Bachelorarbeit, 2022
55 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
1. Einleitung
2. Zweitspracherwerb
2.1 Definition
2.2 Formen des Zweitspracherwerbs
2.3 Arabisch als Erstsprache, Deutsch als Zweitsprache
3. Relevante Faktoren für den Laut- und Schriftspracherwerb
3.1 Phonetik, Phonologie und Lautschrift
3.2 Phonem-Graphem-Korrespondenz
3.3 Phonologische Bewusstheit
4. Phoneme des Deutschen und Arabischen im Vergleich
4.1 Vokale
4.2 Konsonanten
4.3 Orthographie
5. Erwartbare Problemgebiete im Laut- und Schriftspracherwerb
5.1 Vokale
5.2 Konsonanten
5.3 Schrift
6. Zum Forschungsstand des Laut- und Schriftspracherwerbs arabischsprachiger Kinder
7. Zusammenfassung und Fragestellung
8. Empirischer Teil
8.1 Ergebnisse der Erhebung
8.2 Interpretation der Ergebnisse
8.2.1 Vokale
8.2.2 Konsonanten
9. Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht die spezifischen Schwierigkeiten und Herausforderungen, denen arabischsprachige Kinder beim Erwerb der Zweitsprache Deutsch im Bereich des Laut- und Schriftspracherwerbs begegnen. Das primäre Ziel ist es, sprachsystematische Unterschiede herauszuarbeiten und durch eine empirische Untersuchung bei fünf Kindern zu belegen, um Lehrkräften fundierte Erkenntnisse für gezielte Fördermaßnahmen im mehrsprachigen Klassenzimmer zu liefern.
4.2 Konsonanten
Die arabische Sprache ist für ihr kehligen Klang bekannt. Die unten beigefügte Abbildung soll zeigen, inwieweit sich die deutschen Konsonantenphoneme von den arabischen unterscheiden. Auf der Abbildung sind die arabischen Konsonantenphoneme mit einem grünen Kreis gekennzeichnet, die deutschen mit einem schwarzen Kreis. Die rot gekennzeichneten Konsonantenphoneme markieren die in beiden Sprachen vorhandenen Konsonantenphonemen. Anhand der Abbildung soll danach Schritt für Schritt begründet werden, warum das Arabische als kehlig klingendes Lautsystem gilt. Innerhalb der Tabelle sind die Laute anhand ihrer Artikulationsarten und Artikulationsorte sortiert.
Wenn man sich die Übersicht anschaut, dann wird es deutlich, dass viele Konsonantenphoneme in beiden Sprachsystemen vorhanden sind. 16 von ursprünglich 28 arabischen Konsonanten existieren mit einer ähnlichen Aussprache auch im Deutschen (vgl. Kanbar und Zeldes 2014, 142). Zudem stellt sich anhand der Übersicht fest, dass im Arabischen mehr Laute im hinteren Rachenraum gebildet werden als im Deutschen. Im Deutschen Lautsystem existieren diese Laute teilweise auch gar nicht. Dieser Unterschied ist u.a. der Grund dafür, warum sich das Arabisch kehlig anhört, denn viele Laute werden im hinteren Mundraum gebildet. Man bezeichnet diese Laute als Presslaute oder empathische Laute (vgl. Hoffmann et al. 2017, 149). Kanbar und Zeldes (2014, 142) stellen die arabischen Konsonanten, die den deutschen gleich oder sehr ähnlich sind, in der folgenden Abbildung zusammen.
Das [x] im Arabischen entspricht dem dunklen [x] im Deutschen wie im Wort ach. Das helle [ç] wie in ich existiert im Arabischen nicht. Das [dʒ], wie im Wort Dschungel entspricht einem einzigen Graph <ج> im Arabischen, während dieser Laut im Deutschen von vier Graphen
1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert die Thematik durch eigene Erfahrungen und verdeutlicht die Notwendigkeit von Förderstrategien im mehrsprachigen schulischen Kontext.
2. Zweitspracherwerb: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der Begriffe Zweit-, Erst- und Fremdsprache unter Berücksichtigung des Alters und der Spracherwerbsformen.
3. Relevante Faktoren für den Laut- und Schriftspracherwerb: Es werden grundlegende linguistische Begriffe wie Phonetik, Phonologie, PGK und phonologische Bewusstheit für den Spracherwerb erläutert.
4. Phoneme des Deutschen und Arabischen im Vergleich: Die Lautsysteme beider Sprachen werden gegenübergestellt, wobei insbesondere vokalspezifische und konsonantische Unterschiede sowie die Orthographie beleuchtet werden.
5. Erwartbare Problemgebiete im Laut- und Schriftspracherwerb: Basierend auf dem vorherigen Vergleich werden konkrete Schwierigkeiten für arabischsprachige Kinder (z.B. Umlaute, Konsonantencluster) prognostiziert.
6. Zum Forschungsstand des Laut- und Schriftspracherwerbs arabischsprachiger Kinder: Es erfolgt eine kritische Betrachtung existierender Forschungsliteratur, insbesondere einer Masterarbeit zu marokkanischem Arabisch.
7. Zusammenfassung und Fragestellung: Das Kapitel führt die theoretischen Erkenntnisse zusammen und konkretisiert die Forschungsfrage der empirischen Untersuchung.
8. Empirischer Teil: Die qualitative Studie, ihr Design, die Stichprobe und die Ergebnisse des Nachsprechens, Diktierens und Vorlesens werden detailliert dargelegt und interpretiert.
9. Diskussion und Ausblick: Die Ergebnisse werden reflektiert, die Forschungsfrage beantwortet und die Bedeutung für die Schulpraxis sowie der Bedarf für künftige Studien diskutiert.
Zweitspracherwerb, Arabisch, Deutsch, Lauterwerb, Schriftspracherwerb, Phonetik, Phonologie, Phonem-Graphem-Korrespondenz, Kontrastive Linguistik, Mehrsprachigkeit, Migrationshintergrund, Interferenz, Empirische Studie, Ausspracheschwierigkeiten, Orthographie.
Die Arbeit befasst sich mit der kontrastiven Analyse des Laut- und Schriftspracherwerbs von arabischsprachigen Kindern, die Deutsch als Zweitsprache erlernen.
Die zentralen Felder sind der Zweitspracherwerb, die phonetischen und phonologischen Unterschiede zwischen Arabisch und Deutsch sowie deren Auswirkungen auf den Schriftspracherwerb.
Das Ziel ist es, Schwierigkeiten beim Spracherwerb zu identifizieren, die sich aus sprachsystematischen Unterschieden ergeben, um Lehrkräften Ansatzpunkte für gezielte Förderung zu geben.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie ein qualitatives Forschungsdesign mit einer kleinen Stichprobe von fünf Probanden.
Der Hauptteil konzentriert sich auf den Vergleich der Lautsysteme (Vokale/Konsonanten) sowie eine empirische Überprüfung dieser theoretischen Annahmen durch Nachsprechen, Diktieren und Vorlesen.
Wichtige Begriffe sind Zweitspracherwerb, Kontrastive Linguistik, Laut- und Schriftspracherwerb, Interferenz und Arabisch als Erstsprache.
Da die arabische Sprache eine Vielzahl an Dialekten aufweist, beschränkt sich die Autorin auf das moderne Standardarabisch, um eine wissenschaftlich vergleichbare Basis für die phonologische Analyse zu gewährleisten.
Es wurde bestätigt, dass fehlende Konsonantenpaare des Deutschen im arabischen System zu Interferenzfehlern führen, beispielsweise das Ersetzen stimmloser Laute durch stimmhafte Gegenstücke.
Die Autorin stellt fest, dass Kinder in einem deutschen Umfeld – wie die Schwestern Zina, Layla und Jamila – signifikante Vorteile beim Spracherwerb gegenüber neu zugewanderten Kindern haben.
Lehrkräfte sollten sich der sprachsystematischen Unterschiede bewusst werden und individuelle Lernschwierigkeiten, wie die geänderte Schreibrichtung, gezielt bei der Unterstützung der Schüler berücksichtigen.
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