Bachelorarbeit, 2009
49 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Ausgangslage
1.2 Gegenstand und Aufbau
1.3 Historische Betrachtung der Übernahme-aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt
2. Wettbewerbsrechtliche Restriktionen in den USA
2.1 Bundesstaatliche Regelungen
2.2 Einzelstaatliche Regelungen des Gesellschaftsrechts
3. Kapitalmarkttheoretische Restriktionen
3.1 Corporate Governance (Shareholder-Ansatz)
3.2 Der Markt für Unternehmenskontrolle als externer corporate governance-Mechanismus
3.3 Einfluss von Abwehrmaßnahmen auf den Unternehmenswert
3.3.1 Management entrenchment hypothesis
3.3.2 Shareholder wealth hypothesis
3.4 Der Aktionär als restriktives Element
4. Charakteristik der Zielgesellschaft
4.1 Eigentümerstruktur
4.1.1 Management als Anteilseigner
4.1.2 Institutionelle Investoren als Eigner
4.1.3 Aktien im Streubesitz
4.2 Zusammensetzung des Verwaltungsrats
5. Übernahmeklassen
5.1 Disziplinierende Übernahmen
5.2 Synergetische Übernahmen
6. Übernahmearten
6.1 Öffentliches Übernahmeangebote (tender offer / takeover bid)
6.2 Kampf um Stimmrechte (proxy contest / proxy fight)
7. Abwehrstrategien
7.1 Präventive Abwehrmaßnahmen
7.1.1 Anti takeover amendments (ATAs)
7.1.1.1 Classified board provisions
7.1.1.2 Supermajority amendments
7.1.1.3 Fair price amendments
7.1.2 Präventive Abwehrmaßnahmen ohne Satzungsänderung
7.1.2.1 Poison pill
7.1.2.2 Goldener Fallschirm (golden parachutes)
7.2 Direkte Abwehrmaßnahmen
7.2.1 Aktienrückkäufe (spezieller Adressat)
7.2.2 Veränderung der Kapitalstruktur
7.2.3 Gerichtsverfahren (Litigation)
8. Schlussbetrachtung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Dynamik von Abwehrstrategien gegen feindliche Unternehmensübernahmen auf dem US-amerikanischen Markt unter Berücksichtigung wettbewerbsrechtlicher und kapitalmarkttheoretischer Rahmenbedingungen. Ziel ist es, die Effektivität und die ökonomischen Auswirkungen dieser Verteidigungsmaßnahmen auf den Unternehmenswert sowie die Interessen der Aktionäre kritisch zu analysieren und einzuordnen.
7.1.2.1 Poison pill
Seit der Einführung im Jahr 1982 entwickelte sich die poison pill zur populärsten und zugleich kontroversesten Verteidigungsmaßnahme gegen feindliche Übernahmen. Allein im Jahr 2001 stieg die Zahl der Unternehmen, die poison pills installierten auf 283 von vormals 167 im Jahr 2000. Der Begriff poison pill steht für ein Kontingent an Sicherheiten, die durch ein bestimmtes Event (triggering event), beispielsweise einem öffentlichen Übernahmeangebot oder der Überschreitung einer gewissen Anzahl an Aktien der Zielgesellschaft ausgelöst werden. Der eintretende Effekt führt in der Regel zu exorbitanten Übernahmekosten, die eine große finanzielle Bürde für das akquirierende Unternehmen darstellen. Das Kontingent an Sicherheiten basiert auf diversen Rechten einzelner Gruppen (meist den Aktionären), die ihnen im Falle des triggering events eingeräumt werden. Poison pills weisen zwei Eigenschaften auf, die sie zu besonders effektiven Verteidigungsmaßnahmen werden lassen. Erstens sind poison pills kostengünstig in der Implementierung und lassen sich relativ einfach und schnell vom Management der Zielgesellschaft ändern. Dies zwingt die akquirierende Gesellschaft dazu direkte Verhandlungen mit dem Management der Zielgesellschaft aufzunehmen. Zweitens führen sie, bei Fortführung, in den meisten Fällen zu exorbitanten Übernahmekosten. Als Barriere für feindliche Übernahmeversuche ist die poison pill, abgesehen von der direkten Aktienmehrheit durch das Management, ungeschlagen. Obwohl die poison pill ein extrem wirksames Instrument zur Erhöhung des finalen Übernahmepreises ist, führt sie bei Bekanntgabe zu negativen Aktienkurseffekten bei der betroffenen Gesellschaft. Dies geht aus einer Analyse von Malatesta und Walking (1987) hervor, die einen leichten aber statistisch signifikanten Kursabschlag innerhalb von zwei Tagen nach Bekanntgabe der Implementierung feststellten. Die individuelle Ausgestaltung der Giftpille basiert auf den ihr zugrunde liegenden Bestimmungen, die aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit im Folgenden nur teilweise betrachtet werden können.
1. Einführung: Darstellung der Ausgangslage und des geschichtlichen Kontextes von Unternehmensübernahmen in den USA.
2. Wettbewerbsrechtliche Restriktionen in den USA: Analyse der bundesstaatlichen Gesetze und der Rolle der einzelstaatlichen Regelungen, insbesondere der Anti-Takeover-Statutes.
3. Kapitalmarkttheoretische Restriktionen: Untersuchung der Corporate Governance, des Marktes für Unternehmenskontrolle und der Auswirkungen von Abwehrmaßnahmen auf den Unternehmenswert.
4. Charakteristik der Zielgesellschaft: Analyse der Faktoren Eigentümerstruktur und Verwaltungsrat als Determinanten für die Übernahmewahrscheinlichkeit.
5. Übernahmeklassen: Unterscheidung zwischen disziplinierenden und synergetischen Übernahmen sowie deren Motiven.
6. Übernahmearten: Erläuterung der gängigen Methoden, wie öffentliche Übernahmeangebote und Kämpfe um Stimmrechte.
7. Abwehrstrategien: Detaillierte Betrachtung präventiver Instrumente und direkter Verteidigungsmaßnahmen bei Übernahmeversuchen.
8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der rechtlichen und ökonomischen Implikationen von Abwehrstrategien im Kontext feindlicher Übernahmen.
Unternehmensübernahme, Feindliche Übernahme, Abwehrstrategie, USA, Corporate Governance, Shareholder Value, Markt für Unternehmenskontrolle, Anti-Takeover-Statutes, Poison Pill, Kapitalmarkttheorie, Verwaltungsrat, Eigentümerstruktur, Übernahmeschlacht, Aktienrückkauf, Management.
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Strategien, die das Management von US-Unternehmen einsetzt, um sich gegen feindliche Unternehmensübernahmen zu verteidigen.
Die Arbeit fokussiert auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, kapitalmarkttheoretische Erklärungsmodelle sowie die konkreten praktischen Verteidigungsinstrumente.
Das Ziel ist es, die Rechtmäßigkeit und ökonomische Sinnhaftigkeit von Verteidigungsmaßnahmen im Spannungsfeld zwischen dem Schutz der Gesellschaft und dem Interesse der Aktionäre zu prüfen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung empirischer Studien zur Wirksamkeit von Abwehrmechanismen.
Im Hauptteil werden rechtliche Restriktionen in den USA, theoretische Grundlagen der Corporate Governance, Charakteristika von Zielgesellschaften sowie spezifische Abwehrstrategien wie Poison Pills oder Greenmail detailliert dargestellt.
Zentrale Begriffe sind feindliche Übernahmen, Abwehrstrategien, Corporate Governance, Shareholder Value und Poison Pills.
Die Forschung zeigt, dass die Bekanntgabe von Poison Pills oft mit negativen Aktienkurseffekten verbunden ist, da Anleger dies als Abschirmung des Managements interpretieren können.
Delaware spielt als bedeutendster Bundesstaat für Gesellschaftsrecht eine Schlüsselrolle, da dessen richterliche Entscheidungen den rechtlichen Spielraum für Abwehrmaßnahmen maßgeblich definieren.
Aufgrund der hohen Kosten, der Komplexität und der Unsicherheit des Erfolgs bei der Überzeugung der Aktionäre gelten sie als das teuerste und am wenigsten genutzte Instrument.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

