Bachelorarbeit, 2009
45 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Beteiligungsfinanzierung
2.1. Der Begriff der Beteiligungsfinanzierung
2.2 Die finanzwirtschaftlichen Interessen und Ziele
2.2.1 Die Ziele und Interessen der Kapitalgeber
2.2.2 Die Ziele und Interessen der Kapitalnehmer
2.3 Die Bedeutung der Rechtsform bei der Beteiligungsfinanzierung
2.3.1 Die Personengesellschaften
2.3.2 Die Kapitalgesellschaften
3. Unterschiedliche Wege der Beteiligungsfinanzierung
3.1 Beteiligungsfinanzierung von Unternehmen ohne Börsenzugang
3.2 Beteiligungsfinanzierung von Unternehmen mit Börsenzugang
3.3 Beteiligungsfinanzierung durch Mitarbeiter und Management
3.4 Beteiligungsfinanzierung mit Venture Capital und Business Angels
3.4.1 Die Phasen der Venture Capital Finanzierung
a) Seed-Financing
b) Start-Up-Financing
c) First-Stage-Financing
d) Second-Stage Financing
e) Third-Stage-Financing
f) Fourth-Stage-Financing
4. Anlässe zur Beteiligungsfinanzierung
4.1 Die Gründung
4.2 Die Kapitalerhöhung
4.3 Die Kapitalherabsetzung
4.4 Die Umwandlung
4.5 Die Fusion
4.6 Die Liquidation
5. Die Kapitalerhöhung am Beispiel von Infineon Technologies AG
6. Die Phasen des Beteiligungsprozesses bei einer Kapitalgesellschaft
6.1 Voraussetzungen einer Beteiligungsfinanzierung
6.2 Kontaktaufnahme
6.3 Beteiligungswürdigkeitsprüfung
6.4 Vertragsverhandlung
6.5 Fortlaufende Betreuung der Kapitalgeber
6.6 Desinvestition
7. Die Vor- und Nachteile einer Beteiligungsfinanzierung
7.1 Interessenlage Kapitalgeber
7.2 Interessenlage Kapitalnehmer
8. Schlusswort
Diese Arbeit befasst sich mit der Beteiligungsfinanzierung als einem zentralen Instrument der Außenfinanzierung für deutsche Industrieunternehmen. Das Ziel ist es, das Instrument umfassend darzustellen, die Rollen und Interessen von Kapitalgebern und Kapitalnehmern zu beleuchten, die verschiedenen Wege der Finanzierung sowie deren Anlässe und prozessuale Phasen aufzuzeigen und durch eine aktuelle Fallstudie zu veranschaulichen.
3.1 Beteiligungsfinanzierung von Unternehmen ohne Börsenzugang
Da in Deutschland der Zugang zur Börse nur den Aktiengesellschaften und den Kommanditgesellschaften auf Aktien vorbehalten bleibt, ist es für nicht emissionsfähige Unternehmen erheblich schwerer Kapital zu beschaffen.27 Dies betrifft einen weit überwiegenden Teil der kleinen und mittleren Unternehmen. Obwohl manche Unternehmen die Zugangsbedingungen erfüllen würden, nehmen sie die Möglichkeit Aktien an der Börse auszugeben, um damit Eigenmittel zu beschaffen, nicht wahr. Dazu zählen kleinere Aktiengesellschaften, die sich weitestgehend selbst finanzieren oder deren Aktien in Familienbesitz sind und kein Streubesitz vorhanden ist.28 Die Gesellschafter eines nichtemissionsfähigen Unternehmens werden nicht nur mit dem fehlenden Zugang zum organisierten Kapitalmarkt konfrontiert, sondern beim Zufluss neuen Kapitals im Rahmen einer Beteiligungsfinanzierung auch mit dem Problem der aktuellen Bewertung und der Neuaufteilung der stillen Reserven und der Beeinträchtigung der Mitspracherechte.29 Für die Kapitalanleger treten bei einer Beteiligung an nichtemissionsfähigen Unternehmen die Nachteile der mangelnden Fungibilität der Anteile, sowie das sogenannte „Lemmon“-Problem30 auf. Wie auch bei der Beschaffung, fehlt auch bei der Veräußerung ein Markt, auf dem die Beteiligungen handelbar sind. Das „Lemmon“-Problem basiert auf einer Informationsasymmetrie, die auf dem Wissensvorsprung des Verkäufers beruht. Es handelt sich daher um eine Schwierigkeit bei der Beurteilung des Risikos der Anlage.31 Die potentiellen Käufer werden annehmen, dass zu den Verkaufsmotiven des Verkäufers erwartete Ertragsverschlechterungen zählen, die in offiziellen Verkaufsunterlagen nicht ausgewiesen sind. Diese Vermutung wird beim Käufer das Interesse wecken, den vom Verkäufer angesetzten Preis zu drücken.32
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Beteiligungsfinanzierung als Instrument der Außenfinanzierung für Unternehmen ein und legt den Aufbau sowie die Zielsetzung der Arbeit dar.
2. Die Beteiligungsfinanzierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Beteiligungsfinanzierung, analysiert die Interessenlagen von Kapitalgebern und Kapitalnehmern und erörtert die entscheidende Bedeutung der Rechtsform.
3. Unterschiedliche Wege der Beteiligungsfinanzierung: Es werden verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten differenziert, darunter für Unternehmen ohne und mit Börsenzugang sowie spezielle Formen wie Mitarbeiterbeteiligung und Venture Capital.
4. Anlässe zur Beteiligungsfinanzierung: Das Kapitel erläutert die verschiedenen betriebswirtschaftlichen Ereignisse, die eine Beteiligungsfinanzierung notwendig machen, wie Gründung, Kapitalerhöhungen, Fusionen oder Liquidationen.
5. Die Kapitalerhöhung am Beispiel von Infineon Technologies AG: Anhand eines praxisnahen Beispiels aus dem Jahr 2009 wird der Prozess einer ordentlichen Kapitalerhöhung und dessen Beweggründe detailliert aufgezeigt.
6. Die Phasen des Beteiligungsprozesses bei einer Kapitalgesellschaft: Das Kapitel strukturiert den gesamten Prozess einer Beteiligungsfinanzierung von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zur finalen Desinvestition.
7. Die Vor- und Nachteile einer Beteiligungsfinanzierung: Abschließend werden die Chancen und Risiken einer solchen Finanzierung gesondert aus der Perspektive des Kapitalgebers und des Kapitalnehmers gegenübergestellt.
8. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Relevanz der Beteiligungsfinanzierung im wirtschaftlichen Kontext.
Beteiligungsfinanzierung, Außenfinanzierung, Eigenkapital, Kapitalgesellschaft, Aktiengesellschaft, Venture Capital, Business Angels, Kapitalerhöhung, Unternehmensgründung, Desinvestition, Börsengang, Rechtsform, Finanzierung, Risikokapital, Beteiligungsprozess
Die Arbeit behandelt die Beteiligungsfinanzierung als ein Instrument der Außenfinanzierung für deutsche Industrieunternehmen, wobei der Fokus auf den Strukturen, Prozessen und Interessen der beteiligten Parteien liegt.
Zentrale Themen sind die Interessenlagen von Kapitalgebern und Kapitalnehmern, die Rolle der Rechtsform, verschiedene Finanzierungswege, die Phasen des Beteiligungsprozesses sowie Anlässe für Kapitalmaßnahmen.
Das Ziel ist die umfassende Darstellung und Analyse der Beteiligungsfinanzierung, ergänzt durch eine theoretische Fundierung und ein aktuelles Fallbeispiel aus der Wirtschaft.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung, die durch eine praktische Fallstudie (Infineon Technologies AG) untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Beteiligungsbegriffs, eine detaillierte Analyse der verschiedenen Finanzierungswege, eine systematische Betrachtung der Anlässe sowie eine Darstellung der einzelnen Prozessphasen.
Die zentralen Schlagworte sind Beteiligungsfinanzierung, Eigenkapital, Venture Capital, Kapitalgesellschaft, Beteiligungsprozess und Außenfinanzierung.
Die Rechtsform ist von entscheidender Bedeutung, da sie die rechtlichen Rahmenbedingungen, Haftungsfragen, Mitbestimmungsrechte der Gesellschafter und steuerliche Konsequenzen maßgeblich definiert.
Das Beispiel Infineon dient dazu, den theoretischen Prozess einer ordentlichen Kapitalerhöhung anhand eines konkreten, realen Wirtschaftsvorgangs aus dem Jahr 2009 praxisnah zu illustrieren.
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