Bachelorarbeit, 2022
73 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Hintergrund
2.1 Soziale Medien
2.1.1 Definition Soziale Medien
2.1.2 Nutzung der Sozialen Medien durch Jugendliche
2.1.3 Beweggründe für die Nutzung Sozialer Medien
2.2 Suizidalität
2.2.1 Definition Suizidalität
2.2.2 Suizidalität bei Jugendlichen
2.2.3 Warnsignale, Risiko – und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Suizidalität bei Jugendlichen
2.2.4 Besonderheiten jugendlicher Suizidalität
2.2.5 Werther-Effekt
3. Fragestellung und Methode
4. Ergebnisse
4.1 Problematischer Gebrauch
4.2 Confounder (Geschlecht)
4.3 Screentime
4.4 Vaguebooking
4.5 Cybermobbing
4.6 Negative Auswirkungen von Sozialen Medien auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen
4.6.1 Angststörung und Depression
4.6.2 Schlechte Schlafqualität und Schlafstörung (Insomnie)
4.6.3 Körperbild
4.6.4 FoMO
4.7 Positive Folgen von SM
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Interpretation der Ergebnisse
5.3 Grenzen der eigenen Untersuchung
5.4 Ausblick auf Forschung und Praxis
5.5 Fazit
Diese Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem Suizidrisiko bei Jugendlichen. Das Kernziel besteht darin, zu eruieren, wie digitale Interaktionen und die verstärkte Nutzung digitaler Plattformen die psychische Gesundheit sowie suizidale Tendenzen in der Zielgruppe beeinflussen, wobei neben Risikofaktoren auch potenzielle Schutzfaktoren und präventive Ansätze beleuchtet werden.
2.2.5 Werther-Effekt
1774 veröffentlichte Goethe seinen Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“. In diesem Roman führt den jungen Titelhelden eine unglückliche Liebe in den Suizid, der sehr detailliert beschrieben wurde. Nach Veröffentlichung des Romans ergab sich das Phänomen, dass es zu zahlreichen Nachahmungssuiziden kam. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sensationsträchtige und anschauliche Darstellungen von Suiziden in Berichten zu einem Anstieg der Suizidrate führten. Später wurde dann in Anlehnung an Goethes Roman für diese Imitationssuizide der Begriff „Werther-Effekt“ eingeführt (Gerngroß, 2020, S.42).
Auch wenn der Werther-Effekt in der Öffentlichkeit stark in der Diskussion steht, beweisen viele Studien seine Existenz. So ergab sich beispielsweise, dass nach dem Tod eines Prominenten die Suizidrate kurzfristig anstieg. Der am längsten und intensivste in den Medien präsente Suizid, ist der Tod von Marilyn Monroe. Dies hatte den höchsten Anstieg der Suizidrate in der Bevölkerung zur Folge (Ziegler & Hegerl, 2002, S. 42). Der Werther-Effekt beschreibt also laut Ziegler & Hegerl (2002), dass sich je nach Art der medialen Berichterstattung mehr Menschen das Leben nehmen, als ohne dies der Fall gewesen wäre. Sie formulieren es so: „Man muss davon ausgehen, dass durch Medienwirkungen Menschen zu Tode kommen, die sich normalerweise nicht das Leben nehmen würden“ (S.43).
Erklärt wird dieses Phänomen in einigen Studien durch das Konzept des präsuizidalen Syndroms nach Erwin Ringel (1953). Demnach ziehen Menschen gedanklich vor einem Suizid oder Suizidversuch den Suizid oft als Möglichkeit in Betracht und schwanken dabei zwischen lebenserhaltenden und selbstzerstörerischen Impulsen. In dieser Phase sind Betroffene besonders vulnerabel für Einflüsse, insbesondere für Botschaften der Umwelt (auch Medienbotschaften) die den Ausgang dieses inneren Konflikts beeinflussen können (siehe hierzu auch: 2.2.3. Warnsignale, Risiko- und Schutzfaktoren) (Till & Niederkrothaler, 2019, S. 121).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Suizidalität im Kontext von Social Media, illustriert durch Beispiele wie Challenges, und Erläuterung der Relevanz der Thesis.
2. Hintergrund: Definition zentraler Begriffe wie Soziale Medien und Suizidalität, sowie Einordnung der besonderen Vulnerabilität von Jugendlichen und relevante Theorien.
3. Fragestellung und Methode: Erläuterung des Forschungsziels und der methodischen Vorgehensweise der Literaturrecherche zur Beantwortung der Forschungsfrage.
4. Ergebnisse: Detaillierte Darlegung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verschiedenen Aspekten wie Cybermobbing, Screentime, FoMO und psychischen Auswirkungen.
5. Diskussion: Interpretation der Untersuchungsergebnisse, Erörterung der Inkonsistenzen in der Studienlage sowie Grenzen der Arbeit und Ausblick auf Präventionsmöglichkeiten.
Soziale Medien, Suizidalität, Jugendliche, Psychische Gesundheit, Cybermobbing, Werther-Effekt, Suizidprävention, Screentime, FoMO, Adoleszente, Depression, Internetnutzung, Medienwirkung, Selbstwirksamkeit, Resilienz
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem Auftreten von Suizidalität bei Jugendlichen, wobei sowohl negative Risiken als auch potenzielle positive Aspekte beleuchtet werden.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen digitaler Plattformen auf das psychische Wohlbefinden, Mechanismen wie Cybermobbing, FoMO und der Rolle von Bildschirmzeit sowie Strategien der Suizidprävention.
Das Hauptziel ist es, wissenschaftlich zu ergründen, welche spezifischen Zusammenhänge zwischen der Nutzung sozialer Medien und Suizidalität bei Adoleszente bestehen.
Die Autorin bedient sich einer strukturierten Literaturrecherche, hauptsächlich in der Datenbank PubMed, ergänzt durch Google Scholar und den Bestand der Fachstelle Suizidberatung.
Der Hauptteil analysiert Faktoren wie problematischen Mediengebrauch, Geschlechterunterschiede, den Einfluss von Cybermobbing sowie Auswirkungen auf Depression, Schlafqualität, Körperbild und die Bedeutung von Social-Media-Trends.
Zentrale Begriffe sind neben Suizidalität und Sozialen Medien insbesondere Cybermobbing, FoMO, der Werther-Effekt sowie präventive Begriffe wie Primärprävention und Resilienz.
Der Werther-Effekt beschreibt das Phänomen, dass durch eine sensationsträchtige oder detaillierte Berichterstattung über Suizide in Medien (heute auch verstärkt in sozialen Netzwerken) die Wahrscheinlichkeit für Nachahmungstaten bei vulnerablen Personen ansteigt.
Die Arbeit betont, dass neben klassischen Ansätzen zunehmend Online-Peer-to-Peer-Kommunikation und Projekte wie #chatsafe notwendig sind, um Jugendliche sicher im digitalen Raum zu unterstützen.
Hinweis: Dies ist eine strukturierte Leseprobe. Für vollständige Quellenangaben und methodische Details konsultieren Sie bitte die Originalpublikation.
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