Bachelorarbeit, 2009
43 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Stand der Forschung
2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.2 Work-Life-Balance Studie
2.3 Tournament-Theorie
2.4 Manageralismustheorie
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Top-Manager
3.2 Vergütung der Topmanager in DAX-Unternehmen
3.3 Lohngerechtigkeit
4 Leistungsbezogene Vergütung?
4.1 Anwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie
4.2 Anwendung der Work-Life-Balance Studie
4.3 Anwendung der Tournament-Theorie
4.4 Anwendung der Manageralismustheorie
5 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob die Top-Manager der DAX-Unternehmen tatsächlich leistungsbezogen vergütet werden. Dabei wird die Vergütungspraxis soziologisch reflektiert, indem verschiedene ökonomische Theorien und aktuelle Studien kritisch auf die hohen Einkommen und die Rolle der Manager angewendet werden.
2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
Der Prinzipal-Agenten-Ansatz ist einer der bedeutendsten in der Ökonomie. Er gehört mit der Transaktionskostentheorie und der Theorie der Verfügungsrechte zur Neuen Institutionenökonomik. Diese analysiert die Struktur von Institutionen und deren Einfluss auf individuelles Verhalten, sowie die Interaktion zwischen Akteuren und deren Abhängigkeit voneinander.
Für Saam lautet die Ausgangsfrage der Agenturtheorie: In wie weit kann sichergestellt werden, dass ein Individuum effektiv und effizient für ein anderes arbeitet? Die an die juristische Sprache angelehnten Begriffe des Prinzipals und Agenten für Akteure, stellen eine Beziehung zwischen Auftragsgeber und –nehmer dar. Der Agent ist eine Person, die für den Prinzipal beschäftigt ist. Als Prinzipal kann der Eigentümer eines Unternehmens bezeichnet werden, der Agent gehört als Manager – im Falle meines Themas – dem Vorstand an.
Die Theorie arbeitet nach dem Prinzip des „homo oeconomicus“ – nach einem kosten-nutzen-orientierten Menschenmodell der Wirtschaftswissenschaften. In der Beziehung zwischen Prinzipal und Agenten besteht das Problem eines asymmetrischen Informationsflusses, denn indem der Eigentümer Aufgaben delegiert, liegen sie nicht mehr direkt unter seiner Aufsicht. Zudem bestehen Unsicherheiten über die Motive, Handlungsmöglichkeiten und dem faktischen Leistungsverhalten des Agenten.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problematik der Managervergütung dar, skizziert die wachsende öffentliche Kritik und führt in die soziologische Perspektive auf die Wirtschaftselite ein.
2 Stand der Forschung: Hier werden die theoretischen Ansätze der Prinzipal-Agenten-Theorie, der Work-Life-Balance Studie, der Tournament-Theorie und der Manageralismustheorie als Erklärungsmodelle für Managergehälter vorgestellt.
3 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Top-Managers, erläutert die Strukturen von DAX-Unternehmen, die Offenlegungspflichten von Vorstandsvergütungen und grundlegende Dimensionen der Lohngerechtigkeit.
4 Leistungsbezogene Vergütung?: Die vier theoretischen Ansätze aus Kapitel zwei werden hier konkret auf die Praxis der Vergütung von Top-Managern in DAX-Unternehmen angewendet.
5 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Leistung in der ökonomischen Elite oft hinter macht- und netzwerkbasierten Faktoren zurücktritt.
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Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Vergütung von Top-Managern in deutschen DAX-Unternehmen auseinander und untersucht kritisch den behaupteten Leistungsbezug dieser hohen Gehälter.
Im Fokus stehen das Spannungsfeld zwischen Eigentümer und Management, die Relevanz von Anreizstrukturen, die Arbeitsbedingungen auf Führungsebene sowie die Einflüsse von Macht und Netzwerken auf die Gehaltsfindung.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Top-Manager der DAX-Unternehmen tatsächlich leistungsbezogen vergütet werden oder ob andere Faktoren die Vergütungshöhe bestimmen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die soziologische Perspektiven nutzt und verschiedene ökonomische Theorien (Prinzipal-Agenten-Theorie, Tournament-Theorie etc.) sowie empirische Vergütungsstudien miteinander verknüpft und reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen und die anschließende Anwendung dieser Theorien auf die spezifische Situation der Top-Manager, wobei jeweils die Aspekte von Leistung und Entlohnung geprüft werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Managervergütung, Leistungsgerechtigkeit, Prinzipal-Agenten-Theorie, Corporate Governance und Machtverhältnisse in Aufsichtsräten charakterisieren.
Der DCGK dient als Referenz für die Transparenzforderungen bei der Offenlegung von Vorstandsgehältern, stellt jedoch laut der Autorin nur einen Teilaspekt der komplexen Vergütungsrealität dar.
Die Studie dient dazu, die hohe Arbeitsbelastung und die speziellen Anforderungen an Top-Manager zu verdeutlichen, um ein besseres Verständnis für das "Engagement" als mögliche Grundlage einer Vergütungsberechtigung zu schaffen.
Netzwerke zwischen Vorständen und Aufsichtsräten werden als ein entscheidender Faktor identifiziert, der dazu beiträgt, Gehälter eher unabhängig von rein messbarer Leistung in die Höhe zu treiben.
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