Diplomarbeit, 2002
200 Seiten, Note: 1,00
Einleitung
1. Einführung in den Film Die Klavierspielerin
1.1 Allgemeine Informationen
1.2 Das Sujet – Die Handlung(en)
1.3 Die Mitarbeiter
2. Der Weg vom Buch zur Realisierung des Films
3. Das Drehbuch-Schreiben
4. Die Vorbereitungen
4.1 Zur Finanzierung
4.1.1 Koproduktion
4.1.2 Förderungen
4.2 Das technische Drehbuch, Storyboard und Bild-Auflösung
4.3 Die Zusammenstellung der Mitarbeiter
4.3.1 Der Stab
4.3.2 Das Casting
4.4 Das Kostümbild
4.5 Der Drehplan
4.5.1 Die Vorstoppzeit
4.5.2 Ein Beispiel zum Ablesen des Drehplans
5. Die Absage
6. Die Dreharbeiten
6.1 Die Motive
6.2 Das Sichten des Gefilmten – Das Sichten der Muster
6.3 Die Herstellung eines Bildes
6.3.1 Kamera
6.3.2 Steadycam und schwierige Szenen
6.3.3 Licht
6.3.4 Die Beziehung zwischen Kamera/Licht und Schauspiel
6.4 Das Filmmaterial
6.5 Am Drehort: Über die Arbeit mit Michael Haneke, Isabelle Huppert und weiteren Mitarbeitern
7. Die Postproduktion
7.1 Der (Bild-)Schnitt
7.2 Gestrichene Szenen und ‚das Obszöne, nicht Pornographische’
7.3 Musik, Geräusch, Ton, Dialoge
7.3.1 Die Musik
7.3.2 Die zwei Originalfassungen – Synchronisation
7.3.3 Tonschnitt und Mischung
7.4 Das Kopierwerk
7.5 Der Verleih
8. Das internationale Filmfestival in Cannes
8.1 Die Premiere
8.2 Die Auszeichnungen
8.3 Die Reaktion Österreichs
9. Kinostart in Österreich und Frankreich
9.1 Pressereaktionen – Österreich
9.2 Pressereaktionen – Frankreich
10. Der weitere Erfolg
10.1 Weitere Auszeichnungen und Festivalteilnahmen
10.2 Der Verkauf
10.3 Internationale Pressestimmen
10.3.1 Deutschland
10.3.2 Schweiz
10.3.3 Spanien
10.3.4 Italien
10.3.5 England
10.3.6 Irland
10.3.7 USA
10.3.8 Kanada
Conclusio
Glossar der verwendeten Fachausdrücke
Diese Diplomarbeit dokumentiert die Entstehung, Produktion und Rezeption des Films "Die Klavierspielerin" von Michael Haneke. Ziel ist es, Einblicke in die handwerkliche und organisatorische Arbeit am Film zu geben, ohne dabei eine filmwissenschaftliche Analyse oder Interpretation des Inhalts vorzunehmen, sondern den Entstehungsprozess als Fallbeispiel für eine Kinofilmproduktion darzustellen.
4.2 Das technische Drehbuch, Storyboard und Bild-Auflösung
Im Drehbuch hat der Autor Michael Haneke die Filmgeschichte in Form von Dialogen, Regieanweisungen, Ortsbezeichnungen usw. festgehalten. Das technische Drehbuch beinhaltet außerdem ein Storyboard, d. h. Zeichnungen der Bilder, wie letztere durch die Kamera gesehen werden und Aufzeichnungen aus der Vogelperspektive, wie die Kamera steht, wie sie fährt, schwenkt, wie die Akteure stehen, gehen etc.
Die Erarbeitung der Bildfolge für den Szenenablauf, auch (Bild-)Auflösung genannt, ist eine Arbeit, die entweder in Zusammenarbeit von Regisseur und Kameramann, allein vom Kameramann oder im Alleingang des Regisseurs entsteht. Michael Haneke ist ein Regisseur, der bezüglich seiner Filme genaue ästhetische Vorstellungen hat; und diese Vorstellungen will er verwirklicht sehen. So war er es, der für Die Klavierspielerin das technische Drehbuch erstellt hat. Sein Kameramann Christian Berger meint dazu:
Also bei allen Haneke Filmen hat der Haneke das Wort. Was alle diese Sachen betrifft, und das ist ja auch seine Handschrift und sein Charakteristikum. Er ist ja kein Regisseur, der irgendeinen Stoff dahernimmt und sagt, so wie könnte man das jetzt machen? Da machen wir zuerst eine Totale und dann das. Der hat das minutiös geplant.
Um sich eine Vorstellung von dem machen zu können, wie Haneke die Bildfolge gelöst hat, ist auf der nächsten Seite ein Auszug aus dem deutschen Originaldrehbuch abgebildet. Auf der übernächsten Seite folgt derselbe Drehbuchauszug (auf Französisch), aber graphisch bearbeitet.
Einleitung: Beschreibung der Intention der Autorin, den Filmentstehungsprozess von "Die Klavierspielerin" als Recherchearbeit zu dokumentieren.
1. Einführung in den Film Die Klavierspielerin: Präsentation grundlegender Daten, Informationen zur Handlung und Vorstellung des Mitarbeiterteams.
2. Der Weg vom Buch zur Realisierung des Films: Nachzeichnung der historischen Entwicklung von der Romanvorlage von Elfriede Jelinek bis zur tatsächlichen Umsetzung des Films.
3. Das Drehbuch-Schreiben: Untersuchung des Drehbuchprozesses und der Zusammenarbeit bzw. des kreativen Austauschs zwischen Michael Haneke und Elfriede Jelinek.
4. Die Vorbereitungen: Detaillierte Darstellung der Planungsphasen, Finanzierung, Zusammenstellung des Stabs und Erstellung des Drehplans.
5. Die Absage: Schilderung der kurzfristigen Finanzierungskrise vor Drehbeginn und deren Lösung durch das Engagement der Hauptdarstellerin.
6. Die Dreharbeiten: Einblick in die praktische Arbeit am Set, Motivsuche, Sichten des Materials und die ästhetischen Entscheidungen bezüglich Kamera und Licht.
7. Die Postproduktion: Erläuterung der handwerklichen Prozesse wie Schnitt, Tonbearbeitung und die Zusammenarbeit mit Kopierwerken und Verleih.
8. Das internationale Filmfestival in Cannes: Dokumentation der Premiere, der Auszeichnungen und der teils kontroversen Reaktionen auf den Film.
9. Kinostart in Österreich und Frankreich: Zusammenfassung der Resonanz in den Medien nach dem offiziellen Kinostart.
10. Der weitere Erfolg: Überblick über internationale Festivalteilnahmen, Auszeichnungen und Verwertungszahlen in verschiedenen Ländern.
Die Klavierspielerin, Michael Haneke, Isabelle Huppert, Elfriede Jelinek, Filmproduktion, Filmfinanzierung, Drehbuch, Kameraführung, Postproduktion, Filmfestspiele in Cannes, Regie, Kamera, Schnitt, Synchronisation, Schauspiel.
Die Arbeit bietet eine umfassende Dokumentation über die Entstehung, Produktion und weltweite Rezeption des Films "Die Klavierspielerin" von Michael Haneke.
Die zentralen Felder umfassen die Vorbereitungsphase (Finanzierung, Drehbuch), die praktischen Dreharbeiten, die technische Postproduktion sowie die Rezeption des Werks.
Ziel ist es, einen tiefen Einblick in die Arbeitsabläufe einer modernen Kinofilmproduktion zu ermöglichen, illustriert am konkreten Beispiel von Hanekes Kinofilm.
Die Autorin stützt sich auf narrative Interviews mit Beteiligten sowie auf die Auswertung internationaler Presseberichte und Fachliteratur zur Filmproduktion.
Der Hauptteil gliedert sich in die drei klassischen Phasen: Vorbereitung (Finanzierung/Drehbuch), Dreharbeiten (Technik/Atmosphäre am Set) und Postproduktion (Schnitt/Ton/Vertrieb).
Die Arbeit ist geprägt durch Themen wie Filmfinanzierung, Regiearbeit, Kameraästhetik, internationale Koproduktionen und die Herausforderungen einer Literaturverfilmung.
Die Autorin betont, dass die professionellen, eingespielten Abläufe zwischen Regisseur, Produzent und Kameramann essenziell für den Erfolg eines solch ambitionierten Projekts sind.
Huppert fungiert nicht nur als Idealbesetzung für die Rolle, sondern greift durch ihre professionellen Ansprüche an Kostüm, Make-up und Licht sowie durch ihr persönliches finanzielles Engagement aktiv in den Produktionsprozess ein.
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