Bachelorarbeit, 2022
45 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlagen: Was ist Geld
2.1. Geschichte des Geldes
2.2. Geld als Medium
2.3. Die Bedeutung von Vertrauen
3. Einführung von Kryptowährungen
3.1 Bitcoin
3.1.1. Mining
3.1.2. Wallets, Puplic Address & Private Key
3.1.3. Privatsphäre, Anonymität & Transparenz
3.2 Ethereum
3.3 Altcoins
4. Die Blockchain-Technologie
5. Möglichkeiten, Dezentralisierung & Risiken
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Potenzial und die gesellschaftlichen Risiken von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Aus medienwissenschaftlicher und mediensoziologischer Perspektive wird analysiert, wie diese neuen digitalen Währungen als Medientechnologien das traditionelle Geldsystem herausfordern und welche Auswirkungen ihre Etablierung auf Vertrauensstrukturen sowie die digitale Freiheit in der Gesellschaft hat.
3.1.2. Wallets, Puplic Address & Private Key
Ein Wallet ist das Äquivalent zu einem Bankkonto oder einer Geldbörse, wobei der Vergleich zu einem Bankkonto passender ist, denn der Unterschied zwischen Wallets und Geldbörsen liegt darin, dass ein Wallet nicht direkt die Kryptowährungen speichert, sondern die Informationen über die Schlüsselpaare, den öffentlichen (Puplic Address) und den privaten Schlüssel (Private Key). (vgl. Dölle; Mantel 2021, S. 28) Der Private Key ist das Passwort zu diesem Konto. Durch die Puplic Address können andere das dazugehörige Konto einsehen, oder Transaktionen mit der Puplic Address als Empfänger tätigen. Jedoch nur mit dem Private Key hat man tatsächlich Zugriff auf das Konto, weshalb es sehr wichtig ist, diesen nicht zu verlieren oder ihn ungewollt zu veröffentlichen. Sollte man den Private Key verlieren oder vergessen, ist der Zugang zu dem Konto, worauf die Information zu den Coins gespeichert ist, für alle Zeiten verloren. Die Coins allerdings bleiben auf der Blockchain gespeichert, da sie dezentral auf den beteiligten Systemen gesichert sind. Es gibt keine andere Instanz, die das Konto verwaltet, die man in diesem Fall um Hilfe fragen könnte, da in einem dezentralen System keine zentrale Institution existiert.
Es gibt unterschiedliche Arten von Wallets, die man zu Aufbewahrung der Schlüsselpaare nutzen kann. Hosp zählt hier das Paper Wallet (man schreibt sich den Private Key auf ein Blatt Papier), zweitens das Mind Wallet (man merkt sich die Private Keys), drittens das Soft Wallet (Privat Keys werden in einer bestimmten Wallet-App gespeichert, das Hard Wallet (spezielle Sticks zur Aufbewahrung der Information) und zuletzt Exchanges, also Kryptobörsen-Plattformen, die den Private Key für jemanden verwalten. (vgl. Hosp 2017, S. 90) Die Verantwortung über die Informationen zu dem virtuellen Bankkonto liegt vollständig bei dem jeweiligen Besitzer. Exchanges bieten zwar an, die Schlüsselpaare vorläufig für einen zu verwalten, allerdings ist das riskant, da man dadurch das Passwort zum eigenen virtuellen Bankkonto in fremde Hände legt. Auch Soft Wallets sind nicht vor Angriffen geschützt. Im Darknet bekommt man bereits ab 50 Euro Computerviren, die darauf spezialisiert sind, diese Wallets aufzuspüren, deren Passwörter zu hacken oder die Adresse verfälschen, um so den Zugang zu manipulieren. (Dölle; Mantel 2021, S. 28) Der Kauf von Kryptowährungen bedingt also auch immer einen gewissen Grad von Eigenverantwortung und Selbstorganisation.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Kryptowährungen als neue Medientechnologie ein und definiert das Ziel, die Auswirkungen dieser digitalen Phänomene auf die Gesellschaft zu analysieren.
2. Grundlagen: Was ist Geld: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Geldes sowie dessen theoretische Funktion als Tauschmedium und Relation, wobei insbesondere der mediale Charakter von Geld hervorgehoben wird.
2.1. Geschichte des Geldes: Der Abschnitt skizziert den Wandel von Tauschobjekten mit intrinsischem Wert hin zur abstrakten Form von Fiat-Währungen und der zunehmenden Zentralisierung des Bankenwesens.
2.2. Geld als Medium: Hier wird Geld als extension des Körpers und quasi-objekt diskutiert, das soziale Beziehungen stabilisiert und als Instrument zur Konversion von Werten fungiert.
2.3. Die Bedeutung von Vertrauen: Der Fokus liegt auf der essenziellen Rolle des Vertrauens in zentralisierte Institutionen bei Fiat-Währungen und wie dieses Vertrauen durch technische mathematische Prinzipien bei Kryptowährungen ersetzt wird.
3. Einführung von Kryptowährungen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen virtueller Währungen, deren Funktionsweise durch Kryptographie und die Bedeutung dezentraler Konsensverfahren mittels Blockchain.
3.1 Bitcoin: Es werden die Ursprünge von Bitcoin als erstes dezentrales Zahlungssystem sowie dessen technische und philosophische Grundlagen für nutzerautonome Transaktionen dargelegt.
3.1.1. Mining: Der Prozess der Transaktionsvalidierung mittels Proof-of-Work und der Wettbewerb der Miner um die Erstellung neuer Blöcke werden detailliert beschrieben.
3.1.2. Wallets, Puplic Address & Private Key: Dieser Unterpunkt befasst sich mit der technischen Verwaltung digitaler Guthaben, dem Unterschied zwischen öffentlicher Adresse und privatem Schlüssel sowie den damit verbundenen Sicherheitsaspekten der Eigenverantwortung.
3.1.3. Privatsphäre, Anonymität & Transparenz: Die Autoren analysieren das Spannungsfeld zwischen der Anonymität der Cypherpunk-Ideologie und der notwendigen Transparenz der Blockchain-Technologie.
3.2 Ethereum: Dieses Kapitel stellt Ethereum als Blockchain zweiter Generation vor, die durch programmierbare Smart Contracts über einfache Zahlungen hinausgeht und dezentrale Applikationen ermöglicht.
3.3 Altcoins: Hier wird kurz auf neuere Kryptowährungen wie Cardano, Solana und Ripple eingegangen, die alternative Konsens-Algorithmen und Anwendungsgebiete verfolgen.
4. Die Blockchain-Technologie: Dieser Abschnitt ordnet die technologischen Innovationen der Blockchain in eine Reihe von Paradigmen ein und beleuchtet die Wurzeln des Konzepts bei Pionieren wie Haber und Stornetta.
5. Möglichkeiten, Dezentralisierung & Risiken: Das Kapitel diskutiert kritisch die Herausforderungen wie Umweltbilanz, hohe Volatilität und das Potenzial zur neuen Überwachung in einer potenziell kybernetischen Gesellschaftsform.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Zwiegespaltenheit der Krypto-Community zusammen und betont, dass die weitere Entwicklung maßgeblich von der verantwortungsvollen gesellschaftlichen Reflexion dieser Technologien abhängt.
Kryptowährungen, Bitcoin, Ethereum, Blockchain, Dezentralisierung, Geldsystem, Medienwissenschaft, Vertrauen, Smart Contracts, Privatsphäre, Cybernetics, Fiat-Währungen, Datensicherheit, Konsensverfahren, Digitalisierung
Die Arbeit untersucht die medientechnologische Rolle von Kryptowährungen und der Blockchain sowie deren Potenzial, das traditionelle, auf Vertrauen basierende Wirtschaftssystem zu dezentralisieren.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Geldes, die technische Funktionsweise von Bitcoin und Ethereum, die philosophischen Hintergründe des Vertrauensverlusts in staatliche Institutionen sowie die soziopolitischen Auswirkungen einer digitalen Wirtschaft.
Wie verändern Kryptowährungen als neue Medientechnologien das Verständnis von Geld und welche gesellschaftlichen Chancen und Risiken ergeben sich aus ihrer dezentralen Struktur?
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse, die medienwissenschaftliche und mediensoziologische Perspektiven verbindet, um die technologische Entwicklung in einen größeren gesellschaftlichen Kontext einzuordnen.
Im Hauptteil werden vor allem die Blockchain-Technologie, das Mining-Konzept, die Bedeutung technischer Schlüssel (Private Keys) und der Übergang von Bitcoin zu komplexeren Systemen wie Ethereum und Smart Contracts detailliert erörtert.
Wichtige Keywords sind Dezentralisierung, Trustless-Systeme, Kryptoökonomie, Blockchain-Generationen, Eigenverantwortung und kybernetische Gesellschaftsform.
Mining ist der dezentrale Prozess, bei dem Nodes und Miner durch Rechenleistung in einem Konsens-Verfahren Transaktionen validieren und zur Blockchain hinzufügen, wofür sie mit digitalen Einheiten entlohnt werden.
Während Bitcoin primär als dezentrales Zahlungsmittel konzipiert wurde, bietet Ethereum eine Plattform für programmierbare Verträge (Smart Contracts) und dezentrale Applikationen (DApps), was den Einsatzbereich der Blockchain massiv erweitert.
Die Arbeit warnt davor, dass die Blockchain bei Fehlverwendung durch staatliche Institutionen oder große Konzerne als mächtiges Instrument zur permanenten Überwachung und totalen Transparenz missbraucht werden könnte.
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