Forschungsarbeit, 2007
62 Seiten, Note: 1.0
1 EINLEITUNG
2 ZUM PHÄNOMEN DES DELIRS BEI ALTEN MENSCHEN AUF DER INTENSIVSTATION
2.1 Ätiologie, Symptomausprägung und Verlauf des Delirs
2.2 Auftreten von Delirien und ihre sichere Diagnose
2.3 Inzidenz von Delirien bei hospitalisierten Patienten
3 PFLEGERISCHE INTERVENTIONEN BEIM DELIR
3.1 Präventive und korrigierend behandelnde Interventionen
3.2 Effektivität von Pflegeinterventionen
4 KOMMUNIKATIONSGESTALTUNG BEIM DELIR
4.1 Gezielte Kommunikationsmethoden - die Validation
4.1.1 Validation nach Naomi Feil - die einfühlende Kommunikation
4.1.2 Integrative Validation nach Nicole Richard (IVA)
4.2 Effektivität von Validation
5 FORSCHUNGSPROJEKTSKIZZE
5.1 Literaturrecherche Validation auf der Intensivstation
5.2 Korrespondenz mit Delir-Experten
5.3 Experteninterviews zum Einsatz der Validation auf der Intensivstation
5.4 Auswertung der Interviewausschnitte
5.4.1 Möglichkeiten und positive Effekte der Integrativen Validation
5.4.2 Grenzen und Hindernisse
5.4.3 Chancen und Zukunftsperspektive
6 SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Methode der Validation und insbesondere die Integrative Validation nach Nicole Richard auf einer Intensivstation bei alten Patienten mit akuter Verwirrtheit anwendbar und wirksam ist, um trotz der schwierigen klinischen Rahmenbedingungen eine patientenzentrierte Kommunikation zu ermöglichen.
Die hyperkinetische Form des Delirs
Die hyperkinetische Form des Delirs sei an dieser Stelle noch einmal besonders erwähnt, da hier häufig ein herausforderndes Verhalten der Patienten beobachtet wird mit der Konsequenz, dass ein ganzes Intensivteam für Stunden und Tage dem Ausnahmezustand des Patienten mit Geduld, Ruhe und Akzeptanz begegnen darf. Das hyperkinetische Delir gehört nicht zu der Rubrik „nicht auffällig“ und „nicht störend“.
Auch Angehörige sind davon betroffen und werden in dieser Situation gefordert, denn Misstrauen und Feindseligkeit kann auch ihnen vom Erkrankten entgegen gebracht werden. In diesem Szenario und Episode des hyperkinetischen Delirs sollen medizinische und pflegerische Interventionen gemeinsam eine Stressminderung erzielen und den Patienten in seinem emotionalen Ausnahmezustand erreichen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der akuten Verwirrtheit bei alten Menschen auf Intensivstationen und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2 ZUM PHÄNOMEN DES DELIRS BEI ALTEN MENSCHEN AUF DER INTENSIVSTATION: Detaillierte Betrachtung der Ätiologie, Diagnostik und Inzidenz des Delirs in der Akutmedizin.
3 PFLEGERISCHE INTERVENTIONEN BEIM DELIR: Darstellung bestehender präventiver und behandlungsorientierter pflegerischer Maßnahmen und deren Effektivität.
4 KOMMUNIKATIONSGESTALTUNG BEIM DELIR: Analyse verschiedener Kommunikationsmethoden, mit Fokus auf Validation nach Feil und Integrative Validation nach Richard.
5 FORSCHUNGSPROJEKTSKIZZE: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, Literaturrecherche und qualitative Auswertung der Experteninterviews.
6 SCHLUSSFOLGERUNGEN: Fazit zur Anwendbarkeit der Integrativen Validation auf der Intensivstation unter Berücksichtigung der speziellen Rahmenbedingungen.
Delir, Akute Verwirrtheit, Intensivstation, Integrative Validation, Kommunikation, Gerontopsychiatrische Pflege, Pflegeintervention, Experteninterview, Alter Mensch, Lebensqualität, Akutmedizin, Stressminderung, Emotionale Ebene, Pflegemaßnahme, Symptomausprägung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation verwirrter alter Patienten auf Intensivstationen und der Frage, ob Validationskonzepte, die ursprünglich aus der Langzeitpflege stammen, in das Akutsetting der Intensivpflege übertragen werden können.
Zentrale Themen sind die Ätiologie des Delirs, die pflegerische Betreuung in Krisensituationen, die Methode der Validation nach Naomi Feil sowie die speziell auf Gefühle fokussierte Integrative Validation (IVA) nach Nicole Richard.
Ziel ist es zu ermitteln, ob die Integrative Validation bei Patienten mit akuter Verwirrtheit auf der Intensivstation anwendbar und wirksam ist, um deren Stress zu mindern und die Kommunikation zu verbessern.
Die Arbeit kombiniert eine systematische Literaturrecherche mit einer empirischen Untersuchung in Form von qualitativen Experteninterviews mit drei erfahrenen Intensivpflegekräften.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Delir-Phänomen und der Validations-Methodik sowie eine empirische Projektskizze, die den Einsatz von IVA in der Praxis analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Delir, Intensivstation, Integrative Validation, Kommunikation, Akutmedizin und Patientenorientierung charakterisiert.
Der Zeitfaktor ist laut den Ergebnissen eine der größten Barrieren; in Notfallsituationen oder bei hoher Arbeitslast ist die Durchführung zeitintensiver Validationsgespräche kaum umsetzbar.
Ohne ein einheitliches Konzept führt unterschiedliches Handeln der Pflegekräfte zu Verwirrung beim Patienten, während eine konsistente Anwendung Sicherheit und Geborgenheit fördern kann.
Lärm, hoher technischer Druck und eine stressige Arbeitsatmosphäre auf der Intensivstation erschweren die notwendige empathische Grundhaltung, die für eine erfolgreiche Validation erforderlich ist.
Die Integrative Validation ist als empathisches Konzept eine Chance zur menschlicheren Pflege, erfordert jedoch eine institutionelle Förderung, breite Schulung im Team und eine Anpassung an den klinischen Alltag.
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