Bachelorarbeit, 2022
83 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Themenbereich und Problemaufriss
1.2 Relevanz der Fragestellung und Stand der Forschung
1.3 Forschungsfrage und Zielsetzung der Forschungsarbeit
1.4 Aufbau der Arbeit und methodische Vorgehensweise
2 Speisekarte
2.1 Arten und Formate von Speisekarten
2.1.1 Arten von Speisekarten
2.1.2 Formate von Speisekarten
2.2 Bedeutung und Funktionen der Speisekarte im 21. Jahrhundert
2.2.1 Marketing strategische Bedeutung der Speisekarte
2.2.2 Ökonomische Bedeutung der Speisekarte
2.3 Bestimmung des Begriffes der Effektivität in Bezug auf die Speisekarte
3 Systemgastronomie
3.1 Entwicklung der Systemgastronomie
3.2 Klassifizierung der Systemgastronomie
3.3 Fullservice-Systemgastronomie
4 Psychologische Aspekte im Kundenverhalten
4.1 Kaufentscheidung
4.1.1 Grundtypen der Kaufentscheidung
4.1.2 Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung
4.1.3 Kaufentscheidungsprozess
4.2 Die emotionale Kundenbindung
4.2.1 Einflussfaktoren auf die emotionalen Kundenbindung
4.2.2 Betriebswirtschaftliche Bedeutung der emotionalen Kundenbindung
5 Aspekte der Speisekartengestaltung
5.1 Inhaltliche Aspekte der Speisekartengestaltung
5.1.1 Gesetzlichen Vorgaben in Österreich
5.1.2 Informationsgehalt der Speisekarte
5.1.3 Speisenangebot
5.1.4 Bezeichnung der Speisen
5.1.5 Sprachliche Merkmale
5.2 Gestalterische Aspekte der Speisekartengestaltung
5.2.1 Haptische Merkmale und Format der Speisekarte
5.2.2 Farbliche und typografische Merkmale der Speisekarte
5.2.3 Bilder und Symbole
5.3 Verkaufspsychologische Aspekte der Speisekartengestaltung
5.3.1 Platzierung und Anordnung der Speisen
5.3.2 Boxing der Speisen
5.3.3 Preiskennzeichnung
6 Conclusio
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, eine umfassende Hilfestellung für die Erstellung und Optimierung von Speisekarten in der Fullservice-Systemgastronomie zu erarbeiten, um diese als effektives Verkaufsinstrument zur Umsatzsteigerung und Kundenbindung zu nutzen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, welche inhaltlichen, gestalterischen und verkaufspsychologischen Kriterien beachtet werden müssen, um die Speisekarte als "stillen Verkäufer" bestmöglich einzusetzen.
5.3.1 Platzierung und Anordnung der Speisen
Um die Anordnung und Platzierung der Speisen innerhalb der Speisekarte auf Basis der vorhandenen Literatur zu diskutieren, sind zunächst das Kapitel einleitend, Blickbewegungsstudien in Bezug auf das Blickverhalten der KonsumentInnen innerhalb der Speisekarte zu beleuchten und zu untersuchen. Das Muster der Blickbewegung beschreibt die Bewegungsrichtung der Augen beim Lesen der Speisekarte und wie sich die Blickbewegung auf die endgültige Wahl eines Menüpunkts auswirkt. In der Fachsprache wird jenes Forschungsgebiet mit den englischen Begriffen „Gaze Movement“ oder „Gaze Motion“ beschrieben (Choi et al., 2010, S. 68). Die meisten KundInnen verbringen durchschnittlich nur 109 Sekunden mit dem Lesen einer Speisekarte (Pasevic, 2005, S. 39). Jene Zeit, die also benötigt wird, um eine Speisekarte zu lesen und eine Entscheidung zu treffen, sollte bei der Anordnung und der Platzierung der Speisen innerhalb der Speisekarte berücksichtigt und zum Vorteil des Unternehmens genutzt werden, indem die profitabelsten Produkte optimal platziert werden (Pasevic, 2005, S. 39f).
Pasevic betont, dass Menschen die Speisekarten und deren Inhalt eher scannen als wirklich genau zu lesen und die Blickbewegungen je nach Person abweichen (Pasevic, 2005, S. 40). Die Blickbewegung der Betrachter kann insbesondere nach kulturellem Hintergrund und körperlichen Merkmalen variieren (Choi et al., 2010, S. 69). So blicken Menschen, die in einer linkslastigen Kultur leben, nach der Left Marketing Theory normalerweise eher zuerst auf die linke und anschließend erst auf die rechte Seite der Speisekarte. Dabei ist das Blickverhalten der KonsumentInnen vom Seitenformat der Speisekarte nur bedingt abhängig, denn nach Wade (2006, S. 11f) gibt es keinen signifikanten Unterschied, ob die Speisekarte ein-, zwei-, drei- oder vierseitig ist, da der Blickverlauf der Augen meist annähernd ähnlich sei. Gegenständlich wird der Fokus der Untersuchungen auf zweiseitige Speisekartenformate gelegt, um eine konzentrierte tiefgehende Beleuchtung des Themas sicherzustellen und um den Umfang der vorliegenden Arbeit nicht zu sehr auszuweiten.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Gastronomiegewerbe, die Relevanz der Speisekartengestaltung als Verkaufsinstrument und die methodische Vorgehensweise der Forschungsarbeit.
2 Speisekarte: Hier wird die historische Entwicklung, die Definition, die ökonomische und strategische Bedeutung der Speisekarte sowie der Begriff der Effektivität im Gastronomiekontext untersucht.
3 Systemgastronomie: Dieses Kapitel definiert und klassifiziert die Systemgastronomie, mit besonderer Fokussierung auf die Fullservice-Variante unter Berücksichtigung ihrer Merkmale und Geschichte.
4 Psychologische Aspekte im Kundenverhalten: Es wird analysiert, wie Kaufentscheidungen bei Gästen entstehen, welche Rolle das Involvement spielt und wie die emotionale Kundenbindung durch psychologische Faktoren beeinflusst wird.
5 Aspekte der Speisekartengestaltung: Dies ist das Kernkapitel der Arbeit, welches die inhaltlichen, gestalterischen (Haptik, Farbe, Bilder) und verkaufspsychologischen Aspekte für die Optimierung der Speisekarte detailliert erforscht.
6 Conclusio: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und mit einem Hypothesenmodell veranschaulicht, das die Effektivität einer Speisekarte systematisch darstellt.
Systemgastronomie, Speisekartengestaltung, Verkaufspsychologie, Kundenbindung, Kaufentscheidung, Marketing, Fullservice, Preismanagement, Blickbewegungsstudien, Guest Experience, Effektivität, Menüdesign, Konsumentenverhalten, Werbemedium, Wirtschaftlichkeit
Die Arbeit untersucht, wie Speisekarten in der Fullservice-Systemgastronomie gestaltet werden müssen, um einerseits Gäste effizient vom Angebot zu überzeugen und andererseits den ökonomischen Erfolg des Betriebes durch psychologische Verkaufsargumente langfristig zu sichern.
Die Schwerpunkte liegen auf drei Säulen: inhaltliche Kriterien (Informationsangebot, gesetzliche Pflichtangaben), gestalterische Parameter (Layout, Typografie, Farbe, Haptik) und verkaufspsychologische Instrumente (Platzierung, "Boxing", Preisstrategien).
Das Ziel ist die Ableitung einer praxistauglichen Hilfestellung für Gastronomen, um durch systematisches Design eine verkaufsfördernde und kundenbindende Speisekarte zu entwickeln, gestützt durch ein abgeleitetes Hypothesenmodell.
Es wurde eine systematische Literaturanalyse durchgeführt, bei der Erkenntnisse aus Fachwissen, Journals und wissenschaftlichen Studien kritisch diskutiert, reflektiert und in einem konzeptionellen Modell zusammengeführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine psychologische Fundierung des Kundenverhaltens sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den drei Gestaltungsdimensionen Inhalt, Design und Verkaufspsychologie.
Wichtige Fachbegriffe sind "Systemgastronomie", "Effektivität", "Boxing", "Kaufentscheidungsprozess", "Qualitätswahrnehmung" sowie "Corporate Design", die das Zusammenspiel zwischen Gastwahrnehmung und betrieblichem Profit definieren.
Das "Boxing" bezeichnet die gezielte optische Hervorhebung von Menüpunkten mittels Kästchen. Dies soll die Aufmerksamkeit der Gäste magnetisch auf bestimmte Gerichte lenken, vorzugsweise auf solche mit hohen Deckungsbeiträgen.
Farben prägen das Denken und Fühlen der Gäste unbewusst. Sie können die Wahrnehmung von Preis und Qualität verändern, Aufmerksamkeit erregen und das "Corporate Design" eines Betriebes zur Stärkung der Markenidentität (Wiedererkennungswert) kommunizieren.
Der Autor empfiehlt, auf Währungssymbole zu verzichten und die Preise direkt hinter der Speisenbezeichnung zu platzieren, um die Vergleichbarkeit der Preise für den Gast zu erschweren und die Wertwahrnehmung zu optimieren.
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