Jonathan Keith Idema, wie irreguläre Akteure auf eigene Faust versuchen, durch "Kopfgeld"-Jagden in die Sicherheitsarchitektur einzugreifen.
Die Ausbildung wird zwar als technisch notwendig beschrieben, steht jedoch wegen mangelnder interkultureller Kompetenz und der Vernachlässigung lokaler Probleme in der Kritik.
Der Autor fordert eine stärkere staatliche Regulierung und Transparenz, um negative Auswirkungen und unkontrollierte Sicherheitsrisiken durch private Akteure zu minimieren.
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