Bachelorarbeit, 2023
36 Seiten, Note: 2,0
1. Hinführung
2. Textkritik am griechischen Ausgangstext
3. Textorientierte Analyse
3.1 Syntaktisch-Stilistische Analyse
3.2 Semantische Analyse zentraler Begriffe
3.3 Gattungsanalyse
3.4 Narratologische Analyse
3.5 Pragmatische Analyse
4. Geschichtsorientierte Analyse
4.1 Quellenanalyse
4.2 Redaktionskritik
4.3 Der Text in seinem historischen Kontext
4.4 Religionsgeschichtlicher Vergleich und alttestamentliche Bezüge
5. Didaktisches Potenzial
6. Zusammenfassende Exegese und Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Perikope „Die Stillung des Seesturms“ (Mk 4,35-41) mittels der Methoden der neutestamentlichen Exegese. Das primäre Ziel ist es, die inhaltliche Aussage und die Intention der Perikope herauszuarbeiten und auf dieser Basis ihr Potenzial für den Religionsunterricht zu eruieren, wobei insbesondere die Herausforderungen der Thematisierung von Wundergeschichten beleuchtet werden.
1. Hinführung
In der folgenden Arbeit soll die Perikope „die Stillung des Seesturms“ in Mk 4,35-41 nach den Methoden der neutestamentlichen Exegese analysiert werden und anschließend auf ihr didaktisches Potenzial untersucht werden.
Die Perikope befindet sich im zweiten Teil des Evangeliums, welcher an den beiden Ufern des Meeres von Galiläa spielt und ist somit eine der drei Bootsfahrten innerhalb des Evangeliums. Diese ist dort in der Wundergeschichtesammlung (Mk 4-6) einzuordnen, welche die erste Geschichte dieser Sammlung darstellt. Die Textstelle handelt von der Beruhigung eines Sturmes, in welchen Jesu mit seinen Jünger*innen während einer Bootsfahrt gerät. Somit ist es Ziel dieser Arbeit die Aussage und Intention der Perikope herauszuarbeiten, welches anhand von zehn exegetischen Methodenschritten textorientierender und geschichtsorientierender Art erfolgt. Anschließend wird die Perikope auf ihr didaktisches Potenzial untersucht, in dem nicht nur die Möglichkeiten, sondern vor allem auch die Herausforderung beleuchtet werden, die eine Thematisierung der Wundergeschichte im Religionsunterricht mit sich bringt.
Die Motivation, diese Textstelle näher zu untersuchen, ergibt sich aus der natürlichen Faszination des Übernatürlichen und dem Wunsch, Einsichten über das Verhältnis zwischen Glaube und Vernunft zu erlangen. Besonders im didaktischen Kontext ist diese geistige Herausforderung eine Untersuchung wert.
1. Hinführung: Einführung in das Thema der Stillung des Seesturms und Darlegung des methodischen Vorgehens für die wissenschaftliche Untersuchung.
2. Textkritik am griechischen Ausgangstext: Analyse der abweichenden Lesarten im griechischen Originaltext von Mk 4,35-41 zur Etablierung einer gesicherten Textgrundlage.
3. Textorientierte Analyse: Umfassende Untersuchung des Textes hinsichtlich syntaktischer, semantischer, narratologischer und rhetorischer Strukturen.
4. Geschichtsorientierte Analyse: Erforschung des quellenkritischen Kontextes, der redaktionellen Bearbeitung durch Markus sowie des historischen und religionsgeschichtlichen Umfelds.
5. Didaktisches Potenzial: Reflexion über die Möglichkeiten und Herausforderungen, das biblische Wunder im Religionsunterricht altersgerecht und kritisch zu thematisieren.
6. Zusammenfassende Exegese und Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse aus der Exegese und dem didaktischen Teil zu einem abschließenden Gesamtbild der Perikope.
Stillung des Seesturms, Markus-Evangelium, Neutestamentliche Exegese, Wundergeschichte, Glaube und Vernunft, Jüngerverständnis, Historischer Kontext, Religionsunterricht, Didaktisches Potenzial, Textanalyse, Narratologie, Redaktionskritik, Wunder Jesu, Jesus von Nazareth, Bibel-Exegese.
Die Arbeit widmet sich der wissenschaftlichen Exegese der biblischen Wundergeschichte der „Stillung des Seesturms“ nach Markus 4,35-41.
Die Schwerpunkte liegen auf der textkritischen, semantischen und narratologischen Analyse sowie der didaktischen Aufbereitung der Erzählung für den Schulunterricht.
Das Ziel besteht darin, die Intention des Textes exegetisch zu ergründen und die spezifische Herausforderung zu identifizieren, die eine solche Wundererzählung im Kontext des Religionsunterrichts heute darstellt.
Es wurde eine zehngliedrige exegetische Methode angewandt, die sowohl textorientierte als auch geschichtsorientierte Analyseschritte umfasst.
Im Hauptteil erfolgen die detaillierte Analyse des griechischen Textes, die Einordnung in den historischen Kontext sowie die Auseinandersetzung mit anderen biblischen Überlieferungen (Matthäus/Lukas).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Stillung des Seesturms“, „Exegetische Methode“, „Markus-Evangelium“ und „Didaktik“ geprägt.
Die Jünger werden als ängstlich und im Glauben mangelhaft dargestellt, was die Arbeit als Demonstration von Verzweiflung und menschlicher Schwäche interpretiert.
Die geografischen Gegebenheiten des Sees Gennesaret und die antike Vorstellung von Naturgewalten und Dämonen liefern den Hintergrund, vor dem das Wunder der Stillung als machtvolle Handlung Jesu verstanden wird.
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