Bachelorarbeit, 2021
97 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema und die thematische Einordnung
1.2 Aktueller Forschungsstand und Relevanz
1.3 Zielsetzung, Zielgruppe und konkrete Forschungsfragen
2 Grundlagen
2.1 Patientensicherheit
2.1.1 Grundlagen und Definitionen
2.1.2 Unerwünschte Ereignisse
2.1.3 Unsichere Handlungen
2.1.4 Beitragende Faktoren
2.1.5 Human Factors
2.1.6 Frühwarnsysteme in der innerklinischen Notfallmedizin
2.1.7 „standard operating procedures“ und Checklisten
2.2 Verkehrsluftfahrtprozesse
2.2.1 Grundlagen
2.2.2 Sicherheitskultur
2.2.3 Einflussfaktoren
2.2.4 Standardisierte Sprache
2.2.5 Quick Reference Handbook
2.2.6 Situationen
2.3 Kreißsaal-Prozesse
2.3.1 Der Kreißsaal
2.3.2 Qualität und Qualitätsmanagement
2.3.3 Der Prozess
3 Methodik
3.1 Orientierende selektive Quellenrecherche
3.1.1 Schneeballprinzip und Anwendung der Suchbegriffe
3.1.2 Datenbank der Katholischen Hochschule NRW
3.1.3 Datenbank PubMed
3.2 Evidenzbasierte Medizin
3.3 Übertragbarkeit
4 Ergebnisse
4.1 Verkehrsluftfahrtprozesse
4.2 Kreißsaalprozesse hinsichtlich der Patientensicherheit
4.3 Übertragbarkeit von den Prozessen aus der Verkehrsluftfahrt auf die Kreißsaalprozesse
4.4 Übertragbarkeit von Verkehrsluftfahrtprozessen auf exemplarische Beispiele geburtshilflicher Situationen
4.4.1 Cardiotokogramm
4.4.2 Nabelschnurvorfall
4.5 Weitere Übertragbarkeiten aus der Verkehrsluftfahrt auf den Kreißsaal
4.6 Unterschiede zwischen der Verkehrsluftfahrt und der Kreißsaalprozesse
4.7 Besondere Ergebnisse während der Recherche
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung
5.2 Limitierungen
5.3 Methodenkritik
5.4 Ausblick für den Fachbereich Geburtshilfe
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob und wie spezifische Prozesskonzepte aus der Verkehrsluftfahrt – insbesondere die Kategorisierung von Situationen in „normal“, „abnormal“ und „emergency“ – auf die Kreißsaalprozesse übertragen werden können, um die Patientensicherheit in der Geburtshilfe zu erhöhen.
Mögliches Praxisbeispiel:
Ein ausführlicheres Beispiel für eine „abnormal situation“ wäre der plötzliche und unplausible Anstieg der Öltemperatur eines einzelnen Triebwerkes. Während sich Triebwerk zwei, je nach Modell zusätzlich drei und vier in einem Bereich zwischen 80°C – 100°C bewegen und untereinander nur um wenige Grad voneinander abweichen, steigt Triebwerk eins plötzlich auf 130°C. Nun liest der „Non-Flying Pilot“ die genaue Verfahrensanweisung aus dem QRH laut mit standardisierter Sprache vor, damit dieser sich mit dem „Flying-Piloten“ strikt an die SOPs halten kann. In diesem Fall würde im QRH nach ENGINE HIGH OIL TEMP („abnormal procedures“) gesucht werden. Die erste Anweisung dort könnte sein, die Last des Triebwerkes zu verringern, z.B. indem der stromerzeugende Generator von diesem Triebwerk abgekoppelt wird. Nun ist es möglich, dass die Temperatur stetig bis zu einem Normalwert sinkt, z.B. weil der angekoppelte Generator defekt, bzw. festgelaufen war. Unter Umständen ist sogar eine Rückkehr zur „normal situation“ vorgesehen. Sollte das beschriebene Abkoppeln des Generators keinen Erfolg zeigen, also die Öltemperatur des Triebwerkes weiterhin hoch bleiben oder sogar weiter steigen, könnte um Triebwerkschäden vorzubeugen, der nächste Schritt im QRH das Abschalten des Triebwerkes sein. Mit vier Triebwerken wäre das Weiterfliegen mit enormen Sicherheitseinbußen verbunden und eine Landung ist indiziert. Das Risiko einer Verschärfung der Situation ist gestiegen, denn die Ursache für den Temperaturanstieg ist unbekannt und ein Ausfall weiterer Triebwerke möglich. Allerdings besteht aktuell noch keine direkte Gefahr für Personen in der Luft oder am Boden. Bei einem Flugzeug mit weniger Triebwerken könnte das QRH sofort eine „emergency situation“ vorsehen. Die Definition einer „emergency situation“ folgt im nächsten Punkt (2.2.6.3).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Patientensicherheit im Kreißsaal und Vorstellung der zentralen Forschungsfragen zur Übertragbarkeit von Luftfahrtprozessen.
2 Grundlagen: Theoretische Fundierung der Begriffe Patientensicherheit, Luftfahrtprozesse und Kreißsaalprozesse inklusive der Definitionen von Notfall- und Routineszenarien.
3 Methodik: Beschreibung der orientierenden, selektiven Quellenrecherche und des methodischen Vorgehens unter Einbeziehung von Fachdatenbanken.
4 Ergebnisse: Darstellung der übertragenen Prozesse und Tabellen, die eine strukturierte Gegenüberstellung von Situationen aus der Luftfahrt und der Geburtshilfe ermöglichen.
5 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, Reflexion der Limitationen und abschließende Empfehlungen für eine prozessuale Weiterentwicklung in der geburtshilflichen Praxis.
Patientensicherheit, Verkehrsluftfahrt, Kreißsaal, Geburtshilfe, Human Factors, SOPs, Checklisten, Normalbetrieb, Problemsituation, Notfallsituation, Qualitätsmanagement, CTG, Sicherheitskultur, Evidenzbasierte Medizin, Simulationstraining.
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit von Prozesskonzepten aus der zivilen Luftverkehrsbranche auf die geburtshilflichen Prozesse im Krankenhaus, um die Patientensicherheit zu verbessern.
Die Arbeit fokussiert sich auf drei Hauptbereiche: Patientensicherheit, Verkehrsluftfahrtprozesse und Kreißsaalprozesse.
Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie die in der Luftfahrt etablierten Kategorisierungen von Situationen („normal“, „abnormal“, „emergency“) auf klinische Situationen in der Geburtshilfe angewendet werden können.
Die Autorin führte eine orientierende, selektive Quellenrecherche in medizinischen und fachspezifischen Datenbanken durch, ergänzt durch Fallbeispiele aus der klinischen Praxis.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der drei Themenfelder dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse und Gegenüberstellung der Prozessstrukturen, inklusive der Verwendung von SOPs und Checklisten.
Kernbegriffe sind Patientensicherheit, Human Factors, Standard Operating Procedures (SOPs), Notfallmanagement und die Übertragbarkeit von Sicherheitsstrategien.
Das CTG dient als praxisnahes Beispiel, um die drei Situationskategorien (normal, suspekt, pathologisch) nach FIGO-Kriterien und die daraus resultierenden Handlungsanweisungen zu verdeutlichen.
Sie kommt zu dem Schluss, dass eine reine 1:1-Übertragung nicht denkbar ist, da sich die anthropogenen Faktoren unterscheiden, jedoch bietet die Strukturierung nach dem Luftfahrt-Vorbild einen hohen Nutzwert für das Fehlermanagement im Krankenhaus.
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