Examensarbeit, 1997
68 Seiten, Note: gut + (1,7)
1.1 Die Regelung der Landschaftsplanung in den Bundesländern
1.2 Eingriffsregelung in der Bauleitplanung
2.1 Leitbilder einer ökologischen Stadterneuerung
2.2 Ökologische Erneuerung einer Industrieregion
3.1 Ökologischer Umbau von Gewässern
3.2 Biotopverbundsystem als Element ökologischer Stadterneuerung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Integration ökologischer Belange in die städtische Planung, insbesondere durch die Instrumente der Landschaftsplanung und den Eingriffsberechnungen im Baurecht. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch eine nachhaltige Flächennutzung, ökologische Aufwertung städtischer Räume und gezielten Biotopverbund die Lebensqualität in urbanen Gebieten langfristig gesichert und ökologische Defizite abgebaut werden können.
2.1 Leitbilder einer ökologischen Stadterneuerung
Die Begriffe Stadtentwicklung und Ökologie erscheinen auf den ersten Blick als krasser Gegensatz. Tatsächlich führt dieHerausbildung von Städten als vom Menschen künstlich geschaffene Gebilde abhängig von den Gestaltungsvorstellungen der jeweiligen Zeit (Leitbilder) und den existierenden politischen sowie ökonomischen Strukturen im Ergebnis zu komplexen sozio-kulturellen Überformung, Veränderung bzw. Belastung bislang in sich funktionierender ökologische Systeme. Die nachteiligen Eingriffe in das örtliche Landschaftsbild sowie schwerwiegenden Störungen von Beziehungs- und Wirkungsgefügen des städtischen Naturhaushalts resultieren dabei aus dem immensen Verbrauch von Energie und Rohstoffen, von Boden, Wasser und Nahrungsmitteln sowie der Produktion großer Mengen atmosphärischer Emissionen wie Stäube, Gase, Wärme, Lärm, aber auch von Abwasser und Abfall , die die Entwicklungsdynamik von Städten mit sich bringt. Der Verstädterungsprozeß führt durch den Aufbau eines anthropogen-technischen Systems zu einer weitreichenden und grundlegenden Veränderung natürlicher o. naturnaher, also unbeeinflußter und ökologisch intakter bzw. in gewissem Maße nutzungsbedingt überformter bisher homogener Landschaftsräume (Natur- bzw. Kulturlandschaften) und damit zu einer Unterteilung in urban-industrielle Siedlungsgebiete sowie deren näheres und weiteres Umland.
1.1 Die Regelung der Landschaftsplanung in den Bundesländern: Dieses Kapitel erläutert die unterschiedlichen Ansätze und Rechtsverbindlichkeiten der Landschaftsplanung bei der Integration in die übergeordnete Bauleitplanung in den verschiedenen Bundesländern.
1.2 Eingriffsregelung in der Bauleitplanung: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Eingriffsregelung gemäß BNatSchG und BauGB sowie deren Anwendung und Verfahrensänderungen bei der Bauleitplanung dargestellt.
2.1 Leitbilder einer ökologischen Stadterneuerung: Hier wird der Bedarf für eine ökologische Neuausrichtung der Stadtentwicklung diskutiert, um natürliche Ressourcen zu schonen und anthropogene Belastungen zu minimieren.
2.2 Ökologische Erneuerung einer Industrieregion: Am Beispiel des Emscher-Landschaftsparks wird aufgezeigt, wie großräumige ökologische Aufwertungen und soziale Modernisierung in einer Industrieregion verknüpft werden können.
3.1 Ökologischer Umbau von Gewässern: Dieses Kapitel behandelt die naturnahe Gestaltung von Still- und Fließgewässern sowie deren Bedeutung für den städtischen Naturhaushalt und den Hochwasserschutz.
3.2 Biotopverbundsystem als Element ökologischer Stadterneuerung: Es wird die strategische Notwendigkeit eines Biotopverbunds im urbanen Raum beschrieben, um die Isolation von Populationen zu verhindern und den Erhalt biologischer Vielfalt zu fördern.
Landschaftsplanung, Bauleitplanung, Eingriffsregelung, ökologische Stadterneuerung, Naturhaushalt, Stadtökologie, Biotopverbund, Flächennutzung, Renaturierung, Gewässerumbau, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Freiraumsicherung, Artenschutz, Siedlungsstruktur.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, ökologische Belange rechtlich und planerisch in die städtische Entwicklung zu integrieren, um nachhaltige Lebensräume zu schaffen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Landschaftsplanung, der Eingriffsregelung im Baurecht, der ökologischen Stadterneuerung, Gewässerenaturierung und Biotopvernetzung.
Das Ziel ist es, Konzepte zu analysieren und zu formulieren, wie städtische Räume ökologisch aufgewertet und durch eine kluge Flächennutzung zukunftsfähig gestaltet werden können.
Es handelt sich um eine systematische Analyse planungsrechtlicher und ökologischer Instrumente sowie die Auswertung relevanter Fachliteratur und Fallbeispiele aus der Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen der Landschaftsplanung sowie in die inhaltliche Auseinandersetzung mit ökologischen Strategien für Stadterneuerung, Gewässerumbau und Biotopverbundsysteme.
Wichtige Schlagworte sind Landschaftsplanung, Bauleitplanung, Eingriffsregelung, Stadtökologie, Biotopverbund und nachhaltige Stadterneuerung.
Sie dient als rechtliches Instrument, um unvermeidbare ökologische Auswirkungen von Bauvorhaben auszugleichen und sicherzustellen, dass Naturschutzbelange bereits bei der Bauleitplanung berücksichtigt werden.
In Städten sind Biotope oft fragmentiert. Ein Biotopverbund verhindert die Isolation von Arten und sichert deren langfristiges Überleben sowie genetischen Austausch durch Vernetzungselemente.
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