Bachelorarbeit, 2023
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
Problemstellung und Methodik
2. Ausgangslage: Migrant*innen in
Berufsorientierungsmaßnahmen für
Geflüchtete
2.1 Zielgruppe und Struktur der Förder-
maßnahme BOF
2.2 Ziele und zu fördernde Teilnehmenden-
Kompetenzen
2.3 Geforderte Qualifikation der Lehrkräfte
2.4 Besonderheiten der migrantischen
Teilnehmerschaft
3. Einordnungen und begriffliche Klärungen
3.1 Erwachsenenbildung, Berufsorientierung und Berufs-
ausbildungsvorbereitung
3.2 Professionalität und professionelles pädagogisches
Handeln
3.3 Kompetenzen – Abgrenzungen und Begriffs-
bestimmungen
3.4 Selbstreflexion als Teilkompetenz in der Erwachsenen-
bildung
4. Kompetenzmodelle der Erwachsenenbildung,
Der Berufsorientierung und für die Arbeit mit jugendlichen
Migrant*innen
4.1 Das GRETA-Kompetenzmodell der Erwachsenenbildung
4.2 Qualifikationselemente von Lehrkräften in der Berufs-
orientierung
4.3 Lehrkräftekompetenzen in der Arbeit mit jugendlichen
Migrant*innen
5. Empirischer Teil: Expert*inneninterviews
5.1 Gütekriterien und Prinzipien der qualitativen
Forschung
5.2 Forschungsdesign: Expert*inneninterviews
5.3 Interviewleitfaden
5.4 Feldzugang
5.5 Durchführung der Interviews
5.6 Transkription
5.7 Auswertungsmethode: Inhaltsanalyse nach Mayring
6. Beantwortung der Forschungsfrage und Zusammen-
führung der Untersuchungsergebnisse
7. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht die professionellen Handlungskompetenzen von Lehrkräften, die in staatlich geförderten Maßnahmen mit jungen Geflüchteten in der Berufsorientierung und Berufsausbildungsvorbereitung arbeiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit diese Lehrkräfte besondere Kompetenzen benötigen oder ob allgemeine Kompetenzen für professionelles Handeln in der Erwachsenenbildung ausreichen.
2.4 Besonderheiten der migrantischen Teilnehmerschaft
Neben einer geringen Anzahl von jungen Frauen der überwiegende Anteil der Teilnehmenden an einer BOF-Maßnahme männlich, kommt aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, aber auch Personen aus dem Libanon, Armenien Albanien oder Marokko sind vertreten. Was sie verbindet ist das ungefähre gleiche Alter von 18 – 22 Jahren und die gemeinsame Religion, die jedoch nur selten thematisiert wird. Wenn sie auch aus unterschiedlichen Erstsprachen kommen, so können sie sich oft in der arabischen Sprache als „Lingua franca“ verständigen. Gemeinsam ist ihnen auch der Unterstützungsbedarf, da die Teilnehmer*innen nicht über einen geringen oder keinen Schulabschluss verfügen. Teilweise sind aber in der Praxis Teilnehmende anzutreffen, die einen in einem Oberstufenzentrum (OSZ) in Berlin gemachten mittleren Schulabschluss (MSA) vorweisen können. Dieser ist jedoch aufgrund im BOF-Unterricht feststellbaren sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten nicht nachvollziehbar.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der professionellen Handlungskompetenz von Lehrkräften in Berufsorientierungsmaßnahmen für Geflüchtete ein und konkretisiert die Forschungsfrage.
2. Ausgangslage: Migrant*innen in Berufsorientierungsmaßnahmen für Geflüchtete: Hier werden der situative Rahmen, die Zielgruppenmerkmale und die spezifische Situation der Teilnehmenden in BOF-Maßnahmen dargestellt.
3. Einordnungen und begriffliche Klärungen: Dieses Kapitel verortet das Thema wissenschaftlich, indem Begriffe wie Erwachsenenbildung, Professionalität und Kompetenz definiert und abgegrenzt werden.
4. Kompetenzmodelle der Erwachsenenbildung, Der Berufsorientierung und für die Arbeit mit jugendlichen Migrant*innen: Hier werden bestehende theoretische Modelle, insbesondere das GRETA-Modell, analysiert und als Maßstab für die weiteren Untersuchungen herangezogen.
5. Empirischer Teil: Expert*inneninterviews: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen, von der Gütekriteriensicherung über das Forschungsdesign bis hin zur Auswertung der Experteninterviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse.
6. Beantwortung der Forschungsfrage und Zusammenführung der Untersuchungsergebnisse: Die empirischen Erkenntnisse werden mit den theoretischen Modellen abgeglichen, um die Forschungsfrage fundiert zu beantworten.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse sowie Überlegungen zur Bedeutung der Thematik für die zukünftige Gestaltung von Bildungsmaßnahmen.
Berufsorientierung, Geflüchtete, BOF-Maßnahme, Lehrkräftekompetenzen, Erwachsenenbildung, Kompetenzmodell, GRETA, professionelles Handeln, Migrant*innen, Ausbildungsvorbereitung, qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterviews, Professionalität, Berufsreife, pädagogische Haltung.
Die Arbeit befasst sich mit den professionellen Anforderungen an Lehrkräfte, die in speziellen Berufsorientierungsmaßnahmen (BOF) junge Geflüchtete auf den Übergang in eine duale Berufsausbildung vorbereiten.
Die zentralen Felder sind die Qualifizierung von Lehrpersonal, die theoretische Definition beruflicher Kompetenzen in der Erwachsenenbildung sowie die speziellen Herausforderungen bei der Arbeit mit jugendlichen Migrant*innen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Lehrkräfte für die Arbeit mit jungen Migranten in der Berufsorientierung explizit neuartige "Sonderkompetenzen" benötigen oder ob etablierte professionelle Kompetenzen der Erwachsenenbildung ausreichen.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse von Philipp Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der Kompetenzmodelle (GRETA) erörtert, und einen empirischen Block, der die Auswertung von vier Experteninterviews enthält.
Wichtige Begriffe sind Berufsorientierung, Geflüchtete, Kompetenzmodell, GRETA, Lehrkräfteprofessionalität und Ausbildungsvorbereitung.
Die befragten Experten heben besonders ethisches Berufsethos, empathisches Einfühlungsvermögen, Flexibilität und eine Haltung der Wertschätzung gegenüber der Zielgruppe hervor, statt spezifisch neuer "technischer" Fertigkeiten.
Die Arbeit stellt fest, dass der Begriff der Ausbildungsreife komplex ist und oft durch soziale, sprachliche und psychologische Barrieren der Geflüchteten erschwert wird, was eine hohe pädagogische Reflexionskompetenz der Lehrkräfte erfordert.
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