Bachelorarbeit, 2017
119 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Aufgabenstellung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Biopolymere und Biopolymerfilme
2.1.1 Gelatine
2.1.2 Saures Verfahren zur Herstellung der Gelatine vom Typ A
2.1.3 Alkalisches Verfahren zur Herstellung der Gelatine vom Typ B
2.2 Filmherstellung
2.2.1 Casting
2.2.2 Nassspinnprozess
2.2.3 Heißextrusion/ Kaltextrusion
2.3 Prozessparameter bei der Filmbildung
2.3.1 Temperatur
2.3.2 pH-Wert
2.4 Additive
2.4.1 Weichmacher
2.4.2 Vernetzungsmittel
2.5 Untersuchungsmethoden der Filme
2.5.1 Elastizität/Bruchfestigkeit
2.5.2 Spannungs-Dehnungs-Diagramm
2.5.3 Löslichkeit
2.5.4 Mindestfilmbildungstemperatur
2.5.5 UV/Vis-Spektroskopie
2.5.6 Kalibrierung mit Standardlösungen
2.5.7 Mischungskreuz
2.5.8 Wasserbad mit Schüttler
2.5.9 Wirkstoffwiederfindung
2.5.10 Wirkstofffreisetzung
2.6 Bakterien in der menschlichen Mundflora
2.6.1 Definition Mundflora
2.6.2 Definition Bakterien
2.6.3 Bakterienarten
2.7 Mikrobiologische Untersuchung
2.8 Lichtmikroskopie
2.9 Wirkstoffe
2.9.1 Chlorhexidin
2.9.2 Chlorhexidindigluconat
2.9.3 Chlorhexidindihydrochlorid
2.9.4 Reproduzierbarkeit der Messwerte
3 Praktische Durchführung
3.1 Verwendete Chemikalien und Geräte
3.2 Biopolymerfilm
3.2.1 Herstellungsapparatur
3.2.2 Chemikalienzusammensetzung
3.2.3 Herstellungsverfahren der Biopolymerfilme
3.3 Optische Betrachtung
3.4 Lichtmikroskopie
3.5 Zerfallszeit
3.6 Kalibrierung
3.6.1 Herstellung der Stammlösungen
3.6.2 Massenkonzentrationen der Standards und deren Absorptionen
3.7 Matrixeinfluss
3.8 Wirkstoffwiederfindung
3.9 Wirkstofffreisetzung
3.10 Elastizität
3.11 Mindestfilmbildungstemperatur
3.12 Mikrobiologische Untersuchungen
4 Ergebnisse und Diskussion
4.1 Optische Betrachtung der Filme
4.2 Lichtmikroskopie
4.3 Zerfallszeit
4.4 Matrixeinfluss
4.5 Wirkstoffwiederfindung
4.6 Wirkstofffreisetzung
4.6.1 Betrachtung der hergestellten Filme vor der Optimierung
4.6.2 Betrachtung CHX-D-1
4.6.3 Betrachtung CHX-D-2
4.6.4 Betrachtung CHX-Cl-1
4.6.5 Betrachtung CHX-Cl-2
4.6.6 Betrachtung PerioChip®
4.6.7 Vergleich PerioChip® mit CHX-D-1 und CHX-D-2
4.6.8 Vergleich PerioChip® mit CHX-Cl-1 und CHX-Cl-2
4.7 Elastizität
4.8 Mindestfilmbildungstemperatur
4.9 Mikrobiologische Untersuchung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist die Herstellung und analytische Optimierung von Biopolymerfilmen aus Gelatine, in die Chlorhexidinderivate eingebettet sind, um eine retardierte Freisetzung des Wirkstoffs bei der Behandlung von Parodontalerkrankungen zu erreichen.
2.4.2 Vernetzungsmittel
Je stabiler die Filme sind, desto vorteilhafter sind sie in ihrer Verwendung. Diese Stabilität ist auf die inter- und intramolekularen Bindungskräfte zurückzuführen. Eine Erhöhung dieser Bindungskräfte ist durch die Zugabe bestimmter Vernetzungsmittel möglich. Vernetzend wirkende Stoffe können zum Beispiel Aldehyde sein. Durch ihre Zugabe in den proteinbasierenden Filmen werden die Wasserbeständigkeit und die mechanische Stabilität durch zusätzliche chemische Verbindungen zwischen den Molekülen gesteigert. Die vernetzten Filme sind in der Regel weniger elastisch, da ihr Strukturgerüst durch diese chemische Vernetzung stabilisiert wird [9]. Zudem hemmt eine Vernetzung innerhalb eines Gels die Diffusion des Wassers durch das System. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine Art „Transport-Barriere“ aufgebaut wird, die sich jedoch nicht nur auf Wassermoleküle, sondern auch auf die in dem Wasser gelösten Stoffen bezieht. Es ist möglich, die Eigenschaften des Biopolymerfilms anhand zweier unterschiedlicher Vernetzungsmethoden zu beeinflussen. Diese Methoden sind in eine chemische und physikalische Vernetzungsvariante unterteilt.
1 Einleitung und Aufgabenstellung: Einführung in die Problematik parodontaler Erkrankungen und die Zielsetzung der Entwicklung retardierter Biopolymerfilm-Systeme.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert die wissenschaftlichen Basisparameter wie Biopolymereigenschaften, Filmbildungsprozesse, Vernetzungsmethoden und mikrobiologische Hintergründe.
3 Praktische Durchführung: Detaillierte Beschreibung der verwendeten Chemikalien, der Herstellungsapparaturen sowie der angewandten analytischen und mikrobiologischen Methoden.
4 Ergebnisse und Diskussion: Präsentation und wissenschaftliche Analyse der gewonnenen Daten wie Zerfallszeiten, Wirkstofffreisetzung, Elastizität und mikrobieller Wirksamkeit im Vergleich zum Referenzprodukt.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der erreichten Forschungsergebnisse und Darstellung von weiteren Forschungsansätzen für zukünftige Entwicklungen.
Biopolymerfilme, Gelatine, Chlorhexidindigluconat, Chlorhexidindihydrochlorid, Glutaraldehyd, Wirkstofffreisetzung, Parodontitis, Antiseptika, Zerfallszeit, Polymererosion, Mundflora, Bakterien, Retardierung.
Die Bachelorarbeit behandelt die Entwicklung und Optimierung von Biopolymerfilmen aus Gelatine, die als retardierende Wirkstoffträger für die Behandlung von Parodontitis vorgesehen sind.
Die Schwerpunkte liegen auf der chemischen Modifikation der Gelatinematrix mittels Vernetzungs- und Plastifizierungsmitteln sowie der vergleichenden Wirkstoffanalyse gegenüber marktgängigen Produkten.
Das Ziel ist die Herstellung eines optimierten Films, der Wirkstoffe (Chlorhexidinderivate) über einen längeren Zeitraum kontrolliert freigibt und eine adäquate Stabilität im Mundraum aufweist.
Es kamen Methoden wie UV/Vis-Spektroskopie zur Gehaltsbestimmung, Zugversuche zur Elastizitätsmessung, mikrobiologische Keimhemmungstests und Lichtmikroskopie zum Einsatz.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Materialwissenschaft, die detaillierte Beschreibung der experimentellen Herstellung und der anschließenden Ergebnisdiskussion.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Biopolymerfilme, Gelatine, Chlorhexidin, Wirkstofffreisetzung, Vernetzung, Parodontitis und Polymererosion.
Glutaraldehyd fungiert als chemisches Vernetzungsmittel, das die Gelatinematrix wasserunlöslich macht und somit die Zerfallszeit des Films im wässrigen Milieu signifikant verlängert.
Die im Labor entwickelten Filme zeigten in der Freisetzungskinetik ähnliche Profile wie das Vergleichsprodukt, wobei durch die Optimierung des Glycerin- und Aldehydgehalts eine sogar stärkere Retardierung erreicht werden konnte.
Es beschreibt eine technisch gesteuerte, verlangsamte Freigabe des Wirkstoffs aus der Polymermatrix, um über mehrere Tage hinweg eine konstante therapeutische Konzentration im parodontalen Bereich zu gewährleisten.
Da Gelatine unter physiologischen Bedingungen wasserlöslich ist, muss sie chemisch vernetzt werden, damit sie in der feuchten Umgebung einer Zahnfleischtasche nicht sofort zerfällt, sondern als Matrix über den gewünschten Zeitraum Bestand hat.
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