Masterarbeit, 2023
133 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG UND ABGRENZUNG
1.3 METHODISCHE VORGEHENSWEISE UND AUFBAU DER ARBEIT
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 DAS GESETZLICHE RENTENSYSTEM IN DEUTSCHLAND
2.1.1 DER AUFBAU DES UMLAGEFINANZIERTEN RENTENSYSTEMS
2.1.2 DIE PROBLEME DES UMLAGEFINANZIERTEN RENTENSYSTEMS
2.1.2.1 Demografischer Wandel
2.1.2.2 Verhältnis Beitragszahler und Rentenempfänger
2.1.2.3 Altersarmut
2.1.2.4 Bisherige Maßnahmen zur Problembewältigung
2.2 DIE AKTIENRENTE
2.2.1 KAPITALGEDECKTES RENTENSYSTEM
2.2.2 DER LÖSUNGSVORSCHLAG DER FDP
2.3 DIE AKTIENRENTE WELTWEIT
2.3.1 DIE AKTIENRENTE IN EUROPA
2.3.1.1 Norwegen
2.3.1.2 Schweden
2.3.1.3 Niederlande
2.3.1.4 Frankreich
2.3.2 DIE AKTIENRENTE IN DEN USA
2.4 VERGLEICH DER SYSTEME
2.5 STAND DER FORSCHUNG
3 METHODISCHER TEIL
3.1 ZIEL
3.2 FORSCHUNGSDESIGN
3.3 STICHPROBE
4 ERGEBNISSE
4.1 DIE AKZEPTANZ DER AKTIENRENTE
4.1.1 DARSTELLUNG ZUR AKZEPTANZ
4.1.2 ZUSAMMENHANG SOZIODEMOGRAFISCHER MERKMALE UND WERTPAPIERERFAHRUNG MIT DER AKZEPTANZ
4.2 MAßNAHMEN ZUR STEIGERUNG DER AKZEPTANZ
4.2.1 MERKMALE
4.2.2 SORGEN
4.2.3 STAATLICHE FÖRDERUNG
4.3 AUFBAU DER AKTIENRENTE
4.3.1 FINANZIERUNG
4.3.2 AUSZAHLUNG
4.3.3 BEITRAGSHÖHE
4.3.4 MODELLE
5 DISKUSSION
5.1 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
5.1.1 AKZEPTANZ DER AKTIENRENTE
5.1.2 MAßNAHMEN ZUR STEIGERUNG DER AKZEPTANZ
5.1.3 AUFBAU DER AKTIENRENTE
5.2 HANDLUNGSEMPFEHLUNG
5.3 KRITISCHE REFLEXION
5.4 FAZIT
5.5 AUSBLICK
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die gesellschaftliche Akzeptanz der gesetzlichen Aktienrente innerhalb der deutschen Bevölkerung zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwiefern soziodemografische Merkmale, politische Zugehörigkeiten sowie individuelle Erfahrungen mit Aktien die Einstellung gegenüber der Aktienrente beeinflussen und welche Gestaltungsmerkmale von den Bürgern bevorzugt werden.
1.1 Problemstellung
„Die Rente ist sicher“, sagte der CDU-Abgeordnete Dr. Norbert Blüm einst während des Wahlkampfes 1986. Der Rückblick zeigt jedoch, dass Deutschland seitdem zahlreiche Rentenreformen durchlebte, die u. a. Rentenkürzungen und eine Anhebung des Renteneintrittsalters mit sich brachten. Ein Ende solcher für Rentner und Rentenanwärter unangenehmer Reformen scheint aktuell nicht in Sicht, denn die Zahl der Rentenbezieher steigt weiter an, während die Zahl der Beitragszahlenden sinkt. Kamen im Jahr 1965 noch fünf Beitragszahler auf einen Rentenempfänger, so kommen 2020 nur noch etwa zwei Erwerbstätige auf einen Altersrentner. Durch den demografischen Wandel ist davon auszugehen, dass sich dieses Verhältnis und damit die Rentenproblematik auch in Zukunft weiter zuspitzen wird. Die Medien berichten von steigender Altersarmut und auch eine vom Bundesseniorenministerium geförderte Studie bestätigt, dass bereits heute 22,4 % der über 80-Jährigen in Deutschland von Einkommensarmut betroffen sind und damit über weniger als 1.167 Euro pro Monat verfügen.
Das umlagefinanzierte gesetzliche Rentensystem stößt an seine Grenzen und ist den aktuellen Herausforderungen des demografischen Wandels kaum gewachsen. Während die Politik in der Vergangenheit mit Erhöhungen des Renteneintrittsalters oder der Rentenbeiträge reagierte, forderte die FDP im Jahr 2021 erstmalig in ihrem Wahlprogramm die Einführung einer gesetzlichen Aktienrente. Diese zusätzliche gesetzliche Säule soll zur Demografie-Festigkeit des Rentensystems beitragen und das Rentenniveau zukünftig wieder steigen lassen. Dabei soll ein kleiner Teil der Rentenbeiträge nicht mehr in die umlagefinanzierte Rentenversicherung fließen, sondern langfristig und chancenorientiert am Kapitalmarkt angelegt werden. Dass dieses Konzept erfolgreich funktionieren kann, zeigt beispielsweise Schweden mit seinem in den 1990er Jahren eingeführten Fonds namens AP7, der das gesamte Anlagekapital in Aktien und Indexfonds investiert. Der Fonds schaffte seit seiner Auflage im Jahr 2000 bis 2021 eine beachtliche Performance von durchschnittlich 11 % pro Jahr.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung des aktuellen Rentensystems in Deutschland, definiert das Ziel der Arbeit und beschreibt die methodische Vorgehensweise.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden das umlagefinanzierte Rentensystem sowie das Konzept der Aktienrente thematisiert und internationale Vergleichsbeispiele vorgestellt.
3 METHODISCHER TEIL: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsdesign der empirischen Online-Befragung sowie die Zusammensetzung der Stichprobe.
4 ERGEBNISSE: Hier werden die Resultate der Online-Umfrage zu Akzeptanz, gewünschten Merkmalen, Sorgen und Präferenzen der Teilnehmer detailliert dargestellt.
5 DISKUSSION: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse, bewertet sie kritisch und leitet Handlungsempfehlungen für die Politik sowie einen Ausblick für die Forschung ab.
Aktienrente, gesetzliche Rentenversicherung, Altersvorsorge, demografischer Wandel, Akzeptanz, Kapitaldeckungsverfahren, Umlageverfahren, Altersarmut, Anlagestrategien, Finanzierung, soziodemografische Merkmale, Wertpapiererfahrung, Reform, Rendite, Politik.
Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen Akzeptanz der von der Politik vorgeschlagenen gesetzlichen Aktienrente als zusätzliche Säule der Altersvorsorge in Deutschland.
Zentrale Themen sind die Problematik des umlagefinanzierten Rentensystems durch den demografischen Wandel, der Vergleich mit internationalen Modellen sowie die Einstellung der Bevölkerung zur Aktienanlage in der Rente.
Ziel ist es, herauszufinden, wie ausgeprägt die Akzeptanz für eine Aktienrente in der Bevölkerung ist und welche Faktoren (wie Alter, Geschlecht oder Vermögen) diese Einstellung beeinflussen.
Die Arbeit stützt sich auf eine quantitative Analyse mittels einer Online-Befragung, deren Ergebnisse statistisch (u.a. via SPSS) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen des Rentensystems, eine empirische Untersuchung der Bevölkerungseinstellungen und die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Politik basierend auf den Befragungsergebnissen.
Aktienrente, Rentenreform, Altersvorsorge, Akzeptanz, Kapitaldeckung, Demografischer Wandel.
Die Mehrheit der Befragten begrüßt das Grundkonzept, sieht aber Optimierungsbedarf bei der Beitragshöhe; ein Großteil hält zwei Prozent der Rentenbeiträge für deutlich zu gering.
Zu den größten Sorgen zählen die mangelnde Expertise der Politik, die mögliche Zweckentfremdung der Gelder sowie das generelle Risiko am Aktienmarkt.
Besonders die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge von der Einkommenssteuer ist ein starker Motivator, gefolgt von regelmäßigen staatlichen Zulagen.
Die Akzeptanz ist über alle Altersgruppen hinweg überraschend hoch, wobei jüngere Menschen den Aktieninvestments teilweise aufgeschlossener gegenüberstehen als ältere Generationen.
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