Bachelorarbeit, 2023
78 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Fragestellung & Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definitionen & Begriffsverständnis
2.1.1 Ehrenamtliches Engagement
2.1.2 Bildungsbegriff
2.1.3 Lernformen
2.2 Forschungsstand
2.2.1 Kompetenzerwerb
2.2.2 Auswirkung auf Soziales
2.2.3 Auswirkungen auf das Wohlbefinden
2.2.4 Auswirkung auf andere Lebensbereiche
2.2.5 Auswirkungen auf die christliche Prägung
2.3 Bewertung des Forschungsstand
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Methode – Datengenerierung
3.1.1 Fallauswahl
3.1.2 Halbstandardisiertes Leitfaden-Interview
3.1.3 Erstellung des Interviewleitfadens
3.1.4 Interviewdurchführung
3.1.5 Datenaufbereitung
3.2 Methode – Datenauswertung
3.2.1 Initiierende Textarbeit
3.2.2 Entwickeln von thematischen Hauptkategorien
3.2.3 Erster Codierprozess
3.2.4 Zusammenstellen der codierten Textstellen mit der gleichen Kategorie
3.2.5 Induktives Bestimmen von (Sub-) Subkategorien am Material
3.2.6 Zweiter Codierprozess
3.2.7 Einfache und komplexe Analysen, Visualisierung
4 Ergebnisse
4.1 Kompetenzerwerb
4.1.1 Personale Kompetenzen
4.1.2 Soziale Kompetenzen
4.1.3 (Religions-) Pädagogische Kompetenzen
4.1.4 Schulisch-beruflich relevante Kompetenzen
4.1.5 Kulturelle Kompetenzen
4.2 Auswirkungen auf Soziales
4.2.1 Gemeinschaft
4.2.2 Vertrauen
4.2.3 Soziale Kontakte
4.2.4 Soziale Verantwortung
4.3 Auswirkungen auf das Wohlbefinden
4.3.1 Selbstbestimmung
4.3.2 Zufriedenheitsgefühl
4.3.3 Protektive Wirkung
4.3.4 Negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden
4.4 Auswirkungen auf andere Lebensbereiche
4.4.1 Gute Vereinbarkeit (bereichernde Wirkung)
4.4.2 Schlechte Vereinbarkeit (belastende Wirkung)
4.4.3 Berufliche Perspektive
4.5 Auswirkungen auf die christliche Prägung
4.5.1 Wissenserwerb über religiöse Inhalte
4.5.2 Christliche Wertebildung
4.5.3 Auswirkung auf den Glauben
4.5.4 Wahrnehmung des Glaubens
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung
5.2 Beantwortung der eigenen Fragestellung
5.3 Kritische Betrachtung
5.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht ganzheitlich die Auswirkungen des ehrenamtlichen Engagements von jungen Erwachsenen in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, welche Wirkungen diese Freiwilligen in verschiedenen Lebensdimensionen bei sich selbst feststellen konnten, wobei insbesondere die christliche Dimension als Einflussfaktor beleuchtet wird.
4.2.1 Gemeinschaft
Eine wichtige Bedeutung scheint dem „Gemeinschaftsgefühl“ (Jonas) zuzukommen, dass alle Befragten insbesondere innerhalb der Gruppe von Engagierten und Gleichaltrigen erleben und besonders wertschätzen. Sie nennen prägende Gruppenerlebnisse, die sie in unterschiedlichen Kontexten machen (z.B. auf Sommerfreizeiten) oder erzählen von einer Gemeinschaft, die ein stückweit „Familie“ (Jonas) wurde, in der andere „wie so große Geschwister da waren“, wo man „Zuhause“ ist und „in der wir so gleich sind, aber eigentlich komplett unterschiedlich“ (Pia).
Alle Befragten sind sich einig: in dieser Gemeinschaft erleben sie eine „Verbundenheit“ (Jonas). Diese Verbundenheit wird maßgeblich auf den gemeinsamen ausgelebten Glauben und „das gleiche Ziel“ (Pia) zurückgeführt. „Leute mit der gleichen Gesinnung“ vertreten „gemeinsame Interessen“ und gehen „GEMEINSAM an die Sache ran“ (Jonas), „mit der gleichen Motivation und dem gleichen Spaß“ (Pia). Jonas ist manchmal nur im Gemeindehaus, „um Zeit mit den Leuten da zu verbringen. Man muss ja auch nicht immer aktiv mitarbeiten.“ Er schätzt es sehr, wenn man sich nach den Programmpunkten „auch noch länger zusammensetzt, vielleicht noch über dies und das schnackt. Einfach nochmal den Tag reflektiert vielleicht.“
Die Freiwilligen halten ihre Gemeinschaftserfahrungen für unvergleichbar. Sie differenzieren ganz klar zwischen anderen Orten (z.B. Jugendzentrum, Familie), an denen Gemeinschaft erlebt werden kann. Sie beschreiben, „dass es da irgendwie nicht so dieselbe Atmosphäre wäre“ ohne die gemeinsamen „Berührungspunkte“ (Jonas) und die Leute aus „unterschiedlichen Gründen“ da sind. Auch Dennis spürte, dass in seiner Gemeinde „ein anderer Wind am Wirken“ ist. Im Unterschied zur erlebten Klassengemeinschaft oder zu Stadtprogrammen fühlen sie sich wahrgenommen. Sie erlebten eine Gemeinschaft, in der „jeder sich kannte“, die „voll das Team“ (Pia) war und „jeder eben die Meinung von jedem auch irgendwo würdigt und wahrnimmt“ (Jonas).
1 Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der Fragestellung und Zielsetzung der Untersuchung sowie Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Klärung zentraler Begriffe wie ehrenamtliches Engagement und Bildung, sowie Darstellung des Forschungsstandes zu relevanten Wirkungsbereichen.
3 Methodisches Vorgehen: Beschreibung der angewandten qualitativen Forschungsmethode mittels halbstandardisierter Leitfaden-Interviews und deren Auswertung durch eine strukturierende Inhaltsanalyse.
4 Ergebnisse: Ausführliche deskriptive Darstellung der empirischen Ergebnisse, gegliedert nach den fünf Hauptkategorien zu Kompetenzen, Soziales, Wohlbefinden, Lebensbereichen und christlicher Prägung.
5 Diskussion: Interpretation der zentralen Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage, kritische Würdigung der Methodik und Einordnung der Erkenntnisse durch einen Ausblick.
Ehrenamtliches Engagement, kirchliche Jugendarbeit, Kompetenzerwerb, informelles Lernen, Wohlbefinden, Gemeinschaft, Glaubensentwicklung, christliche Prägung, qualitative Forschung, Selbstbestimmung, soziale Eingebundenheit, Wertebildung, Jugendpastoral, Partizipation, berufliche Orientierung.
Die Arbeit untersucht die persönlichen Wirkungen von ehrenamtlichem Engagement junger Menschen in evangelischen Kirchengemeinden.
Die Themen umfassen Kompetenzentwicklung, soziale Aspekte (Gemeinschaft, Vertrauen), persönliches Wohlbefinden, die Vereinbarkeit mit Alltag und Beruf sowie die Bedeutung des christlichen Glaubens.
Das Ziel ist es, ganzheitlich zu explorieren, welche Wirkungen freiwillig Engagierte durch ihre Tätigkeit in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit an sich selbst wahrnehmen.
Der Autor führt eine qualitative Studie durch, basierend auf leitfadengestützten Interviews mit drei jungen Erwachsenen, die nach der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Der Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse, geordnet nach den Kategorien Kompetenzerwerb, Auswirkung auf das Soziale, Auswirkungen auf das Wohlbefinden, andere Lebensbereiche sowie christliche Prägung.
Wichtige Begriffe sind Ehrenamt, kirchliche Jugendarbeit, Kompetenzerwerb, informelles Lernen, Wohlbefinden, Gemeinschaft und christliche Glaubensentwicklung.
Die Befragten berichten von einer Veränderung hin zu einem „ungreifbareren“, „allmächtigen und liebenden Gott“, der eine tragende Beziehung im Leben darstellt, im Gegensatz zu abstrakteren Vorstellungen früherer Jahre.
Es wird insbesondere auf die Gefahr der Überforderung, zeitliche Belastung in Phasen schulischen oder beruflichen Stresses und das Gefühl eines „Freizeitlochs“ nach intensiven Projektphasen verwiesen.
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