Masterarbeit, 2023
87 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Emotionale Intelligenz
2.1.1 Trait Emotional Intelligence nach Petrides und Furnham
2.1.2 Kritik an der Trait Emotional Intelligence
2.2 Die Big Five der Persönlichkeit
2.2.1 Offenheit für Erfahrungen
2.2.2 Gewissenhaftigkeit
2.2.3 Verträglichkeit
2.2.4 Extraversion
2.2.5 Neurotizismus
3. Aktueller Forschungsstand
3.1 Emotionale Intelligenz und Leistung – Meta-Analysen
3.2 Studienergebnisse zu Trait Emotional Intelligence und Leistung
3.3 Persönlichkeitsdimensionen und Leistung
3.3.1 Offenheit für Erfahrungen und Leistung
3.3.2 Gewissenhaftigkeit und Leistung
3.3.3 Verträglichkeit und Leistung
3.3.4 Extraversion und Leistung
3.3.5 Neurotizismus und Leistung
4. Forschungsfragen und Hypothesen
5. Methode
5.1 Versuchspersonen
5.2 Messinstrumente
5.2.1 TEIQue-CSF
5.2.2 BFI-K KJ
5.2.3 Schulische Leistungen
5.3 Durchführung
5.4 Statistisches Verfahren
6. Ergebnisse
6.1 Deskriptive Statistiken
6.2 Korrelationen
6.2.1 Trait EI und Leistung
6.2.2 Big Five der Persönlichkeit und Leistung
6.2.3 Trait EI und Big Five der Persönlichkeit
6.3 Regressionsanalysen
6.3.1 Lineare einfache Regressionen
6.3.2 Hierarchische Regressionen
7. Diskussion
7.1 Die Trait Emotional Intelligence als Konstrukt
7.2 Limitationen
7.3 Empfehlungen für zukünftige Forschung
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Trait Emotional Intelligence (Trait EI), den Big-Five-Persönlichkeitsdimensionen und den schulischen Leistungen (Mathematik, Deutsch, Sachkunde) bei Grundschüler:innen der 3. und 4. Jahrgangsstufe. Ziel ist es, zu klären, ob die Trait EI als Prädiktor für akademischen Erfolg fungiert und ob sie über die Persönlichkeitsmerkmale hinaus einen inkrementellen Beitrag zur Erklärung der Schulleistungen leistet.
2.1.1 Trait Emotional Intelligence nach Petrides und Furnham
Die Trait Emotional Intelligence oder auch „emotional self-efficacy“ (Petrides & Furnham, 2001, S. 427) wird als eine Konstellation emotionsbezogener, selbst wahrgenommener Fähigkeiten wie das Erkennen, Verarbeiten und Nutzen emotionsgeladener Informationen und Verhaltensdispositionen definiert. Diese Konstellation wird auf den unteren Ebenen der Persönlichkeitshierarchie angesiedelt und durch eine Selbstauskunft bewertet.
Der Begriff „Trait“ (Eigenschaft) soll zum einen die enge Beziehung zu bestehenden Persönlichkeitsdimensionen aufzeigen und zum anderen betonen, dass es sich nicht um eine kognitive Fähigkeit handelt (Petrides & Furnham, 2001). Aufgrund des direkten Bezugs zu etablierten Persönlichkeitstaxonomien sollte die Trait EI immer unter Bezugnahme dieser untersucht werden (Mavroveli et al., 2008). Auch deshalb werden die Faktoren der Persönlichkeit in der vorliegenden Studie gezielt miteinbezogen.
Das Konstrukt, das Petrides und Furnham (2001) als Trait EI systematisch eingeführt und untersucht haben, wurde schon zuvor von anderen Forscher:innen in ähnlicher Weise beschrieben (Bar-On et al., 2000; Dawda & Hart, 2000; Martinez-Pons, 1997; Petrides & Furnham 2000; Salovey et al., 1995; Schutte et al., 1998; Tapia, 2001). Neben der Konzeptualisierung der Trait EI nach Petrides und Furnham (2003) gibt es daher auch andere leicht abweichende Konstrukte der Trait EI, die teilweise weiter (Bar-On, 1997) oder enger (Schutte et al., 1998) gefasst sind, jedoch als nicht vollständig erachtet werden (Petrides, 2009) und daher nicht die theoretische Grundlage dieser Studie bilden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung schulischer Leistungen für den individuellen und gesellschaftlichen Erfolg und führt das Konstrukt der emotionalen Intelligenz als möglichen Prädiktor ein.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Trait Emotional Intelligence sowie das Big-Five-Modell der Persönlichkeit als theoretischen Rahmen.
3. Aktueller Forschungsstand: Hier werden bestehende Meta-Analysen und empirische Studien zur Beziehung zwischen EI-Konstrukten, Persönlichkeit und Schulleistungen kritisch zusammengefasst.
4. Forschungsfragen und Hypothesen: Basierend auf der theoretischen Literatur werden Forschungsfragen und Hypothesen zum Zusammenhang von Trait EI und Leistungen sowie zur inkrementellen Validität aufgestellt.
5. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe von 81 Grundschüler:innen, die verwendeten Messinstrumente (TEIQue-CSF und BFI-K KJ) sowie die Datenerhebung und statistische Auswertung.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren deskriptive Statistiken, Korrelationsanalysen sowie lineare und hierarchische Regressionen, die den Einfluss von Trait EI und Persönlichkeit auf die Zeugnisnoten untersuchen.
7. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den Kontext der aktuellen Forschung gestellt, methodische Limitationen dargelegt und Empfehlungen für zukünftige Studien abgeleitet.
8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Ausgangsfrage: Gewissenhaftigkeit zeigt sich als stabiler Prädiktor, während die Trait EI keine inkrementelle Validität gegenüber den Big Five aufweist.
Trait Emotional Intelligence, Emotionale Kompetenz, Big Five, Persönlichkeit, Schulische Leistung, Grundschüler, Notendurchschnitt, Matheleistung, Inkrementelle Validität, Selbstwahrnehmung, Schülerbeurteilung, TEIQue-CSF, BFI-K KJ, Bildungsforschung, Sozialverhalten.
Die Arbeit untersucht, ob die Trait Emotional Intelligence (Trait EI) einen Einfluss auf die schulischen Leistungen von Grundschulkindern hat und ob sie zusätzlich zu den klassischen Persönlichkeitsmerkmalen der "Big Five" zur Vorhersage dieser Leistung beitragen kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen affektiver Persönlichkeit (Trait EI) und kognitiven Leistungsergebnissen (Noten) im schulischen Kontext, unter besonderer Berücksichtigung des Grundschulalters.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob ein Zusammenhang zwischen dem Faktor Trait Emotional Intelligence und den schulischen Leistungen von Grundschüler:innen besteht.
Es wurde eine empirische Querschnittstudie mit 81 Schüler:innen durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mittels Korrelationsanalysen sowie einfacher und hierarchischer Regressionsanalysen, um die Vorhersagekraft der Trait EI zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Konzepte Trait EI und Big Five, eine Darstellung des aktuellen Forschungsstandes, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte Präsentation der statistischen Ergebnisse.
Sie vereint Ansätze der Persönlichkeitspsychologie und der pädagogischen Psychologie, wobei Begriffe wie Trait EI, Schulleistung, Inkrementelle Validität und Persönlichkeitsdimensionen die wissenschaftliche Ausrichtung definieren.
Die Untersuchung zeigt, dass die Noten im Fach Mathematik am stärksten mit der Trait EI und den Persönlichkeitsmerkmalen (insbesondere Gewissenhaftigkeit) korrelieren, möglicherweise aufgrund der hohen Anforderungen an Engagement und der emotionalen Belastung durch Prüfungsangst in diesem Fach.
Die Autorin diskutiert, dass die untersuchte Grundschule in einem sozial schwachen Stadtteil mit hohem Migrationsanteil liegt, was die gefundenen Korrelationen erklären könnte, da Trait EI bei benachteiligten Gruppen eine stärkere kompensatorische Rolle spielen kann.
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