Examensarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 2+
1. Einleitung
2. Der historische Wandel der Volksschule zur Hauptschule
2.1 Das dreigliedrige Schulsystem
2.2 Der Weg zur Hauptschule
3. Studie an zwei Frankfurter Hauptschulen
3.1 Methodische Überlegungen
3.2 Aufbau des Fragebogens
3.3 Pretest
3.4 Auswertung der Befragung
3.4.1 Angaben zu den befragten Schulen
3.4.2 Angaben über die befragten Personen
3.4.3 Schüler – Lehrer – Verhältnis (Kommunikation)
3.4.4 Allgemeinbildung
3.4.5 Leistungsbereitschaft
3.4.6 Soziale Kompetenzen
3.4.7 Berufsvorbereitung
3.4.8 Ausstattung der Schule
3.4.9 Allgemeines Befinden an der Schule
3.4.10 Zusammenfassung
4. Hauptschule in der Krise ?!
4.1 Entwicklung der Schülerzahlen in deutschen Hauptschulen
4.2 Einflussfaktoren der Schulentwicklung im Hauptschulbereich
4.2.1 Schulwahlverhalten der Eltern
4.2.2 Zukunftschancen mit einem Hauptschulabschluss
4.3 Hauptschule in der Krise! – von Beginn an?
5. Resümee
5.1 Die Schullandschaft in ausgewählten Bundesländern
5.2 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Status und die Krisenwahrnehmung der Hauptschule im deutschen Schulsystem durch eine empirische Studie an zwei Frankfurter Schulen, um Perspektiven und Meinungen der direkt betroffenen Schüler und Lehrer zu analysieren.
3.1 Methodische Überlegungen
Ich habe mich für eine quantitativ explorative (erkundende) Studie entschieden, da die Hauptschule aus der Sicht der Schüler und Lehrer bis heute noch wenig erforscht wurde. Laut Mayer hat die explorative Forschung das Ziel einer sorgfältigen Beschreibung von bislang noch nicht bzw. wenig untersuchten Sachverhalten. Daher wollte ich vorab keine Hypothesen aufstellen und diese untersuchen, sondern die Daten als Ganzes betrachten.
Ich habe mich für einen Fragebogen entschieden, um möglichst viele Meinungen in der begrenzten Zeit sammeln zu können. Das Ausfüllen eines Fragebogens ist den Schülern bekannt und wird von Ihnen als Form der Meinungsäußerung akzeptiert. Weiterhin stellt der Fragebogen eine anonyme Atmosphäre her, so dass die Schüler eine Identifikation anhand der Antworten mit ihrer Person ausschließen können.
Um eine Stichprobe zu erhalten, die allgemeine Aussagen zulässt, habe ich mich für zwei Frankfurter Hauptschulen entschieden. Bei der Auswahl der Schulen habe ich auf ein differenzierendes Umfeld geachtet, um mögliche Abweichungen der Ergebnisse aus dem Umland mit einzubeziehen. So befindet sich eine Schule eher im Stadtkern im Stadtteil Nordend. Die andere Schule liegt im ländlichen Einzugsgebiet Sindlingen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle öffentliche und pädagogische Kritik an der Hauptschule und skizziert das Ziel der Arbeit, die Perspektiven der Betroffenen durch eine empirische Studie zu erfassen.
2. Der historische Wandel der Volksschule zur Hauptschule: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des dreigliedrigen Schulsystems nach und beschreibt die Entstehung der Hauptschule als Versuch, den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden.
3. Studie an zwei Frankfurter Hauptschulen: Hier werden die methodischen Rahmenbedingungen, die Durchführung der Befragung und die detaillierten Ergebnisse der Studie an den zwei ausgewählten Schulen präsentiert.
4. Hauptschule in der Krise ?!: Dieses Kapitel analysiert die bundesweite Krisensituation anhand statistischer Daten zur Entwicklung der Schülerzahlen und untersucht die Einflussfaktoren wie das elterliche Wahlverhalten.
5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, gibt einen Überblick über aktuelle länderspezifische Lösungsansätze und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Gestaltung des Schulsystems.
Hauptschule, Schulentwicklung, empirische Studie, Schulwahlverhalten, Berufsvorbereitung, Schülerzahlen, Bildungsreform, Lehrer-Schüler-Verhältnis, soziale Kompetenzen, Schulkrise, Schulausstattung, Bildungswege, Frankfurter Schulen, Pädagogik.
Die Arbeit untersucht kritisch die Rolle und Situation der Hauptschule im heutigen deutschen Schulsystem und geht der Frage nach, ob diese Schulform noch eine Zukunft hat oder sich in einer existenziellen Krise befindet.
Zu den Schwerpunkten zählen die historische Entwicklung der Hauptschule, die subjektive Wahrnehmung von Lehrern und Schülern an konkreten Schulen sowie die statistische Analyse der bundesweiten Schülerzahlen.
Die Autorin geht der Frage nach, welchen Eindruck Lehrer und Schüler von der Hauptschule haben, ob die Schule die Jugendlichen angemessen auf das Berufsleben vorbereitet und wie die öffentliche Wahrnehmung der Schulform einzuschätzen ist.
Der Verfasser nutzt einen quantitativ explorativen Ansatz, bei dem Daten mittels standardisierter Fragebögen erhoben wurden, die auf Likert-Skalen basieren, um Einstellungen und Meinungen vergleichbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der empirischen Studie an zwei Frankfurter Hauptschulen und eine anschließende Auseinandersetzung mit den Ursachen der sogenannten "Hauptschulkrise" auf nationaler Ebene.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hauptschule, Schulentwicklung, empirische Studie, Schulwahlverhalten, Bildungsreform und Berufsvorbereitung charakterisieren.
Die Analyse zeigt, dass Eltern zunehmend höhere Bildungsabschlüsse für ihre Kinder anstreben und die Hauptschule häufig als weniger attraktive Option oder gar als „Restschule“ wahrnehmen, was zu drastisch sinkenden Anmeldezahlen führt.
Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Während Betriebspraktika als wichtiger Bestandteil angesehen werden, äußern beide Gruppen Skepsis hinsichtlich der tatsächlichen Chancen auf dem Ausbildungsmarkt angesichts der Konkurrenz durch Schüler anderer Schulformen.
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