Diplomarbeit, 2009
127 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Zielsetzung
2 Räumliche Rahmenbedingungen
2.1 Untersuchungsregion Naturpark Obere Donau
2.1.1 Physiogeographischer und kulturräumlicher Rahmen
2.1.2 Touristische Potentiale, Angebot und Erschließung
2.2 Tourismus und Fahrradtourismus in Baden-Württemberg und Deutschland
2.2.1 Tourismus in Baden-Württemberg und im Naturpark Obere Donau
2.2.2 Bedeutung des Fahrradtourismus in Deutschland
2.2.3 Radfernwege von nationaler Bedeutung in Deutschland
2.2.4 Stellung Baden-Württembergs und des Donauradwegs im Fahrradtourismus
2.3 Kurze Angebotsanalyse: Der Donau-Radweg in Baden-Württemberg
3 Empirische Untersuchungen zur touristischen Nachfrage
3.1 Befragungsrahmen und -methodik
3.1.1 Zeitlicher und quantitativer Rahmen
3.1.2 Konzeption des Fragebogens
3.1.3 Auswahl der Befragten
3.2 Einteilung der Radfahrer nach Tourismusform
3.2.1 Klassifikation nach der Dauer des Aufenthalts
3.2.2 Gründe für die Klassifizierung
3.2.3 Mountainbike-Tourismus als Sonderfall
3.3 Entwicklung der Radfahrerzahlen auf dem Donauradweg seit 1997
3.4 Arten des Aufenthalts am Erholungsort und Herkunftsorte der Radfahrer
3.5 Zur Demographie: Gruppengröße, Alter und Bildungsstand
3.5.1 Gruppen und Einzelfahrer
3.5.2 Altersstruktur
3.5.3 Bildungsniveau
3.6 Anreise, Mobilität vor Ort und Unterkunftsklassen
3.6.1 Verkehrsmittelwahl für die Anreise
3.6.2 Nutzung des Naturpark-Express
3.6.3 Ansprüche an die Unterkünfte
3.7 Wiederholte Besuche und zurückgelegte Distanzen
3.7.1 Wiederholer und Wiederholungswünsche
3.7.2 Fahrtrichtung, Etappenpläne und Zielorte
3.8 Motive und Präferenzen in der Urlaubsregion
3.8.1 Persönliche Motive der Radfahrer
3.8.2 Merkmale des Erholungsgebietes
3.9 Erlangung der Aufmerksamkeit und Wege der Vorbereitung
3.10 Kritik und Verbesserungsvorschläge zum Angebot seitens der Radfahrer
4 Handlungsempfehlungen in Verknüpfung mit Theorie und empirischen Ergebnissen
5 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, durch die Befragung einer heterogenen Stichprobe von Radfahrern im Abschnitt des Donauradwegs zwischen Tuttlingen und Riedlingen den Aufenthaltscharakter, die Wahrnehmung von Stärken und Schwächen der Region sowie sozio-demographische Aspekte zu ermitteln und durch Vergleiche mit Daten aus dem Jahr 1997 touristische Veränderungen und Bedürfnisse aufzuzeigen.
3.1.3 Auswahl der Befragten
Die Ansprache der zu Befragenden stellte sich oft als nicht einfach heraus. Viele Fahrradtouristen scheinen auf ihrer Durchfahrt beinahe in Eile zu sein, so dass sie auch während kurzer Pausen zum Trinken oder Studieren ihrer Karten nicht immer zu einer Befragung bereit waren. Im Vergleich zu den Fragebögen aus dem Jahr 1997 fielen einige Antworten, insbesondere auf die offenen Fragen, meist kürzer aus oder wurden übersprungen (häufig gehörtes Zitat (sinngemäß): „Was mir am besten gefallen hat? Na die Landschaft. Verbesserungsvorschläge? Eigentlich keine, es ist alles gut“). Die oft kritisierte Schnelllebigkeit der Gesellschaft greift offensichtlich selbst auf den Urlaub über, möglicherweise liegt es aber auch an der Ausstrahlung des Befragenden, der im Vergleich zu einem Grüppchen Studierender sicherlich weniger Seriosität oder Fähigkeit, tatsächlich etwas zu verändern, ausstrahlte.
Eine weitere Entwicklung der letzten Jahre ist die zunehmend professionellere Ausstattung von Radreisenden. Mit etwas Übung kann der Befragende so beispielsweise an den prall gefüllten Packtaschen des beinahe konkurrenzlosen Herstellers Ortlieb erkennen, dass ein Radler nicht nur Tagesausflügler, sondern vermutlich Reiseradler ist. Diese Möglichkeit nutzte ich während meiner Befragungen dahin gehend, dass ich versuchte, den Anteil befragter Reiseradler an meinen Fragebögen gezielt zu erhöhen, nachdem ich zu Anfang aufgrund der einfacheren Zugänglichkeit an Rastplätzen oder aufgestellten Karten überdurchschnittlich viele Tagesausflügler angetroffen hatte. Auf diese Weise konnte statt der 1997 befragten neun Reiseradler im Urlaub ab fünf Tagen, was 11% der Befragten entsprach, mit 20 Personen immerhin ein Anteil von 27% und somit eine annähernde Gleichverteilung der verschiedenen Formen von Fahrradtouristen erreicht werden.
1 Einleitung und Zielsetzung: Einleitung in die Themenstellung der Fahrradtourismus-Untersuchung im Naturpark Obere Donau und Definition der Forschungsziele durch den Vergleich mit historischen Daten von 1997.
2 Räumliche Rahmenbedingungen: Detaillierte Darstellung des Naturparks Obere Donau, der touristischen Infrastruktur sowie des allgemeinen Trends im Fahrradtourismus in Baden-Württemberg.
3 Empirische Untersuchungen zur touristischen Nachfrage: Hauptteil der Arbeit, der die Befragungsmethodik erläutert und Ergebnisse zu Demographie, Anreise, Unterkunftspräferenzen und Reiseverhalten der Radtouristen auswertet.
4 Handlungsempfehlungen in Verknüpfung mit Theorie und empirischen Ergebnissen: Zusammenführung der Analyseergebnisse mit theoretischen Ansätzen zur Ableitung konkreter Strategien zur touristischen Aufwertung der Region.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Radtourismus in der Region im Kontext der Markt-Reifephasen.
Fahrradtourismus, Donauradweg, Naturpark Obere Donau, Radreisende, Tagesausflügler, Nachfrageanalyse, Tourismusmarketing, Infrastruktur, Übernachtungsverhalten, Mobilität, Demographie, Naturerlebnis, Regionalentwicklung, Baden-Württemberg, Befragung.
Die Arbeit untersucht den Fahrradtourismus auf einem Abschnitt des Donau-Radwegs in Baden-Württemberg (Region obere Donau) im Vergleich der Jahre 1997 und 2009, um Wandel und Bedürfnisse der Zielgruppe zu erfassen.
Zentral sind die touristische Infrastruktur, die Zusammensetzung der Radtouristen, deren Anreiseverhalten, bevorzugte Unterkunftsklassen sowie die Wahrnehmung des Radwegs als Urlaubsregion.
Das Ziel ist die Analyse der Nachfrageseite mittels Befragungen, um fundierte Handlungsempfehlungen für die touristische Optimierung und Profilbildung des Donauradwegs abzuleiten.
Der Autor nutzt einen Vergleich von quantitativen Befragungsdaten (1997 vs. 2009), ergänzt durch Literaturanalysen und eigene Kartographien der Region.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der empirischen Auswertung der Radfahrer-Befragungen, unterteilt nach Tourismusformen, Altersstrukturen, Bildungsniveaus und den spezifischen Bedürfnissen der verschiedenen Radfahrertypen.
Wesentliche Begriffe sind "Radreisende", "Tagesausflügler", "Naturpark Obere Donau", "Tourismusintensität" und "Profilbildung".
Der Naturpark-Express dient als wichtige Datenquelle für die Abschätzung der Radfahrerzahlen und der touristischen Mobilität vor Ort.
Das Zertifikat dient als Indikator für fahrradfreundliche Unterkünfte, deren Verbreitung in der Region ein zentrales Qualitätsmerkmal für die Attraktivität für Fernradler darstellt.
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